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	<title>Claus Bergen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;'''Claus Friedrich Bergen''' &lt;br /&gt;
(* [[18. April]] [[1885]] in [[Stuttgart]]; † [[4. Oktober]] [[1964]] in Lenggries/Ober[[bayern]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Marinemaler und [[Karl May|Karl-May]]-Illustrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend mit der Kunst ===&lt;br /&gt;
In Stuttgart geboren und in [[München]] groß geworden, war für Claus Friedrich Bergen Kunst und Künstlerschaft eine ganz unproblematische Sache. Er lernte in seinen Jugendjahren nichts anderes kennen. Als erster Sohn von [[Fritz Bergen]], in der Kaiserzeit populärer Maler und Illustrator, ergab sich ein geradliniger Weg zum Beruf des Kunstmalers. Mit überreichem Talent versehen, war seine akademische Kunstausbildung in München hochkarätig. Ungewöhnlich war lediglich seine Entscheidung für die Marinemalerei, die in Bayern und München nun nicht gerade ihre Hochburg hatte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind allgemein seine rund 450 Illustrationen für ''[[Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen]]'', die ab [[Dezember]] [[1907]] erschienen. Einen Namen machte er sich bereits ab [[1909]] mit seinen stimmungsvollen Bildern des englischen Fischerhafens Polperro an der Küste Cornwalls. Mehrere Studienaufenthalte in Polperro in den nächsten Jahren bis zum Ausbruch des Weltkrieges erbrachten eine größere Zahl von Gemälden mit Motiven des Fischerhafens, der Menschen und der Fischerboote. Auf Ausstellungen mit Goldmedaillen bedacht, verkauften sich Bergens ''Englische Fischer'' trotz happiger Preise recht gut. Sie brachten Bergen den Ruf ein, gut und teuer zu sein, was übrigens bis heute gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maler der Skagerrakschlacht ===&lt;br /&gt;
Bei der Rückkehr der Flotte von der Seeschlacht vor dem Skagerrak war Bergen zufällig in Wilhelmshaven. Er sprach als erster Marinemaler mit Besatzungsmitgliedern, empfand die Stimmung und sah &amp;quot;stolze&amp;quot; und zusammengeschossene Schiffe. Sein hervorragender Kontakt zu Admiral Hipper, dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte, gab ihm die Möglichkeit, bei Übungen der Flotte mitzufahren, um so die entsprechende Optik für seine Studien zu erhalten. Claus Bergen gilt seitdem als der Maler der Skagerrakschlacht, der bis heute größten artilleristisch geführten Seeschlacht. Weiterhin nahm er als einziger Marinemaler der Zeit an einer Feindfahrt mit U-53 unter Kapitänleutnant Rose teil. Seine Bilder des U-Boot-Krieges sind stimmungsvolle Dokumente einer besonderen Epoche des Seekrieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Marinemaler brachen nach dem Ersten Weltkrieg schwere Zeiten an. Claus Bergens künstlerische Qualität war jedoch so überzeugend, dass er mit bemerkenswerten Aufträgen versorgt wurde. Neben der Jungfernfahrt des Dampfers COLUMBUS gehörten dazu die Ausstattung des erweiterten Deutsches Museums in München mit neun monumentalen Gemälden und die Überführungsfahrt der Motoryacht AMIDA von Kiel nach New York. Sie brachten ihm nicht nur Ruhm, Ehre und Auszeichnungen ein, sondern vor allem finanzielle Unabhängigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motive aus der Luftfahrt ===&lt;br /&gt;
