Marco Kühne

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Marco Kühne (* 10. Juli 1976) ist ein deutscher Stuntman, Schauspieler, Regisseur und Theaterautor. Er ist Geschäftsführer, Intendant und künstlerischer Leiter des Elspe Festivals.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Marco Kühne ist ein Sohn von Brigitte Bludau und Stiefsohn des langjährigen Elsper Geschäftsführers, Autors und Regisseurs Jochen Bludau. Er wuchs unmittelbar im Umfeld der Naturbühne und der Karl-May-Festspiele in Elspe auf.

Bereits als Kind wirkte Kühne als Statist bei den Karl-May-Festspielen mit. Später wurde er Darsteller, Reiter und Stuntman. Besondere Bekanntheit innerhalb des Elsper Ensembles erlangte er durch aufwendige Feuer-, Reit- und Sprungstunts. Zu seinen spektakulärsten Auftritten gehörte ein brennender Sturz aus rund zwölf Metern Höhe über den Wasserfall der Naturbühne.[3]

Neben seinen Auftritten in den Karl-May-Inszenierungen gehörte Kühne über viele Jahre zu den prägenden Darstellern der Stuntshows im Rahmenprogramm. Außerdem wirkte er an zahlreichen Winterproduktionen und Dinnershows in der Festivalhalle mit. Im Laufe der Jahre übernahm er zunehmend Aufgaben als Autor, Regisseur, Produzent und Showentwickler.

Marco Kühne und Karl May[Bearbeiten]

Darsteller und Stuntman[Bearbeiten]

Marco Kühne stand bereits im Alter von zwei Jahren erstmals gemeinsam mit seinen Eltern auf der Naturbühne. Seitdem war er in zahlreichen Inszenierungen als Statist, Stuntman und Schauspieler beteiligt.

Zu seinen Rollen bei den Karl-May-Festspielen in Elspe gehören:

Regisseur und künstlerischer Leiter[Bearbeiten]

Nach dem Tod Jochen Bludaus im März 2023 übernahm Marco Kühne die künstlerische Leitung der Karl-May-Festspiele. Bereits in der Saison 2023 führte er bei Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado erstmals allein Regie.[4]

Unter seiner Regie entstanden beziehungsweise wurden neu inszeniert:

Kühne verbindet die traditionelle Spielweise der Elsper Karl-May-Festspiele mit einer stärker filmisch geprägten Inszenierung. Kennzeichnend sind große Actionbilder, Reiterei, Pyrotechnik und Stunts sowie eine stärkere dramaturgische und emotionale Ausarbeitung der Figuren.

Für die Saison 2024 überarbeitete er Winnetou und das Halbblut und ergänzte das Stück um neue Figuren, Szenen und Handlungselemente. Damit setzte er erstmals deutlich eine eigene dramaturgische Handschrift innerhalb der von Jochen Bludau geschaffenen Elsper Bühnenfassungen.

Auch für die Saison 2026 bearbeitete Kühne das Textbuch von Winnetou I – Häuptling der Apachen umfassend neu. Neben einem vollständig veränderten Bühnenbild entstanden neue Szenen, vertiefte Figurenzeichnungen und eine neue dramaturgische Struktur.[5]

Geschäftsführung[Bearbeiten]

Im April 2026 wurde Marco Kühne neben Philipp Aßhoff zum Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH berufen. Innerhalb der Geschäftsführung verantwortet Kühne insbesondere die künstlerische Ausrichtung, die Entwicklung der Inszenierungen, das Casting und den Bereich Marketing. Gemeinsam mit Aßhoff ist er für die strategische Weiterentwicklung des Festivalbetriebs verantwortlich.[6]

In seiner Funktion als Geschäftsführer, Intendant und künstlerischer Leiter verantwortet Kühne neben den Karl-May-Festspielen auch die Entwicklung weiterer Showproduktionen, darunter das sommerliche Rahmenprogramm und die Dinnershows des Elspe Festivals.

Inszenierungsstil[Bearbeiten]

Kühnes Inszenierungsstil orientiert sich am klassischen Abenteuer- und Westernkino. Sein Ziel ist es, die Handlung auf der rund 100 Meter breiten Naturbühne mit großen Bildern, Pferden, Stunts, Feuer- und Explosionseffekten sowie emotional ausgearbeiteten Figuren zu erzählen.

Dabei werden die traditionellen Elsper Bühnenfassungen nicht vollständig aufgegeben, sondern dramaturgisch weiterentwickelt und für ein heutiges Publikum neu interpretiert. Kühne selbst bezeichnet diese Form des Actiontheaters mit dem für Elspe geprägten Leitgedanken „Großes Kino – live erleben“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gaby Ostmeyer: Ein Nachwuchstalent der Karl-May-Festspiele Elspe: Marco Kühne. In: Karl-May-Rundbrief, Nr. 50, 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Impressum der Elspe Festival GmbH, abgerufen am 9. September 2026.
  2. Die Rückkehr des Königs – Elspe hebt ab. In: WOLL-Magazin, 17. April 2026.
  3. Stuntman brennt für seinen Beruf beim Elspe-Festival. In: Westfalenpost, 4. August 2017.
  4. Einen Tag mal wieder glücklich sein!. In: WOLL-Magazin, 18. Juni 2023.
  5. Winnetou I – Das Elspe-Upgrade. In: KARL MAY & Co., 24. Juni 2026.
  6. Impressum der Elspe Festival GmbH, abgerufen am 9. September 2026.