Max Finke

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Max Finke, 2. v. r.
Max Finke (r.) zusammen mit Ludwig Gurlitt und Euchar Albrecht Schmid

Max Finke (* 8. Juli 1888 in Groß-Lichterfelde bei Berlin; † 4. Januar 1924 in Berlin-Köpenick) war einer der ersten Karl-May-Forscher überhaupt und zeitweise Herausgeber der Karl-May-Jahrbücher.

Er promovierte 1911 mit einer philosophischen Doktorarbeit bei dem Nobelpreisträger Rudolf Eucken. Seit 1914, mit einer längeren Unterbrechung durch den Kriegsdienst, war Finke als Lehrer für Mathematik, Physik und Chemie in Köpenick tätig.

Finkes Arbeit als May-Forscher begann 1920 mit der Herausgabe von Texten aus Karl Mays literarischem Nachlaß. Wenn diese Edition auch heutigen Maßstäben nicht mehr genügt, weil Finke nur einen geringen Teil der Nachlasstexte veröffentlichen wollte, durfte oder konnte und weil er manche Texte bearbeitete, so ist ihm doch zumindest dafür zu danken, dass er Texte von Karl May zugänglich machte, die in einigen Fällen selbst heute noch nicht wieder veröffentlicht wurden. Finkes bedeutendste Arbeit ist der im Karl-May-Jahrbuch 1925 posthum veröffentlichte Aufsatz Karl May und die Musik, lange Zeit die einzige verlässliche Arbeit über dies Thema.

Als Max Finke überraschend im Alter von 35 Jahren starb, verlor die frühe May-Forschung einen ihrer wichtigsten Vertreter.

Aufsätze in den Karl-May-Jahrbüchern

1. Vorarbeiten zu »Babel und Bibel«
2. Der sechste Kunstbrief
3. »Kennst du die Nacht ...« 
4. Fragmente (»Ahasver«, »Ich suche«, »Erlöst«)
5. »Kyros«-Fragment
6. »Sizze zu "Babel und Bibel"« 
7. Mappen: Scheitana - Weib - Wüste
8. Der Zauberteppich
9. Einleitung zu den »Erzgebirgischen Dorfgeschichten« 
10. Gedicht »Weihnachtsabend« 

Literatur