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	<title>Abu Kital (Schneider) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-25T17:28:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Karl-May-Wiki</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Abu_Kital_(Schneider)&amp;diff=174390&amp;oldid=prev</id>
		<title>Uwe L.: Eigentümer</title>
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		<updated>2016-05-01T12:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigentümer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SS Abu Kital.jpg|thumb|300px|Zeichnung ''Abu Kital'']]&lt;br /&gt;
'''''Abu Kital''''' ist ein Bild von [[Sascha Schneider]]. Es handelt sich dabei um eine Bleistift-Kohle-Zeichnung auf Papier in den Maßen 54 x 54 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ende [[1906]]/Anfang [[1907]] plante [[Karl May]] ein zweibändiges Werk mit dem Titel ''[[Abu Kital (1907)|Abu Kital, der Scheik der An'allah]]'' als Band 31 und 32 der [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelten Reiseerzählungen]]. Vermutlich dazu schuf Sascha Schneider im [[Dezember]] 1906 dieses Bild und schenkte es Karl May zu [[Weihnachten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[21. Dezember]] schrieb Schneider an May:&lt;br /&gt;
:''Nach verschiedenen Versuchen, ist heute endlich der Abu Kital fertig geworden, den ich Ihnen hiermit als Zeichen meiner Verehrung didicire. Morgen geht die Zeichnung uneingerahmt (der Zeit wegen) an Sie ab. Ob ich &amp;lt;u&amp;gt;Ihre&amp;lt;/u&amp;gt; eigene Vorstellung getroffen habe?! Wohl kaum. Denn mein Gewaltmensch ist ein solcher durchaus, er ist schon so geboren und so lange nicht seine physischen Fähigkeiten gebrochen würden, dürfte er starr auf einer einmal gefassten Meinung bestehen bleiben. Dieser Mann wird niemals sanft u[nd] milde, es müsste ihn denn das &amp;lt;u&amp;gt;Alter&amp;lt;/u&amp;gt; zähmen. Lassen Sie ihn so und denken Sie dabei an mich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 250 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl May scheint sich recht bald sehr positiv über das Bild geäußert zu haben, den bereits am [[27. Dezember]] schreibt der Maler an den Dichter:&lt;br /&gt;
:''Wie freue ich mich, dass mein böser Abu Kital so freundlich von Ihnen aufgenommen wurde.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang [[Januar]] 1907 lobt Karl May die Zeichnung ausführlich in einem undatierten Brief[[fragment]] an Sascha Schneider:&lt;br /&gt;
:''Und nun Ihr Abu Kital! Dieser Kopf ist groß! Sprechender Granit! Die grollende Menschheitsfrage in Schwarz-Weiß! Im Wollen eisern, im Hasse unerbittlich, und sogar in dem, was er Liebe nennt, gewaltsam. Ob dieser Kopf Geist oder Seele verräth, darf ich leider nicht berühren. So sei er denn auch für mich hier nur Materie, aber &amp;lt;u&amp;gt;sieghafte&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Materie&amp;lt;/u&amp;gt;, die sich über Geist und Seele hinwegsetzen darf, weil sie &amp;lt;u&amp;gt;ahnt&amp;lt;/u&amp;gt;, daß sie ja die Verkörperung beider ist.'' [...] ''Diese Stirn, diese Augen, diese Lippen könnten, einzeln betrachtet, beängstigen; in ihrer Gesamtwirkung aber befriedigen und erheben sie.'' [...] ''&amp;lt;u&amp;gt;Abu&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Kital&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;ist&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;eine&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;große&amp;lt;/u&amp;gt;, &amp;lt;u&amp;gt;reiche&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Gabe&amp;lt;/u&amp;gt;. Von Ihnen aber, mein Herzensfreund, nehme ich sie ohne Weigern an und sage tausend Dank. Auch das [[Klara May|Herzle]] dankt. Sie sitzt immer vor dem Bilde und zeigt es Jedem, der da kommt!''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[12. Februar]] 1907 informiert May seinen Verleger [[Friedrich Ernst Fehsenfeld]] in einem Brief über die geplante zweibändige Reiseerzählung ''Abu Kital''. Zur äußeren Gestaltung heißt es da:&lt;br /&gt;
