Ardennen

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Lage der Ardennen

Die Ardennen, auch Ardenner Wald (von keltisch Arduenna ‚Hochland‘) sind der Westteil des Rheinischen Schiefergebirges. Sie liegen vorwiegend im Südosten Belgiens, aber auch auf luxemburgischem und französischem Staatsgebiet (Département Ardennes).

Die Ardennen sind ein ausgedehntes Waldgebirge, teils raues Bergland, teils - nach Westen und Norden - abgeflacht. Höchste Erhebung ist der Signal de Botrange in der Provinz Lüttich mit 694 m. Das Gebirgsplateau wird von Flusstälern durchzogen, die oft tief und schluchtartig eingeschnitten sind und an vielen Stellen kaum Platz für Bewirtschaftung oder Besiedlung bieten, sie sind deshalb nur dünn besiedelt.

Wirtschaftliche Ressourcen der Ardennen sind das reichlich vorkommende Wasser (Talsperren zur Trinkwasserspeicherung), sowie früher Steinbrüche, Erzabbau und große Steinkohlenlager. Die Montanindustrie ist seit 1960 immer mehr zurückgegangen, so dass seither der florierende Tourismus die treibende wirtschafliche Kraft wurde. Die Ardennen sind heute Bestandteil des grenzüberschreitenden Naturparks Eifel – Ardennen.

bei Karl May[Bearbeiten]

Ardennen
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Die Liebe des Ulanen

In Karl Mays Kolportageroman Die Liebe des Ulanen spielen wesentliche Teile der Handlung in den Ardennen. Hier wird 1814 zur Zeit der 100-Tage-Herrschaft von Napoleon Bonaparte eine französische Kriegskasse vergraben und Hugo von Königsau beim Versuch, sie wegzunehmen, schwer verletzt. Später will sein Sohn Gebhardt von Königsau sie bergen, wobei sein Begleiter Florian Rupprechtsberger von Henri Richemonte erschlagen und er selbst von dessen Onkel Albin Richemonte gefangen genommen wird.

Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 versucht Richard von Königsau, Gebharts Sohn, mit Hilfe seines Großvaters Hugo, die Kasse zu bergen, was schließlich gelingt. Albin Richemonte kommt dabei zu Tode.

Weblinks[Bearbeiten]