Oskar Schneider

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Oskar Schneider (* 4. Dezember 1843 in Stolpen; † 30. Januar 1893 in Dresden-Friedrichstadt) war möglicherweise Karl Mays erster Verleger.

Er gründete 1866 in Stolpen eine "Sortiments- und Verlags-Buchhandlung", in die er 1867 den Stolpenschen Chroniken- und Historien-Kalender aufnahm, dessen Titel er um 1870/71 in Neuer deutscher Reichsbote änderte.

Möglicherweise fand Karl May durch Kolporteure Kontakt zu Schneider; seine frühesten bekannten Veröffentlichungen (Mini-Gedichte) erschienen in dem 1872 ausgelieferten Kalender für 1873. Zu der Zeit saß Karl May noch im Zuchthaus Waldheim.

Ende August 1872 verkaufte Oskar Schneider Kalender samt Verlag an Julius Heinrich Hanzsch und zog nach Glashütte um, wo er die "Glashütter Holzwaaren-Fabriken" übernahm. 1877 erlosch "Oskar Schneider's Verlag" in Glashütte.

Wohl noch im selben Jahr ließ sich Schneider in Dresden nieder und trat in "E. Schneider's Buchhandlung" ein, als deren Prokurist er 1893 starb.

Literatur

  • Peter Richter/Jürgen Wehnert (Hrsg.): Einleitung zu: Karl May. Ein wohlgemeintes Wort. Frühe Texte aus dem "Neuen deutschen Reichsboten" 1872–1886. Veröffentlichungen aus dem Karl-May-Archiv II. 1994.