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	<title>Familie Meyer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Familie_Meyer&amp;diff=184242&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin am 31. Dezember 2018 um 11:57 Uhr</title>
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		<updated>2018-12-31T11:57:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hotel zum goldenen Engel 1900.jpg|thumb|Das Hotel um 1900]]&lt;br /&gt;
'''Franz Meyer''' (* [[1856]]; † ?) war von 1893 bis 1910 der Besitzer des Hotels zum Goldenen Engel in [[Dresden]] in der Wilsdruffer Straße 7. Er war verheiratet mit '''Martha Cornelia Constanze geb. Tröltzsch''' (* [[1867]]; † ?) aus [[Hohenstein-Ernstthal|Hohenstein]], einer Tochter von [[Adolf Louis Tröltzsch]]. Das Ehepaar Meyer hatte einen Sohn '''Fritz Louis Alexander Meyer''' (* um [[1889]]; † [[22. August]] [[1900]] in Dresden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meyers und Mays ==&lt;br /&gt;
=== Spiritismus ===&lt;br /&gt;
Franz und Constanze Meyer waren mit [[Karl May|Karl]] und [[Emma Pollmer|Emma May]] befreundet. Nach dem Tod des Kindes veranstalteten Emma May und ihre Freundin [[Klara May|Klara Plöhn]] (die spätere zweite Frau Karl Mays) mit Meyers [[Spiritismus|spiritistische Sitzungen]]. In einer späteren [[Zeuge]]naussage Emmas vom [[6. September]] [[1909]] heißt es dazu:&lt;br /&gt;
:''Als ein 10jähriges Kind der Meyer'schen Eheleute gestorben war, behauptete Klara'' [...] ''Ploehn, sie könne mit ihrer hellseherischen Gabe als Medium den Geist des verstorbenen Kindes in dem Wohnzimmer der Meyerschen Eheleute sitzen sehen. Auf Veranlassung und auf Drängen der'' [...] ''Ploehn nahmen die Meyerschen Eheleute an einer spiritistischen Sitzung in der [[Radebeul]]er [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;|Villa]]'' [...] ''teil. Die Meyer'schen Eheleute gewannen aber während der Sitzung den Eindruck, daß die Frau'' [...] ''eine Schwindlerin sei. Sie schenkten deshalb den Beteuerungen der Frau'' [...]'', daß das verstorbene Meyer'sche Kind abermals anwesend wäre, keinen Glauben''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik II'', S. 400 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Meyer selbst sagte am [[11. Februar]] [[1910]] darüber aus:&lt;br /&gt;
:''Ende 1900 oder [[1901]], als ich einen 12jährigen Sohn durch den Tod verloren hatte und darüber sehr untröstlich war, wurde mir von der damaligen Frau May'' [...] ''sowie auch der jetzigen Ehefrau'' [...] ''wiederholt angeraten, ich und meine Frau sollten uns doch mit Spiritismus befassen.'' [...] ''Als meine Frau und ich in die Villa kamen, trafen wir hier [Herrn May, Frau Plöhn und Frau May] an. Es war auch noch ein Frl. Schulz und ihr Bruder mit zugegen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint sind vermutlich Martha und Camillo Heinrich Schurtz (* [[1863]]; † [[1903]]), die Kinder [[Carl Heinrich Schurtz]]'.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''Vor oder nach dem Abendessen, als wir alle um den Tisch saßen, sagte [Frau Plöhn], es habe geklopft und mein Kind wäre da. Das sagte sie wohl zweimal und ich sagte ihr, daß ich das nicht empfände.'' [...] ''Bemerken will ich noch, daß [Frau Plöhn] auch einmal in meiner Wohnung zu mir und meiner Frau sagte, mein Kind säße auf dem Stuhl im zimmer, sie könne es sehen und wir würden es auch sehen, wenn wir den Glauben annehmen würden.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik II'', S. 401.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeugenaussage seiner Frau Constanze Meyer, die seine Angaben bestätigte, heißt es:&lt;br /&gt;
