Central-Apotheke

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Der Thomaskirchhof. Die Central-Apotheke ist ganz links im Bild.
Thomaskirchhof 12, 2007

Das Gebäude der ehemaligen Central-Apotheke am Thomaskirchhof 12 in Leipzig beherbergte bereits seit 1836 eine Apotheke.

Geschichte der Apotheke[Bearbeiten]

Willmar Schwabe

Am 12. Juni 1836 gründet Adolph Täschner zusammen mit zwei weiteren in Leipzig existierenden Apotheken (Salomo- und Löwen-Apotheke) die "Homöopathischen Central-Officin" als Dispensieranstalt am Thomaskirchhof.

In dieser "Homöopathischen Dispensieranstalt der vereinigten Apotheken Leipzigs" war Albert Theodor Marggraf von 1851 bis Anfang 1863 als Administrator tätig. Am 1. Juni 1963 übernahm Dr. Willmar Schwabe die Position des Administrators in der "Homöopathischen Central-Apotheke Täschner & Co." bis zu seinem Ausscheiden Ende 1865.

Zum 1. März 1878 wurde diese Apotheke von Schwabe gekauft und unter der Bezeichnung "Homöopathischen Central-Apotheke Täschner & Co." weitergeführt.

Auf Initiative des Sächsischen Apothekerverbandes eröffnete in dem Gebäude am 17. Juli 1999 das Sächsische Apothekenmuseum.

Karl May und die Centralapotheke[Bearbeiten]

Während Karl Mays Aufenthalt in Leipzig 1865 lernte er die Apotheke möglicherweise kennen.

Schwabes homöopathische "Reiseapotheke" wird von May in Durch die Wüste erwähnt: Kara Ben Nemsi war "in Kairo eine alte, noch halbgefüllte homoöpathische Apotheke von Willmar Schwabe in die Hand gekommen."

Heute stellt das Sächsische Apothekenmuseum in dem Gebäude Zeugnisse der Geschichte der Apotheken und der Pharmazie Sachsens aus. Auf einer besonderen Schautafel ist dort die Beziehung Karl Mays zur Homöopathie dargestellt.

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Sekundärliteratur wurde das Gebäude der Central-Apotheke stets für den Ort des Leipziger Pelzdiebstahls (Thomaskirchhof 12, 3 Treppen) gehalten. Das ist inzwischen widerlegt[1], denn diese Adresse lag im sog. "Sack". Das Haus der Apotheke hatte damals die Adresse "Thomaskirchhof 6".

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Florstedt: Neues vom Thomaskirchhof, S. 61–65.

Literatur[Bearbeiten]