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	<title>Wilhelm Carstanjen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-17T01:48:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Wilhelm_Carstanjen&amp;diff=184492&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin am 2. Februar 2019 um 11:03 Uhr</title>
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		<updated>2019-02-02T11:03:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Otto Ernst Arthur Carstanjen''' (*[[25. Juli]] [[1867]] in Berlin) war [[Rechtsanwalt]] in [[Hohenstein-Ernstthal]]. Seine Kanzlei war in der Moltkestraße 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wilhelm Carstanjen und Karl May ==&lt;br /&gt;
Nach dem Artikel ''[[Hinter die Kulissen]]'' in [[Rudolf Lebius]]' Zeitschrift ''[[Der Bund]]'' wurde am [[7. Juni]] [[1910]] gegen Lebius' Informant [[Richard Krügel]] von Rechtsanwalt [[Max Hermann Haubold]] in [[Karl May]]s Namen beim [[Gericht|Amtsgericht]] Hohenstein-Ernstthal eine [[Klage|Privatklage]] eingereicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 168 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[8. Juni|Einen Tag später]] erhielt Krügel diese Klage zugestellt. In seiner Aussage vom [[17. August]] heißt es dazu:&lt;br /&gt;
:''Hiervon habe ich Herrn Lebius benachrichtigt und angefragt, was ich tun solle. Herr Lebius schrieb, wir seien im Rechte, ich solle die zwei Schriftstücke, die er mir mitschickte, unterschreiben, bei Gericht einreichen, und im Uebrigen mich an Herrn Rechtsanwalt Carstanjen in Hohenstein-Ernstthal wenden. Das habe ich getan.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[3. August]] erteilte Richard Krügel Wilhelm Carstanjen die [[Vollmacht]] in Sachen May ./. Krügel. Die Anwaltskosten übernahm Rudolf Lebius.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 240.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[4. August|Tags darauf]] schrieb Karl May einen Brief an seine Schwester [[Wilhelmine Schöne]]:&lt;br /&gt;
:''Bitte, sucht heimlich zu erfahren, ob Lebius jetzt wieder bei Krügel war oder ob Krügel in [[Berlin]] bei Lebius gewesen ist. Auch möchte ich gern wissen, welchen Advokaten Krügel bei der [[Verhandlung]] haben wird. Vielleicht weiß es [[Hermann Richard Albani|Albani]]''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krügels Advokat Carstanjen beantragte am [[5. August]] beim Amtsgericht die Ladung der [[Zeuge]]n [[Wilhelm Friedrich Koch]], [[Wilhelm Eduard Beyer]] und [[Ernst Otto Köhler]]. Sie sollen bekunden,&lt;br /&gt;
:''dass der verstorbene [[Louis Krügel|Krügel]] die Mitteilungen, die er dem Angeklagten gemacht hat und die den Gegenstand der Privatklage bilden, einer unbegrenzt grossen Menge von anderen Personen gleichfalls wiedergegeben hat''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlung dieser Privatklagesache war auf Dienstag, den [[9. August]], festgesetzt. Karl May war bereits am [[8. August|Tag zuvor]] in Begleitung seiner Frau [[Klara May]] und seines Berliner Anwalts [[Siegfried Puppe]] in Hohenstein-Ernstthal und traf Verwandte und Bekannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 247 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Brief vom [[24. Januar]] [[1954]] an den [[Karl-May-Verlag]] [[Radebeul]] schrieb [[Walter Schumann]], der 1910 bei Wilhelm Carstanjen gelernt hatte:&lt;br /&gt;
