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	<title>Richard Krügel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:10:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Richard_Kr%C3%BCgel&amp;diff=186222&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin am 20. Oktober 2019 um 17:04 Uhr</title>
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		<updated>2019-10-20T17:04:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Richard_Kruegel.jpg|thumb|120px|Hieronymus Richard Krügel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterschrift Richard Kruegel.jpg|thumb|Unterschrift]]&lt;br /&gt;
'''Hieronymus Richard Krügel''' (* [[1852]]; † [[1912]]) war ein [[Hohenstein-Ernstthal]]er Bürger, der [[Rudolf Lebius]] die wunderbarsten Geschichten über seinen Bruder [[Louis Krügel]] und [[Karl May]] berichtete, die in den Wäldern um [[Chemnitz]] herum als Räuberbande unterwegs gewesen sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Krügel war Wald- und Gartenarbeiter. Er lebte mit seiner Frau Anna Auguste geb. Schwabe und zwei Töchtern, Anna und Else, in der Chemnitzer Straße 83.&amp;lt;ref&amp;gt;Hother: ''Der kinderfreundliche Karl May'', S. 3ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richard Krügel und Karl May ==&lt;br /&gt;
Rudolf Lebius stieß bei seinen Recherchen im [[Dezember]] [[1909]] in Hohenstein-Ernstthal auf Krügel. Er erklärte laut späterer Aussage Krügels,&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik IV'', S. 603 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; für einen humoristischen Kalender zu sammeln. Dieser hatte zwar kein Tagebuch seines Bruders, konnte aber viele Geschichten kolportieren. Diese erschienen am [[18. Dezember]] [[1909]] (Datum vom [[19. Dezember]]) im anonym erschienen Artikel ''[[Hinter die Kulissen]]'' im ''[[Der Bund|Bund]]''. Gegen [[Weihnachten]] erhielt Krügel sein ''Belegexemplar''.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik IV'', S. 611.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am [[10. Januar]] [[1910]] traf Karl May in der Kanzlei seines Anwalts [[Franz Netcke]] Krügel, dessen Schwägerin und Nichte, die als Zeugen gegen Lebius auftreten sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Alle drei bestätigten, dass Lebius der Autor des Artikels sein müsse. Die Aussage wurde aufgenommen und im [[Juni]] 1910 verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch stellte May am [[10. März]] 1910 beim [[Amtsgericht]] Hohenstein-Ernstthal Strafantrag wegen [[Beleidigung]] wegen des Artikels und kündigte auch eine [[Privatklage]] an. May erklärte ''die Verleumdungen für wissentliche Unwahrheiten''.&lt;br /&gt;
Lebius wiederholte seine Behauptungen in einem auch als Flugblatt verbreiteten Schriftsatz und benennt darin Krügel als Zeugen für die Räuberhauptmann-Story.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[21. Mai]] folgte prompt Mays Privatklage gegen Krügel, die aber formal beanstandet wurde und von May nachgebessert werden musste.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese zweite Fassung datiert vom [[7. Juni]] und wurde Krügel am [[8. Juni]] zugestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Krügel wendete sich an Lebius, der ihn an den Anwalt [[Wilhelm Carstanjen]] verwies und auch dessen Rechnung übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Juni]] trafen sich Lebius und Krügel in Hohenstein-Ernstthal. Krügel verwendete danach von Lebius vorbereitete Schriftsätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Vortag der Verhandlung trafen sich Lebius und Krügel erneut. Krügel erklärte später, dass Lebius ihm 2.000 Mark angeboten und ihn zum [[Meineid]] aufgefordert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Krügels Frau berichtete das wiederum May.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hauptverhandlung am [[9. August]] 1910 May ./. Krügel wurden [[Maria Anna Krügel]] und [[Auguste Emma Dörrer]], Rudolf Lebius, [[Hermann Richard Albani]], [[Christian Friedrich Rudolph]], [[Wilhelm Friedrich Koch]], [[Wilhelm Eduard Beyer]] und [[Wilhelm Grad]] geladen. [[Ernst Otto Köhler]] fehlt entschuldigt.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt; Krügels Verwandte sollten seine Lügenhaftigkeit bezeugen. Krügels Anwalt wollte damit argumentieren, dass die Räuberpistolen stadtbekannt wären.&lt;br /&gt;
May war persönlich anwesend und wurde von den Anwälten [[Max Hermann Haubold]] und [[Siegfried Puppe]] vertreten.&lt;br /&gt;
Krügel widerrief in einem [[Vergleich]] seine Behauptungen.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;  May zog daraufhin Strafantrag und Privatklage zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachgang wurde auch überregional über den Prozessausgang berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[17. August]] 1910 war May noch einmal in Hohenstein-Ernstthal und traf sich mit Krügel und dessen Frau. Sie ließen beim [[Notar]] Dr. Heinrich Wilhelm Oskar Dierks ein beeidigtes Protokoll über die Lebius'schen Meineidsanstiftungen aufsetzen. (Daraufhin zeigte Lebius Dierks an, da dieser seine Befugnisse überschritten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik V'', S. 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Das Thema &amp;quot;Meineid&amp;quot; wurde daraufhin Grundstock weiterer Klagen zwischen Lebius und May. Krügel selbst trat nicht mehr in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeugenaussage ist u.&amp;amp;nbsp;a. im ''[[Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1981]]'', S. 264, und in der ''Karl-May-Chronik IV'', S. 603, veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Hörspiel ''[[Old Shatterhand in Moabit]]'' wird Krügel von [[Gerd Ehlers]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Klußmeier]]: ''Die Gerichtsakten zu Prozessen Karl Mays im Staatsarchiv Dresden''. In: [[Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1981]]. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/jbkmg/1981/262.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
* Erika Hother: ''Der kinderfreundliche Karl May. Erinnerung – und Legende''. In: ''[[Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 94]]''/[[1992]], S. 3–5. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/m-kmg/094/index.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Klußmeier]]/[[Hainer Plaul]]: ''[[Karl May und seine Zeit]]. Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiografie.'' [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2007]], insb. S. 560. ISBN 978-3-7802-0181-2&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Kruegel, Richard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einwohner von Hohenstein-Ernstthal|Kruegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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