Pestalozzi-Verlag

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Der Fürther Pestalozzi-Verlag geht zurück auf die Bilderbücherfabrik Löwensohn.

Die Bilderbücherfabrik wurde am 1. Oktober 1856 von Gerson Löwensohn (1817-1871) in Fürth gegründet. Er produzierte von 1882 bis 1937 hauptsächlich Bilderbogen, Mal- und Bilderbücher. Nach Übernahme der Geschäfte bauten seine Söhne den Verlag weiter aus; 1894 umfasste das Verlagsprogramm über 700 Titel in bis zu zehn Sprachen.

1937 mußte der Betrieb an die Kunstanstalten May (KAMAG) in Dresden verkauft werden. Die Firma wurde in eine GmbH umgewandelt und trat nun unter dem Namen Pestalozzi-Verlag auf. In den 1950er und 60er Jahren entwickelte er sich zu einem der führenden Kinderbuchverlage und war Marktführer im Bereich von Pappbilderbüchern. Im Januar 1972 wurde die Produktion nach Erlangen verlagert. Nach der Umsiedelung übernahm das Unternehmen den Scholz-Mainz-Verlag (1972), den Stuttgarter Boje-Verlag (1983) und den Kinderbuchbereich von Mulder BV (1988). Nach Umsatzeinbrüchen erwarb die dänische Egmont-Medienholding 1998 den Pestalozzi-Verlag und führte ihn ein Jahr lang als "Egmont-P." weiter. Ab 1999 gehörte er zum Egmont-Franz-Schneider-Verlag in München, der heute aufgegangen ist in der VEMAG Verlags- und Medien AG, Köln.

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