David Lindsay (Forscher)

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David Lindsay

David Lindsay (* 20. Juni 1856; † 17. Dezember 1922 in Adelaide) war ein australischer Forscher und Landvermesser, der mehrere Reisen durch das damals noch weitgehend unkartografierte Australien unternahm.

Leben

1873 wurde er als Landvermesser für die australische Regierung ausgebildet und machte sich 1879 selbstständig. 1883 erhielt er den ersten Auftrag und ein Jahr später durchquerte er Australien erstmals mit Kamelen. In den folgenden Jahren unternahm er immer neue Reisen – mal weitgehend allein (nur mit einem Aborigine als Begleiter), mal kostspielig ausgerüstete Gruppenreisen. Er berichtete 1886/87 von entdeckten Erzlagerstätten. Für seine Verdienste wurde er zum Mitglied der Royal Geographic Society in London ernannt.

Er wurde mit der Verkauf von Kamelen bei der Erschließung der Goldfelder reich, beteiligte sich an Bergwerksgesellschaften und gründete eine eigene Elektrizitätsfirma.

1897 ließ er sich in Adelaide nieder.

David Lindsay und Karl May

In seiner Skizze Freuden und Leiden eines Vielgelesenen setzt Karl May den historischen Lindsay mit seinem Sir David Lindsay gleich. Ein Besucher namens Kraft erwähnt seinen Namen:

"Lindsay?" fahre ich auf. "Kennen Sie den?"
"Will es meinen! Wissen Sie, wo er jetzt ist?"
"Nein, leider nein. Er ist nach Australien gegangen, um auf meinen Rat das Festland auf Kameelen zu durchqueren, hat diese schwierige Expedition, wie in allen größeren Zeitungen zu lesen war, zum glücklichen Ende gebracht und dabei nicht nur Gold-, sondern auch, was ich für noch besser halte, sehr ansehnliche Kohlenfelder entdeckt. Wo er sich gegenwärtig befindet, ist mir unbekannt."
"So haben Sie den richtigen Mann vor sich, es zu erfahren, denn ich bin während dieser Überlandreise bei ihm gewesen und auch später noch längere Zeit bei ihm geblieben. Als ich dann vor einigen Monaten mich auf nach Deutschland machte, trug er mir auf, Sie zu besuchen und Ihnen einen Brief von ihm zu übergeben." (Karl May, Freuden und Leiden eines Vielgelesenen.[1]

Anmerkungen

  1. In: Deutscher Hausschatz, Nr. 1, 23. Jg. (1896/97).

Literatur

Weblinks