Der Fluch des Jeremias

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Das Gemälde wird 1923 in einer Phase starken künstlerischen Aufschwungs und der Beschäftigung des Künstlers mit altmeisterlichen Techniken in einer Folge von mythologischen und biblischen Szenen für die befreundete Familie Richard und Lucia Lieberknecht geschaffen. Vom Juli bis September 1926 war es auf einer Internationalen Kunstausstellung in Dresden zu sehen und wurde dort mit dem Titel „Der Fluch des Jeremias“ im Ausstellungskatalog geführt. Es gilt als eines der letzten Werke Schneiders, der bereits im September 1927 verstarb. Familie Lieberknecht schenkte das Gemälde nach 1945 der Kirchgemeinde Dresden Loschwitz, wo das Gemälde nicht ausgestellt werden konnte. Das Bild war im Jahr 1989 erstmalig nach dem Krieg in einer Ausstellung im Museum der Stadt Freital zu sehen. Diese ausstellung widmete sich der Künstlerfreundschaft zwischen Karl Max und Sascha Schneider. Das Gemälde stellt die im Buch Jeremias Kap. 39 der Bibel beschriebene Szene dar. Man sieht Jeremias, dessen Hand von einem Engel in rotem Gewand geführt wird, herabschauen auf die brennende Stadt Jerusalem, die vom Heer Nebukadnezars, des Königs von Babylon belagert wird. Zedekia, der König von Juda, flieht mit einigen Kriegern bei Nacht aus Jerusalem. Die Fliehenden werden von den Babyloniern gefangen genommen und hart bestraft. Jeremias hatte zuvor im Auftrag Gottes mehrfach von einem Aufstand gegen Babylon gewarnt. Angesichts der Entstehungszeit ist es als Antikriegsbild des pazifitishen Künstlers zu werten.