Bastonade

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Bastonade
Bastonade, um 1920

Unter Bastonade (franz. bastonnade, ital. bastonata – schlagen, prügeln bzw. baston/baston – der Schlagstock) versteht man eine uralte Prügelstrafe, insbesondere in nahöstlichen und fernöstlichen Ländern. Im Arabischen ist auch der Begriff Falaka bekannt.

Geschlagen wird, meist mit einer Rute oder einem Stock, auf die nackten Fußsohlen des Opfers, dessen Füße an einen Balken geschnürt und mit ihm emporgehoben werden. Im japanischen Reich wurde der Rücken des nackt auf eine Bank gebundenen Opfers geschlagen.

In der Bibel wird im Alten Testament (Deuteronomium 25:2,3) eine maximale Anzahl von 40 Schlägen genannt. Im persischen Reich galten vor der Revolution von 1905 etwa fünfzig Stockschläge auf die Fußsohlen als eine vergleichsweise milde, tausend als eine grausame Bestrafung.

bei Karl May

In Karl Mays Orient-Erzählungen spielt die Bastonade immer wieder eine Rolle, oft als Droh- und Druckmittel beim "Verhör" von Spitzbuben. Nicht immer wird sie auch tatsächlich ausgeführt. In seiner Trilogie Im Lande des Mahdi beschreibt May auch mehrfach die Anwendung der Bastonade mit 500 Schlägen.

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