Hotel Hauffe

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Hotel Hauffe am Roßplatz
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Das Hotel Hauffe wurde 1869 am Roßplatz in Leipzig an der Ecke zur Roßstraße erbaut; seine Adresse lautete Roßstraße 15. Heute entspricht die Stelle etwa dem Durchgang durch die Ringbebauung zur Auguste-Schmidt-Straße. Das Gebäude wurde 1943 durch Bomben zerstört und die Stelle in den frühen 1950er Jahren überbaut.

Hotel Hauffe

Hotelrestaurant

Das Gebäude hatte vier Stockwerke mit 19 Fensterachsen zur Roßstraße und fünf zum Roßplatz. Zwölf Achsen zur Roßstraße besaßen noch ein Souterrain, und das Dachgeschoss war vollständig für Personalunterkünfte ausgebaut. Das Hotel besaß über 100 Zimmer, Salons und Veranstaltungsräume sowie Restaurants.

In einer Werbeschrift um 1900 heißt es:

Seine Einrichtungen stehen ganz auf der Höhe der Zeit und gewähren der hier verkehrenden Fremdenwelt den erdenklichsten Komfort. ... Nicht zum wenigsten wird es dabei zum Besuch höchster Kreise erkoren. ... Durch alle Räume dieses in seiner Bewirtschaftung mustergültig angelegten Hotels geht der Zug des eleganten gemeinsam mit dem des praktischen; er findet seinen Ausdruck ebenso in den großen Salons der verschiedenen Geschosse, wie in der Reihe der Einzelräume und erstreckt sich bis auf die geradezu bestechenden Baderäume, über welche das Hotel verfügt.[1]

Karl May im Hotel Hauffe

Am 19. August 1902 trafen Karl und Emma May samt Klara Plöhn in Leipzig ein. Sie wohnten bis zum 21. August in drei nebeneinanderliegenden Zimmern im Hotel Hauffe, wobei Klara zwischen Emma und Karl einquartiert war. Klaras Mutter, Wilhelmine Beibler, wurde von ihr gerufen, um zwischen den zerstrittenen Eheleuten zu vermitteln und wohnte ebenfalls im Hotel.[2] Ihre Bemühungen bleiben allerdings erfolglos. Nach einer späteren Aussage Emmas brachen May und Klara in Leipzig die Ehe.[3]

Sonstiges

William C. Fargo, der Neffe des American Express-Mitinhabers William Fargo, löste am 5. August 1891 den ersten Reisescheck (mit Gegenzeichnung, einem neu patentiertem Verfahren) in Höhe von 50 Dollar im Hotel Hauffe in Leipzig ein.[4]

Anmerkungen

  1. Stadtgeschichtliches Museum Leipzig Inv. Nr. S 645/2002/18.
  2. Karl-May-Chronik III, S. 90 f.
  3. Karl-May-Chronik III, S. 91 f.
  4. Patrick Robertson: Was war wann das erste Mal?, 1977, S. 192.

Literatur

Weblinks