Horst Friedrich

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Dr. Horst Friedrich

Dr. Horst Friedrich (* 12. September 1931 in Breslau) ist ein Wissenschaftshistoriker und -philosoph. Er lebt heute im bayrischen Wörthsee.

Allgemeines

Friedrich, der parallel zu seinen beruflichen Aktivitäten an der Technischen Universität München Wissenschaftsgeschichte studierte und auf diesem Gebiet 1974 bei Professor Dr. Joachim Otto Fleckenstein promovierte, hat sich mehr als vier Jahrzehnte lang intensiv mit zahlreichen Kontroversen – auf vielen Wissensgebieten von den Naturwissenschaften bis zur Vorgeschichte – zwischen nonkonformistischen Forschern und der etablierten Wissenschaft beschäftigt. Das Anliegen seiner zahlreichen Veröffentlichungen ist es, dahin zu wirken, dass wissenschaftliche Lehrmeinungen und Weltbilder – ihres grundsätzlich provisorischen und zeitbedingten Charakters halber – mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden. Er ist davon überzeugt, dass eine Institutionalisierung akademischer Meinungsvielfalt an unseren Universitäten überfällig ist und zu einer ungeahnten Wissensexplosion führen muss.

Friedrich gehört zu den Vorkämpfern und Protagonisten devianter Erd-, Menschheits- und Zivilisationsgeschichts-Forschung und gilt als unermüdlicher Streiter für eine grundlegende Erneuerung des Wissenschaftsbetriebs. U.a. ist er langjähriges Mitglied der US-amerikanischen MIDWESTERN EPIGRAPHIC SOCIETY, die ihm 2008 den Barry Fell Award verlieh, war in Deutschland maßgeblich am Aufbau der Zeitschrift EFODON Synesis beteiligt und unterstützt Projekte wie das offizielle Mitteilungsblatt der Giordano-Bruno-Gesellschaft und Atlantisforschung.de. Des weiteren ist er wissenschaftlicher Beirat der Nicolas-Benzin-Stiftung zur Förderung der Bildung auf den Gebieten der Kulturgeschichte des Judentums und der Geschichte der Medizin. Seine Publikationsliste umfasst – neben einer ganzen Reihe von Sachüchern zumeist populärwissenschaftlicher Natur – mehr als 200 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache zu den unterschiedlichsten Themen in zahlreichen internationalen Zeitschriften.

Veröffentlichungen zum Thema Karl May

Zu den zahlreichen Interessen- und Studiengebieten Friedrichs gehört nicht zuletzt auch die Karl-May-Forschung. Er ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und hat zahlreiche Beiträge in den Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft veröffentlicht. Dabei hat er sich schwerpunktmäßig mit den metaphysischen Aspekten in Karl Mays Werk befasst.

  • Nochmals Johannes Kochta. Eröffnete er Karl May den Zugang zur Mystik? In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft (M-KMG) Nr. 81/1989, S. 36–38. (Onlinefassung)
  • Zur Frage der archetypischen Dimension im Werk Karl Mays. In: M-KMG Nr. 84/1990, S. 29. (Onlinefassung)
  • Karl May und Ludwig II. von Bayern. In: M-KMG Nr. 87/1991, S. 3. (Onlinefassung)
  • Böse Geister in den Schluchten und Canons. In: M-KMG Nr. 88/1991, S. 52. (Onlinefassung)
  • Der Sihdi vom Wadi Draa: Karl May und der Maghreb. In: M-KMG Nr. 90/1991, S. 54. (Onlinefassung)
  • Dr. Franz Hartmann, "Theosoph und Mystiker". In: M-KMG Nr. 93/1992, S. 45. (Onlinefassung)
  • Das verborgene Doppelgesicht der Alchemie in Karl Mays "Ein Fürst des Schwindels". In: M-KMG Nr. 95/1993, S. 40. (Onlinefassung)
  • Karl Mays wahre Lebensmission. In: M-KMG Nr. 96/1993, S. 33. (Onlinefassung)
  • Die Mormonen bei Karl May und Sir Arthur Conan Doyle. In: M-KMG Nr. 97/1993, S. 53. (Onlinefassung)
  • Indianerstämme aus Ardistan? In: M-KMG Nr. 100/1994, S. 40. (Onlinefassung)
  • Marah Durimeh – eine nestorianische Schamanin? In: M-KMG Nr. 102/1994, S. 37. (Onlinefassung)
  • War der Autor von "Ardistan und Dschinnistan" ein Verehrer der Shakti? In: M-KMG Nr. 110/1996, S. 40–43. (Onlinefassung)
  • Karl May und das Droschkengleichnis. In: M-KMG Nr. 114/1997, S. 15. (Onlinefassung)
  • Zu "Nation" und "Nationalcharakter". In: M-KMG Nr. 114/1997, S. 30–33. (Onlinefassung)
  • Karl May in den Hamburger Auswanderer-Listen 1862/63, 1868/69, 1874/75 nicht aufzufinden. In: M-KMG Nr. 116/1998, S. 48 f. (Onlinefassung)
  • Ein Versuch über die Hochkultur Nordamerikas (Rezension). In: M-KMG Nr. 117/1998, S. 28–31. (Onlinefassung)
  • Nochmals zum Droschkengleichnis. In: M-KMG Nr. 118/1998, S. 69. (Onlinefassung)
  • Hatte Karl May Kenntnis vom versiegten altindischen "Paradies"-Strom Saraswati? In: M-KMG Nr. 126/2000, S. 2–4. (Onlinefassung)
  • Der Traum von Menschheits-"Rassen". Eine Erwiderung auf Jürgen Pinnow. In: M-KMG Nr. 131/2002, S. 51–55. (Onlinefassung)
  • Verschwörerjagd rund um die Erde. Organisierte Finsternis im Werk Karl Mays. In: M-KMG Nr. 133/2002, S. 31–36. (Onlinefassung)
  • Nochmals zu Krummschwert oder Halbmond: ... oder Venus-Sichel? In: M-KMG Nr. 139/2004, S. 27. (Onlinefassung)
  • Judentum und europäische Zivilisation. Zum jüdischen Kultureinfluß auf die abendländische Zivilisation im Sinne von Karl Mays Wiener Vortrag. In: M-KMG 142/2005, S. 58 f. (Onlinefassung)
  • Karl May zwischen Skylla und Charybdis. Die Mission des Schriftstellers und seiner Helden zwischen religiösem Fundamentalismus und Atheismus. In: M-KMG 159/2009, S. 15–23.

Weblinks