Weil sie durch Zufall im selben Haus in München wohnten und die Begeisterung für die Fliegerei bekanntlich ansteckend ist, gründeten die Brüder Claus und Otto Bergen und Ernst Udet mit anderen Jungen den Aero-Club München 1909. Otto Bergen fiel als Flieger im Ersten Weltkrieg und die luftfahrtgeschichtliche Karriere von Ernst Udet ist hinlänglich bekannt. Claus Bergen hielt immer Kontakt zu seinem Freund &amp;quot;Erni&amp;quot;, der ihm Anfang und Mitte der 1930er Jahre den Weg zu den Spitzen der deutschen Luftfahrtindustrie ebnete. Bald zierten Bergens Gemälde die Repräsentationsbereiche der Flugzeugwerke, doch die Kenner sind sich einig, dass ihm das Wasser mehr lag als die Luft. Von ihm stammen die einzigen farbigen Darstellungen der Inneneinrichtung des Flugschiffes Dornier Do X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekanntschaft zu den Oberbefehlshabern der Kriegsmarine Erich Raeder und Karl Dönitz sicherte Bergen die Aufmerksamkeit der Marine bis [[1945]]. Das von späteren Chronisten angeschneiderte reine &amp;quot;Propagandahemd&amp;quot; passt Claus Bergen jedoch nicht. Sein Arbeitsstil der großen Formate in Öl auf Leinwand ließ die Menge seiner Werke übersichtlich bleiben und die jährliche Präsenz einiger weniger zeitkonformer Gemälde aus seinem Atelier in Lenggries in der Großen Deutschen Kunstausstellung in München konnte sein Lebenswerk nicht diskreditieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst [[1943]] bat der Unteroffizier Hans Willy Bernartz (HWB), späterer Mitbegründer des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven, Claus Bergen um das nochmalige Malen eines Bildes, das bei einem Bombenangriff verbrannt war. Bergen bezweifelte zwar seine Urheberschaft des &amp;quot;Bildchens&amp;quot;, aber aus dem ersten Kontakt entstand eine Freundschaft zwischen Mäzen und Künstler, die zwanzig Jahre mit Höhen und Tiefen bestehen sollte. Die hinterlassene Korrespondenz der beiden miteinander dokumentiert Bergens Lebenschaos in den Nachkriegsjahren und die Einflussnahme von HWB auf Bergens künstlerische Entwicklung in den 1950er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätes Werk nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Das letzte Gefecht des Schlachtschiffes BISMARCK gehört zu den bekanntesten Gemälden Bergens. Die Stiftung der Montanindustrie von [[1963]] an die Marineschule Mürwik war eines der verschenkten Bergen-Gemälde, das sich in eine Reihe einfügte, zu dem auch das Atlantikbild an John F. Kennedy gehörte. Wenige Tage vor dem Attentat in Dallas erreichte das Bild Washington. Bergen äußerte später die Hoffnung, dass der von ihm verehrte Schnellbootkommandant sein Bild noch vor seinem Tod in Augenschein nehmen konnte. Die Frage, ob Kennedy das Bild noch gesehen hat, bleibt genauso unklar wie einige Geschehnisse nach Bergens überraschendem Tod im [[Oktober]] 1964. Die verschenkten Chancen, sein Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Rückführung &amp;quot;abhanden&amp;quot; gekommener Gemälde aus den USA sind spannende Geschichten, die sich um Bergens Nachlass ranken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karl-May-Illustrationen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergen almaden-alto.jpg|thumb|400px|[[Almaden alto]], Illustration von Claus Bergen]]&lt;br /&gt;
Nach bisherigen Erkenntnissen schuf Claus Bergen 451 Illustrationen für Karl Mays Werk. Davon wurden 443 zwischen 1907 und [[1912]] in ''Karl Mays Illustrierten Reiseerzählungen'' des [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld|Verlages Fehsenfeld]], [[Freiburg i. Br.|Freiburg im Breisgau]], veröffentlicht:&lt;br /&gt;
* Band II ''[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]'', 38 Illustrationen, [[1. Dezember]] 1907&lt;br /&gt;
* Band VI ''[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]'', 38 Illustrationen, [[August]] [[1908]]&lt;br /&gt;
* Band VII ''[[Winnetou I (GR7)|Winnetou I]]'', 37 Illustrationen, Oktober 1908&lt;br /&gt;
* Band VIII ''[[Winnetou II (GR8)|Winnetou II]]'', 35 Illustrationen, [[1. März]] 1909&lt;br /&gt;
* Band IX ''[[Winnetou III (GR9)|Winnetou III]]'', 38 Illustrationen, [[Mai]] 1909&lt;br /&gt;
* Band XI ''[[Old Surehand I (GR14)|Old Surehand I]]'', 19 Illustrationen, Mai 1909&lt;br /&gt;