:''Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob sich [Herr May] bei der Sitzung in seiner Villa mit beteiligte. Im Zimmer war er bestimmt.'' [... Er] ''hat aber meinem Manne und mir sehr eingehende Erklärungen über den Spiritismus gemacht und uns diesbezügliche Bücher empfohlen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik II'', S. 402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das verstorbene Kind der Meyers wurde am [[26. August]] 1900 auf dem Dresden-Tolkewitzer Johannisfriedhof beigesetzt. Vermutlich nahm das Ehepaar May an der Trauerfeier teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik II'', S. 403.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mays Scheidung ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Scheidung]] von Karl und Emma May wendete sich Emma, die nunmehr wieder ihren Geburtsnamen Pollmer trug, auf Anraten des Ehepaars Meyer am [[17. März]] [[1903]] an den [[Rechtsanwalt]] [[Ernst Johannes Giese]], der ihr zu ihrem Recht (Anfechtung der Ehescheidung) gegenüber Karl May verhelfen sollte. Dieser schrieb am [[25. Februar]] [[1908]] an [[Kurt Larraß]]:&lt;br /&gt;
:''Daß die'' [Emma] ''May vollständig unter dem Einflusse der Eheleute'' [Karl und Klara] ''May stand, habe ich bei meinen Verhandlungen empfunden, die werden auch insbesondere die'' [...] ''Eheleute Meyer bestätigen können.'' [...] ''Wie ich'' [...] ''aus einer neuerlichen Aeußerung der Eheleute Meyer entnahm, halte ich es für leicht möglich, daß die Eheleute May, nachdem ich von der May beauftragt worden war, an diese erneut herangetreten sind und sie bewogen haben, von weiteren Schritten Abstand zu nehmen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 225 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Meyer erklärte diesbezüglich am [[6. Dezember]] 1909 [[Versicherung an Eides statt|eidesstattlich]]:&lt;br /&gt;
:''Die fast unglaubliche Tatsache, dass Frau Pollmer alles in ihren Händen befindliche Material, das zur Anfechtung der Ehescheidung reichlich vorhanden war, an Mays persönlich aushändigte, wurde uns damals von Frau Pollmer wie folgt erklärt: Die [[Wilhelmine Beibler|Mutter]] der Frau Plöhn habe ihr gestanden, sie würden bald alle wieder vereint sein. Frau Clara könne nicht kochen und der Doktor'' [...] ''könne ihre Kost nicht essen. In der gläubigen Hoffnung, die Aussöhnung zu beschleunigen, habe sie die Briefe arglos hingegeben''.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 226 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emma Pollmer, die inzwischen in [[Weimar]] wohnte, nahm bei ihren Aufenthalten in Dresden gewöhnlich bei Meyers Quartier. Darauf bezieht sich ein Brief Klara Mays an Emma Pollmer, der vermutlich im [[Oktober]] 1903 verfasst wurde:&lt;br /&gt;
:''Warum steigerst Du jetzt aufs neue den Haß durch Deinen Aufenthalt bei Mayers'' [sic]'', von welchen Du doch selbst gesagt hast, auch die Frau Mayer gehört zur &amp;quot;Trölschbande&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Constanze Meyer war eine geborene Tröltzsch.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''für die man sich hüten mußte. Wie haben diese Leute Karl herabgewürdigt. Und nun gar der Brief des gutmüthigen, aber recht dummen Mayer. Dem mußt Du ja wieder schönes Zeug vorgelogen haben, daß er so albernes Zeugs schrieb. Konntest Du nicht in einem Hotel wohnen, Du konntest doch, wolltest Du nun mal herkommen, Deine &amp;quot;sogenannten&amp;quot; Freunde besuchen, ohne ihre Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen. Leute, von welchen man so wegwerfend gesprochen hat, fällt man doch nicht ins Haus. Hast Du vergessen, wie Du von Trölsches zu Karl gesprochen hast.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik III'', S. 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem [[Manuskript]] ''[[Frau Pollmer, eine psychologische Studie]]'' erwähnt Karl May ein weiteres Zusammentreffen mit Emma Pollmer, das am [[13. Dezember]] [[1907]] stattfand. Darin heißt es:&lt;br /&gt;
