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	<title>Delila - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Delila&amp;diff=184219&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tamarin: /* Forschung */</title>
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		<updated>2018-12-30T18:52:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Forschung&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Kolportageromane}}&lt;br /&gt;
'''''Delila''''', auch '''''Delilah''''' oder '''''Dalilah''''' ist das Fragment eines [[Kolportage]][[roman]]s, der nie gedruckt wurde, und dessen Existenz nur durch zeitgenössische Briefwechsel und sonstige Schriften belegt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Fragments ==&lt;br /&gt;
''Delila'' sollte (vermutlich) nach ''[[Der verlorne Sohn]]'' Mays fünfter Kolportageroman werden. Er begann damit vermutlich Mitte [[1886]]. Als in den Zeitungen jedoch von dem Tod [[Ludwig II. von Bayern]] berichtet wurde, brach May das [[Manuskript]] nach siebzig bis achtzig Seiten ab und begann mit der Arbeit an ''[[Der Weg zum Glück]]''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[May-Manuskripte|May-Manuskript]] ''Delila'' landete im Verlagsarchiv des [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Münchmeyer-Verlags]], von wo es Anfang [[1902]] von [[Adalbert Fischer]] als [[Karl Mays Prozesse|Beweismittel gegen May]] ins Spiel gebracht und [[1903]] eingesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik III'', S. 118 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlüpfrigsten Stellen wurden vor [[Gericht]] verlesen (wenn auch nirgends dokumentiert);&amp;lt;ref&amp;gt;''[[Augsburger Postzeitung]]'' vom [[24. Mai]] [[1910]]: Fischer hat ''vor Gericht durch Vorlesen aus einem unstreitig von May herrührenden Manuskript Delilah gezeigt, daß Mays Originalwerke mitunter sehr unsittlich sind oder es doch früher waren''. Zitiert nach ''Karl-May-Chronik III'', S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Manuskript selbst aber im Februar 1903 &amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik III'', S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; an [[Karl May|May]] zurückgegeben, der es vermutlich vernichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer an seinen Anwalt [[Felix Bondi]] am [[5. Juli]] [[1905]]:&lt;br /&gt;
:''May legte großen Wert darauf, das Manuskript Delila zu erhalten, und besonders auf meine Erklärung, daß er nichts Unsittliches geschrieben habe!''&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik III'', S. 206 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[1911]] wurde im [[Prozess]] in Moabit das Manuskript noch einmal erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Beissel]]: ''&amp;quot;Und ich halte Herrn May für einen Dichter ...&amp;quot; Erinnerungen an Karl Mays letzten Prozeß in Berlin.'' ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/JbKMG/1970/11.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Hans Wollschläger]] bezeichnet in seiner Biographie ''Delilah'' als einen begonnenen, nicht mehr gedruckten sechsten Kolportageroman, den May im Sommer [[1887]] abbricht. In einer Fußnote heißt es, dass es sich dabei um den Anfang eines auf 5.000 Manuskriptseiten geplanten Romans gehandelt habe, welcher ca. 70 bis 80 Seiten umfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Wollschläger: ''Grundriß eines gebrochenen Lebens''&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Brief an [[Arno Schmidt]] vom 26. Juni 1960 erklärt Wollschläger, dass der Roman &amp;quot;''(laut [[Ludwig Patsch|Patsch]]) nicht über zwei Kapitel hinaus[kam] und nicht abgeschlossen [wurde]''. Er führt weiter aus: &amp;quot;''Angeblich hat [May] es anschließend gleich vernichtet, doch wußte Patsch allerlei Einzelheiten, die auf Kenntnis des MS zurückgehen müssen: auch behauptete [[Katharina Schmid|Katarina S.]], das Opus sei in den zwanziger Jahren noch im Archiv gewesen''.&amp;lt;ref&amp;gt;''Arno Schmidt: Der Briefwechsel mit Hans Wollschläger'', S. 266&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ralf Harder]] dagegen vertritt in seiner Untersuchung zu den Münchmeyer-Romanen die These, dass ''Delila'' aus Aktualitätsgründen zugunsten von ''Der Weg zum Glück'' abgebrochen wurde, denn seiner Zeitchronik nach begann dieser Roman gut einen Monat nach dem Tod Ludwig II. († [[13. Juni]] 1886) zu erscheinen. Auch vermutet er hinter dem ''[[Die Schejtana|Schejtana]]''-Angebot Mays an [[Joseph Kürschner]] (''Ferner habe ich auch für Sie bereits eine Arbeit unter der Feder ...'') das unvollendete ''Delila''-Fragment, von dem er vermutet, May hätte vorgehabt, es in eine Novelle zu verwandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Harder: ''Karl May und seine Münchmeyer-Romane''.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ekkehard Bartsch]] erwähnt briefliche Erwähnungen des Fragments durch Mays selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;''[[Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft]] Nr. 38, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannt ist ein Brief Karl Mays an [[Rudolf Bernstein]] (s. u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dore Simson und Delila.jpg|thumb|''Simson und Delila'' von G. Doré]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Name bezieht sich wohl auf die biblische Figur der Delila (Richter 16, 4ff), die in der Literatur wie auf der Kanzel seit langem als Archetyp der Verführerin und Männerverderberin gehandelt wurde. Auch Karl May erwähnte diese Delila bereits [[1881]] im ''[[Deutscher Hausschatz|Deutschen Hausschatz]]'':&lt;br /&gt;
:''... Ihr Haar ist wie der Schweif des Pferdes Gilja, und ihr Fuß ist wie der Fuß von Delila, welche Samson verrieth. ...''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch die Wüste'' - Hausschatz-Fassung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl May in einem (undatierten) Brief an [[Rudolf Bernstein]]:&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Delila&amp;quot; ist ein biblischer Name. Ich sah in der berühmten [[Gustave Doré|Doréschen]] Bilderbibel die großartige Zeichnung &amp;quot;Simson und Delila&amp;quot;. Sie packte mich. Ich sann über die die Bedeutung dieser Sage nach. Ihre psychologische Tiefe veranlaßte mich, sie im Sinne späterer Zeit schriftstellerisch zu behandeln [...] Ich schrieb einen Anfang, doch nur im Concepte... [...] Ich fühlte, daß ich zu stark aufgetragen hatte, und schrieb, glaube ich, gar nicht einmal das erste Kapitel zu Ende. Dann gab ich diesen Anfang Münchmeyer zu lesen, den ich damals noch hin und wieder traf. Er behielt ihn, um ihn ganz für sich zu lesen...''&amp;lt;ref&amp;gt;''Karl-May-Chronik I'', S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Sudhoff]]/[[Hans-Dieter Steinmetz]]: ''[[Karl-May-Chronik]] I'' und ''III''. [[Sonderbände zu den Gesammelten Werken]]. [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2005]]. ISBN 978-3-7802-0170-6&lt;br /&gt;
* Ralf Harder: ''Karl May und seine Münchmeyer-Romane.'' ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/matkmf/19/index.htm Onlinefassung])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mayokryphen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühe und Kolportageromane]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münchmeyer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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