Trivialliteratur

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Trivialliteratur kommt von lat. trivialis, geht auf trivium (Drei-Wege-Gabel) zurück, und meinte das, was auf der Straße verhandelt wird. Später bezog es sich auf das Propädeutikum der artes liberales und bedeutete "das allgemein Bekannte, Gewöhnliche". Ein neutralerer Begriff für Trivialliteratur ist Paraliteratur.

Begriff[Bearbeiten]

Trivialliteratur ist eine Form literarischer Unterhaltung. Mit dem Begriff wird seit den 1920er Jahren der Bereich der populären, minderwertigen Massenliteratur bezeichnet. In einer Grobgliederung der Literatur in die drei Felder Hochliteratur, Unterhaltungsliteratur und Trivialliteratur wird letztere als die mit dem geringsten literarischen Anspruch angesehen. Allerdings sind die Übergänge zwischen diesen Feldern, je nach Betrachtung, fließend.

Die Trivialliteratur widmet sich in realitätsfremder und klischeehafter Weise Themen wie Liebe, Tod, Abenteuer, Verbrechen, Krieg... In Sprache, Verständlichkeit und Emotionalität ist sie so strukturiert, dass sie den Erwartungen eines großen Massenpublikums gerecht wird.

Eine der bekanntesten Verbreitungsarten der Trivialliteratur sind die so genannten Groschenromane.

Ihre Klischeehaftigkeit erlaubt es, Trivialliteratur in gewisse Grundmodelle einzugliedern, wobei nicht jedes einer dieser Formen zugeordnete Literaturstück notwendigerweise Trivialliteratur sein muss.

Vertreter[Bearbeiten]

Oft genannte "klassische" Vertreter sind:

siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Klein: Die Krise des Unterhaltungsromans im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Geschichte der ästhetisch gerinwgertigen Literatur, 1969
  • Rudolf Schenda: Volk ohne Buch. Studien zur Sozialgeschichte der populäeren lesestoffe 1770-1910, 1970
  • Peter Nusser: Romane für die Unterschicht. Groschenhefte und ihre Leser, Stuttgart 1973
  • Hainer Plaul: Illustrierte Geschichte der Trivialliteratur, Leipzig 1983
  • Peter Nusser: Trivialliteratur, Stuttgart 1991