:''Wahrscheinlich wohnt sie wieder bei Meyers, meinen erbitterten Feinden von Hohenstein-Ernstthal her? Also der alte Klatsch beginnt von Neuem!''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emma Pollmer nannte am 6. September 1909 dem [[Gericht|Amtsgericht]] Weimar in einer Erwiderung auf einen [[Schriftsatz]] Karl Mays neben anderen auch das Ehepaar Meyer als Zeugen für Mays Spiritismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 558.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Lebius ===&lt;br /&gt;
[[Rudolf Lebius]], Karl Mays erbittertster Gegner, bezog am 6. Dezember 1909 ein Zimmer in Meyers Hotel zum Goldenen Engel, um dort Material gegen Karl und Klara May zu sammeln. Meyers geben ihm eine eidesstattliche Erklärung ab:&lt;br /&gt;
:''Alle unsere Vorhaltungen, warum sie sich in ihrem Ehescheidungs[[prozess]] nicht verteidigt habe, wies Frau Emma mit den Worten zurück: &amp;quot;Wir verständen das nicht.'' [...]''&amp;quot;''&lt;br /&gt;
Außerdem bezeichneten sie May als aktive Spiritisten, der den Geist von Emmas Großvater [[Christian Gotthilf Pollmer]] beschworen hätte. Außerdem habe May diesen Großvater im Scheidungsprozess der ''Blutschande mit seiner Enkelin'' bezichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik IV'', S. 596.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Erklärung stellte Lebius am [[7. Januar]] 1910 dem May-Gegner [[Ansgar Pöllmann]] zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Monat später, am [[7. Februar]] fragte Pöllmann daraufhin brieflich bei Franz Meyer, der ''früher in sehr naher Beziehung zu Karl May'' gestanden habe, ob er die ''Lebius'schen Enthüllungen'' für wahr hält.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Februar 1910 wurde das Ehepaar Meyer in der [[Klage|Privatklage]]sache Karl May ./. Emma Pollmer vor dem Amtsgericht Dresden vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[14. Februar|Drei Tage später]] gab Emma Pollmer dem Ehepaar May im Büro des Rechtsanwalts [[Franz Netcke]] eine Erklärung zu Lebius und Pöllmann ab. Darin heißt es, Rudolf Lebius habe sie überreden wollen, sich von [[Pauline Münchmeyer]]s Anwalt [[Oskar Gerlach]] vertreten zu lassen.&lt;br /&gt;
:''Persönlich habe ich das erste Mal jetzt bei meiner Anwesenheit in Dresden im &amp;quot;Hotel zum Goldenen Engel&amp;quot; bei Meyers mit [Gerlach] gesprochen, wo er wiederum [[Vollmacht]] für meine Prozesse haben wollte, was ich ihm verweigert habe.''&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebius veröffentlichte am [[6. März]] 1910 in seinem Flugblatt ''Zum Ende des Vernichtungsfeldzuges'' die Erklärung der Meyers vom 6. Dezember 1909.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Schriftsatz vom [[22. März]], der auch als Flugblatt verbreitet wurde, nannte Rudolf Lebius Franz und Constanze Meyer als Zeugen für die ''betrügerische'' Ehescheidung Karl Mays.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. März [[1911]] wurde Franz Meyer in Gegenwart von Rudolf Lebius und Karl May vor dem [[Gericht|Landgericht]] Dresden vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sudhoff/Steinmetz: ''Karl-May-Chronik V'', S. 434.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war die letzte bekannte Begegnung Karl Mays mit Meyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] II'' bis ''V''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–Radebeul [[2005]]/[[2006]]. ISBN 978-3-7802-0170-6&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Meyer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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