* Band XII ''[[Old Surehand II (GR15)|Old Surehand II]]'', 18 Illustrationen, Oktober 1909&lt;br /&gt;
* Band XIII ''[[Old Surehand III (GR19)|Old Surehand III]]'', 18 Illustrationen, [[November]] 1909&lt;br /&gt;
* Band XIV ''[[Im Lande des Mahdi I (GR16)|Im Lande des Mahdi I]]'', 18 Illustrationen, November 1909&lt;br /&gt;
* Band XV ''[[Im Lande des Mahdi II (GR17)|Im Lande des Mahdi II]]'', 18 Illustrationen, [[April]] [[1910]]&lt;br /&gt;
* Band XVI ''[[Im Lande des Mahdi III (GR18)|Im Lande des Mahdi III]]'', 10 Illustrationen, April 1910&lt;br /&gt;
* Band XIX ''[[Am Rio de la Plata (GR12)|Am Rio de la Plata]]'', 18 Illustrationen, Oktober 1910&lt;br /&gt;
* Band XX ''[[In den Cordilleren (GR13)|In den Cordilleren]]'', 18 Illustrationen, November 1910&lt;br /&gt;
* Band XXI ''[[Satan und Ischariot I (GR20)|Satan und Ischariot I]]'', 12 Illustrationen, Mai [[1911]]&lt;br /&gt;
* Band XXII ''[[Satan und Ischariot II (GR21)|Satan und Ischariot II]]'', 12 Illustrationen, [[Juni]] 1911&lt;br /&gt;
* Band XXIIII ''[[Satan und Ischariot III (GR22)|Satan und Ischariot III]]'', 12 Illustrationen, [[Juli]] 1911&lt;br /&gt;
* Band XXIV ''[[&amp;quot;Weihnacht!&amp;quot; (GR24)|&amp;quot;Weihnacht!&amp;quot;]]'', 12 Illustrationen, Oktober 1911&lt;br /&gt;
* Band XXV ''[[Am Jenseits|Am Jenseits]]'', 12 Illustrationen, November 1911&lt;br /&gt;
* Band XXVI ''[[Im Reiche des silbernen Löwen I (GR26)|Im Reiche des silbernen Löwen I]]'', 12 Illustrationen, Dezember 1911&lt;br /&gt;
* Band XXVII ''[[Im Reiche des silbernen Löwen II (GR27)|Im Reiche des silbernen Löwen II]]'', 12 Illustrationen, Juni 1912&lt;br /&gt;
* Band XXVIII ''[[Im Reiche des silbernen Löwen III (GR28)|Im Reiche des silbernen Löwen III]]'', 12 Illustrationen, Juni 1912&lt;br /&gt;
* Band XIX ''[[Im Reiche des silbernen Löwen IV (GR29)|Im Reiche des silbernen Löwen IV]]'', 12 Illustrationen, Juni 1912&lt;br /&gt;
* Band XXX ''[[Und Friede auf Erden! (GR30)|Und Friede auf Erden!]]'', 12 Illustrationen, Juni 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bodo Herzog: ''Claus Bergen.'' Kunstmonographie. Urbes Verlag [[1987]]. ISBN 3-92489-607-0&lt;br /&gt;
* Jörg-Michael Hormann/Eberhard Kliem: ''Claus Bergen. Marinemaler über vier Epochen.'' Kunstmonographie. Koehler Verlag Hamburg [[2002]]. ISBN 3-78220-850-1&lt;br /&gt;
* Jörg-Michael Hormann: ''Ein Schiff fliegt in die Welt. Flugschiff Dornier Do X.'' Jubiläumsedition. Deutsche Post AG Bonn [[2004]].&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Klußmeier]]/[[Hainer Plaul]]: ''[[Karl May und seine Zeit]]. Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiografie.'' [[Karl-May-Verlag]] [[Bamberg]]–[[Radebeul]] [[2007]], insb. S. 543. ISBN 978-3-7802-0181-2&lt;br /&gt;
{{PinseL}}&lt;br /&gt;
{{Traumwelt|BandNr=1}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Der vollständige Eintrag in der [http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Bergen Wikipedia].&lt;br /&gt;
* http://www.spiegel.de/einestages/claus-bergen-marine-maler-im-ersten-und-zweiten-weltkrieg-a-1055880.html&lt;br /&gt;
* [https://www.karl-may.de/fundstueck/fundstueck_273.jpg  Postkarte an Karl May von 1908] als Fundstück Nr. 273 des [[Karl-May-Verlag]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118509373|LCCN=n/84/57180|VIAF=74643787}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Bergen, Claus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illustratoren|Bergen, Claus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehsenfeld|Bergen, Claus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler, die Bildnisse von Karl May schufen|Bergen, Claus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tamarin</name></author>
		
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