:''Die Verhandlung war für Dienstag angesetzt. Ich weiß noch genau, wie da am Montag alles zusammengetragen wurde, um Ungünstiges über Karl May im [[Prozess|Prozeß]] vorzutragen, soweit es seine Vergangenheit betraf. An ältere Leute mußte ich Schreiben austragen, damit sie als Zeuge auftraten und zum Termin kämen, um über Karl May und seine Untaten auszusagen. Eine gerichtliche Ladung konnte nicht mehr erfolgen, weil die Zeit bis zum Termin zu kurz war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 248 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am gleichen Montag traf Richard Krügel Rudolf Lebius in Hohenstein-Ernstthal der ihn überreden wollte, vor Gericht eine Falschaussage zu machen. Nachdem dieser sich aber geweigert hatte, gingen beide in das Büro des Anwalts und verhandelten mit Wilhelm Carstanjen weiter, allerdings ebenso erfolglos.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 249 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gerichtsverhandlung am 9. August sagte Krügel wahrheitsgemäß aus und nahm seine [[Beleidigung|beleidigenden]] Behauptungen, die im Artikel ''Hinter die Kulissen'' veröffentlicht worden, mit Bedauern zurück. Daraufhin zog Karl May, der mit den Anwälten Haubold und Puppe erschienen war, seine Privatklage zurück. Die Parteien einigten sich also auf einen [[Vergleich]], die Verfahrenskosten trug der Angeklagte, die gerichtlichen Kosten wurden gegeneinander aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 252-259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mays weiterem Aufenthalt in Hohenstein-Ernstthal ist in einem Brief Wilhelm Carstanjens an Klara May vom [[25. August]] die Rede:&lt;br /&gt;
:''Sie hatten selbst die Gnade mir gegenüber am [[10. August|Tage nach der Verhandlung]] zu sagen, daß Sie persönlich sowie Ihr verehrter Herr Gemahl durch mein Verhalten im Gerichtssaal nicht verletzt worden seien, wie ich ja auch thatsächlich darauf hingewirkt habe, daß der zu Grunde liegende Proceßstoff ausschließlich in den rein zur Sache gehörigen Grenzen vorgetragen und verhandelt wurde.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am [[20. August]] hatte Karl May Wilhelm Carstanjen ein Exemplar der [[Sascha-Schneider-Mappe]] ''Herrn Rechtsanwalt W. Carstanjen in herzlicher Hochachtung'' gewidmet,&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz: ''Lokalpresse'', S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Klara May verschiedene Drucksachen, Ansichtskarten und einen Begleitbrief samt Einladung in die Radebeuler [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;|Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot;]] beigelegt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oben genannten Brief vom 25. August dankte Carstanjen dafür und fügte an:&lt;br /&gt;
:''Ich werde dieser Erlaubnis so bald, als es mir nur möglich sein wird und mit der größten Freude nachkommen, drängt mich doch der Wunsch sehr, Ihrem verehrten Herrn Gemahl persönlich wieder die Hand schütteln zu dürfen, nachdem ich schon seit vielen Jahren sein stiller Verehrer gewesen war.'' [...] ''Diese Preßprozesse müssen meiner Ansicht nach bald gänzlich aufhören. Ich sinne darüber nach, wie das wohl am besten zu bewerkstelligen ist. Ihr Herr Gemahl &amp;lt;u&amp;gt;muß&amp;lt;/u&amp;gt; Ruhe bekommen um jeden Preis''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Wilhelm Carstanjen die Mays tatsächlich besuchte, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Steinmetz]] (Hrsg.): ''Karl May in der Hohenstein-Ernstthaler Lokalpresse 1899 – 1912. Eine Dokumentation''. Mit einem Beitrag von [[Hartmut Schmidt]]. [[Karl-May-Haus (Museum)|Karl-May-Haus]] Hohenstein-Ernstthal [[2001]].&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/Hans-Dieter Steinmetz: ''[[Karl-May-Chronik]] V''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken|Sonderband zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–Radebeul [[2006]]. ISBN 978-3-7802-0170-6&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Seul]]: ''[[Old Shatterhand vor Gericht]].'' Sonderband zu den Gesammelten Werken. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul [[2009]].&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Carstanjen, Wilhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht und Gesetz|Carstanjen, Wilhelm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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