Riva

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Riva ist eine Stadt in (Italien) am Gardasee.

Allgemeines

Riva, 1904

Riva gehörte früher zu Österreich-Ungarn und wurde damals auch Reiff am Gartsee genannt. Noch im Ersten Weltkrieg war Riva eine Festung und wurde von der italienischen Artillerie beschossen, wodurch erhebliche Schäden angerichtet wurden. Nach dem Krieg wurde der Ort im Vertrag von St. Germain an Italien abgetreten.

"Riva, Stadt in Südtirol, in reizender Lage am Nordwestende des Gardasees, am Ostfuße der steil aufragenden Rocchetta (1527 m), an der Lokalbahn Mori-Arco-R., Ausgangspunkt der Dampferlinien R.-Peschiera und R.-Desenzano, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat einen schönen Hafen- und einen Hauptplatz, eine Pfarrkirche, eine Kirche Santa Croce (beide mit guten Gemälden), eine Minoritenkirche von 1603, ein ehemaliges Kastell (La Rocca, jetzt Kaserne), eine Schloßruine (Bastione, westlich auf hohem Felsen), ein Rathaus (1471), ein Theater, Weinbau, Ölgewinnung, Seidenraupenzucht, Fischerei, Steinbrüche, Mühlen, Teigwaren-, Kunsteis-, Papier-, Leder- und Tonwarenfabrikation, regen Handel, Schiffahrt, Elektrizitätswerk, Seebadeanstalt und (1900) 4285 (als Gemeinde 7550) meist ital. Einwohner. R. wird wegen seiner schönen Lage und seines günstigen Klimas (auch als Kurort) viel besucht (1902: 4544 Kurgäste)."[1]

Karl May in Riva

Mays Hotel "Sole"

Karl May war im Herbst 1902 in Riva.

Am 13. Oktober fuhr er mit der Bahn von Bozen nach Riva. Er mietete sich unter dem Namen Dr. Richard Sonnenschein im Grand Hotel Sole ein. Am 14. Oktober schrieb er um 4 Uhr nachmittags auf der Veranda am See folgende Zeilen:

So kommen wir, wie uns der Herrgott sendet,
Bewegt bei Tag, nie ruhend in der Nacht.
Es bleibt der Anfang ewig unvollendet.

Am Folgetag verfasst Karl May vor der Konditorei in Riva folgende Strophe:

Du bist der Erde ruheloser Gast,
So lange du ihr Lächeln nötig hast.
Erst dann, wenn es den Wert für dich verlor,
Hebt sich dein Weg zur Heimat hoch empor.

Am 17. Oktober entstehen die Verse:

Ich steig zu dir im Sonnenstrahl,
Um dir mein dankend Herz zu bringen.
Befreit von ihrer Erdenqual,
Regt meine Seele ihre Schwingen.

Am 15. Dezember nahm May Abschied von Riva und war am 21. Dezember wieder in Radebeul.

Anmerkungen

  1. Eintrag in Meyers Großem Konversations-Lexikon 1905.

Literatur

Weblinks