Chinarinde

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Aus Chinarinde (auch Cinchonae cortex oder Fieberrinde genannt) wurden bitter schmeckende Präparate hergestellt, die gegen Fieber wirkten. Der Name stammt wahrscheinlich vom Quechua-Wort "kina-kina", "Rinde der Rinden".

Alexander von Humboldt nennt 1860 in seinen "Ansichten der Natur" neben Quina als Bezeichnung für Chinarinde auch Cascarilla fina de Loxa und erwähnt die besondere Qualität der aus dem Städtchen Loxa (Loja [Ecuador]) stammenden Rinde der von ihm Cinchona Condaminea genannten Baumart. Das aus der Rinde des Baumes gewonnene Chinin hatte bis nach dem zweiten Weltkrieg als Medikament gegen Malaria und Fieber große wirtschaftliche und medizinische Bedeutung.

bei Karl May

Cascarillero heißt Rindensammler. Diese Leute gehen in die Urwälder, um die China- oder Fieberrinde zu gewinnen. Das ist mit großen Schwierigkeiten verbunden und kann nur von kräftigen, erfahrenen und kühnen Menschen betrieben werden. Man fällt die Bäume dicht an der Wurzel, zieht die Rinde in Streifen ab und trocknet sie entweder an der Sonne oder über einem Feuer. In Gegenden, wo man künstliche Chinabaumpflanzungen angelegt hat, werden die Bäume nicht gefällt, sondern nur sorgfältig abgerindet, was selbstverständlich ein viel vernünftigeres Verfahren ist.[1]

Anmerkungen

  1. Karl May: Christ ist erstanden! In: Karl Mays Werke, S. 63014 f. (vgl. KMW-IV.27-244, S. 0).

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