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	<title>Richard Mandl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-10-24T09:46:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Richard_Mandl&amp;diff=186116&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin am 2. Oktober 2019 um 07:40 Uhr</title>
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		<updated>2019-10-02T07:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Mandl.jpg|thumb|Richard Mandl]]&lt;br /&gt;
'''Richard Mandl''' (* [[9. Mai]] [[1859]] in Proßnitz/Mähren [heute: Prostějov]; † [[31. März]] [[1918]] in [[Wien]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreichischer]] Komponist [[Judentum|jüdischen Glaubens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Mandl war am Conservatoire de [[Paris]] Schüler von Léo Delibes. Er trat vor allem als Liedkomponist hervor. So vertonte er z.&amp;amp;nbsp;B. Theodor Storms plattdeutsches Gedicht ''Gode Nacht'' und [[Arthur Schnitzler]]s ''Anfang vom Ende''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin komponierte er Chorwerke, ein Klavierquintett, eine ''Ouvertüre zu einem gaskognischen Ritterspiel für großes Orchester'' und die einaktige komische Oper ''Rencontre Imprévue''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Mandl war verheiratet mit der Musikerin Camilla geb. Barda (* [[1872]]; † [[1922]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richard Mandl und Karl May ==&lt;br /&gt;
Am [[19. Januar]] [[1912]] wendete sich Richard Mandl brieflich an Karl May und bat den ''einzigartigen und unvergleichlichen Kenner indianischer Verhältnisse'' um die Autorisation einer geplanten ''Winnetou''-Sinfonie.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 544.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May muss recht bald darauf geantwortet und Mandl nach [[Radebeul]] eingeladen haben, denn bereits am [[22. Januar]] dankte ihm der Komponist in einem Brief dafür. Weiterhin schrieb er, dass die Reiseerzählung ''[[Winnetou IV (GR33)|Winnetou IV]]'' ihn auf den Gedanken der Sinfonie gebracht habe, in der das Streben des ''Edelwilden'' nach Vollendung dargestellt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 545.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl May sandte offenbar am gleichen Tag ein Widmungsexemplar von ''Winnetou IV'' an Richard Mandl, wofür dieser sich am [[23. Januar]] bedankte und ergänzte, dass seine Sinfonie ein ''tönendes Winnetou-Monument'' werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 546.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[13. Februar]] nahm Mandl Karl Mays Einladung an und schrieb ihm in einem Brief, dass er ihn ab [[21. Februar]] besuchen könnte. [[16. Februar|Drei Tage später]] hatte er von Karl May bereits eine Einladung zum Essen erhalten. Mandl schrieb von seinem schweren Magenleiden. Ein ''einfacher Thee, Mittwoch Nachmittags'' wäre ihm und seiner Frau Camilla lieber. Reisen unternähme er nur in Begleitung seiner Pflegerin Gerda Rädler, die ihm auf einem Reiseherd Diätessen bereitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 553.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Besuch Richard und Camilla Mandls in Karl Mays [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;|Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot;]] fand am Donnerstag, [[22. Februar]], des Abends statt. Sie wurden von Gerda Rädler begleitet. Auf diesen Tag datiert ein Widmungsgedicht Karl Mays in einem Exemplar seines Dramas ''[[Babel und Bibel]]'', das vermutlich für Richard Mandl bestimmt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 554.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Dresden]] aus, wo Mandls während ihrer Reise vermutlich wohnen, schrieb der Komponist am [[23. Februar]] einen Brief und eine Karte an Karl May. Darin bat er um Entschuldigung für den ''nervösen Schluß'' des Abends zuvor und fürchtete, May habe sich erkältet. Außerdem dankte er für die beiden gewidmeten Bücher (vermutlich ''Babel und Bibel'' sowie ''[[Mein Leben und Streben]]'') und für die Einladung zur Geburtstagsfeier am [[25. Februar]], bei der er nicht zum Nachtessen bleiben könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 555.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Mandl nahm tatsächlich – möglicherweise in Begleitung seiner Frau – an dieser Feier zu Karl Mays 70. Geburtstag teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 559.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[26. Februar|Tag darauf]] dankte Mandl May in einem Brief aus Dresden für die ''unvergeßlich in Erinnerung bleiben[den]'' Stunden und für seine Freundschaft. Außerdem erwähnte er darin sein Judentum:&lt;br /&gt;
