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	<title>Im alten Schloß zu Weesenstein (Gedicht) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-05T03:59:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Im_alten_Schlo%C3%9F_zu_Weesenstein_(Gedicht)&amp;diff=185549&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin: /* Sonstiges */</title>
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		<updated>2019-06-22T18:41:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sonstiges&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''''Im alten Schloß zu Weesenstein''''' ist ein [[Gedichte|Gedicht]], das [[Karl May]] seinen Freunden, der [[Familie Seyler]], schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
:''Vers 1: Im alten Schloß zu Weesenstein,&lt;br /&gt;
:''Da solls des Nachts sehr finster sein.&lt;br /&gt;
:''Warum so finster grad bei Nacht?&lt;br /&gt;
:''Das hat man nicht herausgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Vers 2: Wenn es des Nachts dort Zwölfe schlägt,&lt;br /&gt;
:''Der Klöppel zwölfmal sich bewegt,&lt;br /&gt;
:''Warum es grad zwölf Schläge macht,&lt;br /&gt;
:''Das hat man nicht herausgebracht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Vers 3: Ein Dichter, dem dies ward bericht',&lt;br /&gt;
:''Der machte darauf ein Gedicht.&lt;br /&gt;
:''Warum er das Gedicht gemacht?&lt;br /&gt;
:''Das hat noch niemand 'rausgebracht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Nutzanwendung: Im alten Schloß zu Weesenstein&lt;br /&gt;
:''Da sitzen wir so ganz allein.&lt;br /&gt;
:''Warum Ihr nicht mit uns gemacht,&lt;br /&gt;
:''Das hat noch keiner 'rausgebracht!''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] II''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken|Sonderband zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2005]], S. 157. ISBN 978-3-7802-0170-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textgeschichte ==&lt;br /&gt;
Am [[12. August]] [[1898]] hielt sich Karl May mit seiner ersten Frau [[Emma Pollmer|Emma]] im [[Schloss Weesenstein]] nahe [[Dresden]] auf. Von dort sandte er vier Ansichtskarten an Familie Seyler, worauf er dieses Poem in Teilen schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik II'', S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde zu Karl Mays Lebzeiten nicht veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung erfolgte [[1975]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Amand von Ozoróczy]]: ''Das zweite Ave Maria''. In: ''Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft'' Nr. 25/1975, S. 10 (kleiner Nachtrag samt Detailkorrektur dann in M-KMG Nr. 26).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== der eigentliche Autor == &lt;br /&gt;
[[Martin Lowsky]] gelang [[2008]] der Nachweis, dass [[Heinz Erhardt]] eine leicht abweichende dreistrophige Fassung mit dem Titel ''Ballade aus Estland''&amp;lt;ref&amp;gt;In Estland gab es es eine mächtige Ordensburg &amp;quot;Weißenstein&amp;quot;, heute &amp;quot;Paide&amp;quot;, die gemeint sein könnte.&amp;lt;/ref&amp;gt; bereits in den 1950er Jahren, also vor Veröffentlichung des May-Textes, vortrug. Er zog den Schluss, dass das Scherzgedicht nicht von May stammt, sondern es eine ältere Vorlage geben müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;Lowsky: ''Das Scherzgedicht'', S. 41 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die vierte Strophe (''Nutzanwendung'') dagegen scheint wegen der direkten Ansprache an seinen Brieffreund sowie eines kaum versteckten [[Regionalismus|Saxonismus]] tatsächlich ein May zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei verschiedene Vertonungen mit dem Titel &amp;quot;Im alten Schloß zu Weesenstein&amp;quot; wurden inzwischen in älteren Musikbibliographien nachgewiesen. &lt;br /&gt;
Einmal &amp;quot;Cursch-Bühren, F. Theodor, [...] – Eine dunkle Sage: „Im alten Schloss zu Wesenstein“. Heiterer Männerchor. Part. u. St. (Mk 0,60) 8. Mk 1,20. Leipzig, O. Forberg&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. Franz Theodor Cursch-Bühren (1859-1908)&amp;lt;/ref&amp;gt; (1896) sowie &amp;quot;Zehngraf, J. [...] – Op. 23. Eine dunkle Sage: „Im alten Schloss zu Wesenstein“. Humorist. Männerquartett. Part. u. St. (Mk 0,60) 8. Mk 1,20. Leipzig, Robitschek.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;d.i. Josef Zehngraf (1841-1927)&amp;lt;/ref&amp;gt; (1897). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Angabe des Textdichters fand Jenny Florstedt 2018 das dort dreistrophige Gedicht in den &amp;quot;[[Fliegende Blätter|Fliegenden Blättern]]&amp;quot; (1894, Heft 100, S. 147). Verfasser war [[Georg Bötticher]] (1849-1918), der Vater von [[Joachim Ringelnatz]]. &lt;br /&gt;
Nur die vierte Strophe stammt also von Karl May.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Lowsky: ''Das Scherzgedicht von Weesenstein – nicht von Karl May''. In: [[Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft]] Nr. 156, 2008, S. 41 f. ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/m-kmg/156/index.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
* [[Jenny Florstedt]]: ''Im alten Schloß zu Weesenstein.'' In: [[Karl May in Leipzig (Zeitschrift)|Karl May in Leipzig]] Nr. 84, [[2011]]. (bibliografischer Nachweis der älteren Vorlage)&lt;br /&gt;
* Jenny Florstedt: ''Eine dunkle Sage. Der Ursprung des Weesenstein-Gedichts''. In: [[Karl May in Leipzig Nr. 114]], [[2018]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedichte|Im Alten Schloss Zu Weesenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autorschaft unsicher|Im Alten Schloss Zu Weesenstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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