Hans Heinrich Sochaczewski

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Hans Heinrich Sochaczewski (* 21. Februar 1861 in Breslau; † vor dem 23. September 1922 vermutlich in Maria Enzersdorf)[1] war ein Redakteur und Schriftsteller. Er verwendete u. a. die Pseudonyme H. H. Schefsky und Victor von Falk.

Leben

Mitteilung über die Beisetzung Sochaczewskis in: Wienerwald-Bote vom 7. Oktober 1922.

Sochaczewski entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Breslau. In Berlin gründete er gemeinsam mit Ernst Friedrichs einen Zeitschriftenverlag mit Druckerei unter dem Namen Friedrichs & Co. Ab 1891 war er alleiniger Inhaber des Unternehmens. 1893 gründete er eine Reihe Jugend- und Volksbibliothek, im Folgejahr verkaufte er die Firma an den Kolportageverleger August Weichert. Zudem hatte Sochaczewski begonnen, Kolportageromane zu verfassen. Sein bekanntestes Werk wurde Der Scharfrichter von Berlin.

1898 verließ der Schriftsteller Deutschland und lebte in Wien, wo er unter dem Namen Harry S(c)heff weiter Kolportageromane schrieb. Er soll auch an Robert Krafts Roman Detektiv Nobody's Erlebnisse und Reiseabenteuer mitgearbeitet und mehrere Episoden beigesteuert haben.

Sochaczewski verstarb 1922 und wurde in Maria Enzersdorf in Niederösterreich beigesetzt.

Der Schwimmer Dr. Otto Scheff, Bronze-Gewinner über 400 Meter bei den Olympischen Sommerspielen in London 1908 sowie ÖVP-Nationalratsabgeordneter von 1945 bis 1953, und der Schrifsteller Werner Scheff sind zwei Söhne Hans Heinrich Sochaczewskis.

Werke (Auswahl)

  • Der Scharfrichter von Berlin, 1889
  • Die Todtenfelder von Sibiren, 1890/91
  • Ferdinand Lasalle, der Held des Volkes, 1892/93

Literatur

  • Norbert Scholz: Bibliografische Erläuterungen, In: Thadewalds Spaziergänge durch die Vernistik. Band 3. Jules Verne im Groschenformat. Heftromane des 19. Jahrhunderts. Drei Erzählungen frei nach Jules Verne. Verlag Edition Dornbrunnen Berlin 2015.

Anmerkungen

  1. Mitteilung über den kürzlich Verstorbenen im Sport-Tagblatt vom 23. September 1922.