:''Ich bin vor allem: Künstler und &amp;lt;u&amp;gt;nur&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;die&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Kunst&amp;lt;/u&amp;gt; ist &amp;lt;u&amp;gt;meine&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Religion&amp;lt;/u&amp;gt;.'' [...] ''Es ist kein Zufall, daß wir uns im Zeichen [[Winnetou]]'s finden, und – ob [[Christentum|Christ]] oder Jude – gute Menschen in jedem Sinne wollen wir Beide ja sein!''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 561.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren Dankesbrief an Karl May verfasste Richard Mandl am [[28. Februar]] in [[Leipzig]], wohin ihn seine Reise wohl geführt hatte:&lt;br /&gt;
:''Sie sind &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt;, für den ich Sie &amp;lt;u&amp;gt;gleich&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;gehalten&amp;lt;/u&amp;gt; habe'' [...]'': ein großer, reiner, edler Mensch – ein genialer Künstler!'' [...] ''Ihr &amp;quot;Leben u. Wirken&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist Karl Mays Autobiographie ''Mein Leben und Streben''.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist das Ergreifendste, Tiefempfundenste was ich je kennen gelernt habe.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 561.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[5. März]] besuchen Karl May und seine Frau [[Klara May|Klara]] um 7.30 Uhr Abends das Fünfte Sinfoniekonzert der K[öni]gl[ichen] musikalischen Kapelle im Dresdner Opernhaus. Dort war – neben Sinfonien von [[Wolfgang Amadeus Mozart]] und [[Ludwig van Beethoven]] – auch Richard Mandls ''Ouvertüre zu einem gaskognischen Ritterspiel'' zu hören. Karl May kritisierte daraufhin das Werk in einem Brief an den Komponisten. Dieser war inzwischen wieder in Wien und dankte ihm am [[10. März]] brieflich dafür und führte aus:&lt;br /&gt;
:''daß &amp;lt;u&amp;gt;Sie&amp;lt;/u&amp;gt;, die Heiterkeit des Werkes verkennend, es eigentlich nur als &amp;quot;Spaß&amp;quot; hingenommen haben'' [...] ''Da ist, unter einer scheinbaren Heiterkeit, soviel &amp;lt;u&amp;gt;tiefe&amp;lt;/u&amp;gt; Musik enthalten, daß ich ruhig behaupten kann, daß es in seiner Tendenz ganz eigenartig ist.''&lt;br /&gt;
Außerdem gab Mandl in diesem Brief seiner Vorfreude auf ein Wiedersehen in Wien Ausdruck, wo Karl May einen Vortrag halten will.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 565.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich war Richard Mandl einer der über 2000 Zuhörer, als Karl May am [[22. März]] im Wiener [[Sofiensäle|Sofiensaal]] zum Thema ''[[Empor ins Reich der Edelmenschen!]]'' referierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 583.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über ein Treffen von Richard Mandl und Karl May in Wien außerhalb dieses Saales ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In einem Brief an Carl Ball behauptete Klara May, Richard Mandl wäre bereits zu [[Weihnachten]] [[1911]] in der Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot; zu Besuch gewesen und hätte da schon die ''Harfenklänge'' gespielt. Ball berichtete darüber in seinen Erinnerungen ''Harfenklänge zu &amp;quot;Babel und Bibel&amp;quot;'' im ''[[Karl-May-Jahrbücher|Karl-May-Jahrbuch]] [[1928]]'', S. 172 f.:&lt;br /&gt;
:''Der Wiener Komponist, Professor Mandl, der gerade im Haus Shatterhand zu Besuch weilte, um mit Karl May den Plan über die Komposition einer Sinfonie &amp;quot;Winnetou&amp;quot; zu besprechen – leider ist Mandl darüber gestorben –, spielte ihm die Harfenklänge am Christfest auf dem Klavier vor.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 527.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] V''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken|Sonderband zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2006]]. ISBN 978-3-7802-0170-6&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Der vollständige Eintrag in der [http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Mandl Wikipedia].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116728361|LCCN=no/93/20627|VIAF=37674892}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Mandl, Richard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von Karl May inspirierte Komponisten|Mandl, Richard]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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