:''Die beiden Bücher erscheinen in der neuen Weise, jedes mit 9 Illustrationen und einem Vorderbild. Das Vorderbild zu Band 31 ist Abu Kital selbst. Das habe ich schon. Zu Band 32 nehmen wir Marah Durimeh. Das ist noch zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;''Eine [[Marah Durimeh (Schneider)|Zeichnung von Marah Durimeh]] schickte Schneider erst am [[5. Oktober|5. 10.]] 1907 nach Radebeul.'' [...]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;Der Abu Kital ist von Sascha Schneider. Ein Meisterstück!&amp;lt;/u&amp;gt; Nur der Kopf, weiter nichts. Wir machen von diesem Prachtkopfe ein Aushänge-Plakat für die Schaufenster der Sortimenter.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Sudhoff]]/Hans-Dieter Steinmetz (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld II (GW92)|Karl May. Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld. Zweiter Band 1907-1912]]''. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul [[2008]], S. 35. ISBN 978-3-7802-0092-1. Dort auch die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vs empfangszimmer.jpg|thumb|left|245px|Der Empfangssalon der Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot; An den Wänden die Schneider-Bilder ''[[Der Chodem]]'', ''Abu Kital'' und ''[[Marah Durimeh (Schneider)|Marah Durimeh]]''.]]&lt;br /&gt;
Am [[3. März]] 1907 schickte May die Zeichnung an Fehsenfeld. Das Plakat wurde tatsächlich gedruckt, fand jedoch keine Verwendung, der damit angekündigte Roman wurde nicht geschrieben. Das Bild selbst fand seinen Platz in der [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Karl-May-Verlag|Verlag der Karl-May-Stiftung]] veröffentlichte [[1914]] ein Plakat mit Schneiders ''Abu Kital'' und der Überschrift ''Wer ein Buch liest, wird alle lesen!'' Weiterhin enthielt es eine Übersicht aller bis dahin erschienenen Karl-May-Bücher des Verlags.&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 317, Anm. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sascha Schneider äußerte sich dazu am [[20. November]] 1914 lobend in einem Brief an den Verleger [[Euchar Albrecht Schmid]]:&lt;br /&gt;
:''Das grosse Plakat ist gelungen, ich wüsste gar nichts daran auszusetzen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeichnung ''Abu Kital'' kam nach Klara Mays Tod in den Besitz der [[Karl-May-Stiftung]], [[1959]]/[[1960|60]] in den des [[Karl-May-Verlag|Karl-May-Verlags (KMV)]]. 1960 siedelte das Bild mit dem Verlag  nach [[Bamberg]] um und kehrte [[1994]] nach [[Radebeul]] zurück. Heute ist das Bild als Eigentum der Karl-May-Stiftung im Radebeuler [[Karl-May-Museum Radebeul|Karl-May-Museum]] in der Villa &amp;quot;Shatterhand&amp;quot; zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Vorlage ==&lt;br /&gt;
In Karl Mays einzigem vollendeten Drama ''[[Babel und Bibel]]'' spielt eine Figur namens [[Abu Kital (Person)|Abu Kital]] eine Hauptrolle. In den ''Vorbemerkungen'' beschreibt May die Figur mit den Worten:&lt;br /&gt;
:''Ābū Kitāl (Vater des Kampfes) der Scheik der Ān'allāh. Ungefähr fünfzig Jahre alt, hohe, breite Gestalt. &amp;lt;u&amp;gt;Gewaltmensch&amp;lt;/u&amp;gt;, aber zur Veredelung veranlagt. Körperlich und geistig vollkräftig und gewandt. Impulsiv. Aufstrebend, aber in falsche Richtung geleitet.'' [...] ''Sein Auftreten ist rauh,'' [...] ''Kopfbedeckung Kefīje und Agāl.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Babel und Bibel. Arabische Fantasia in zwei Akten.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld|Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld]] [[Freiburg i. Br.]] [[1906]], S. 11. ([http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/drama/babel/reprint/index.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl May widmete am [[30. August]] [[1906]] Sascha Schneider ein Exemplar des Dramas, das dieser – laut Brief vom [[3. September]]&amp;lt;ref&amp;gt;Steinmetz/Vollmer: ''Briefwechsel mit Sascha Schneider'', S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; – bereits vier Tage später ''zwei mal gelesen'' hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bod babelundbibel.jpg|thumb|''Babel und Bibel'' (Reprint 2004)]]&lt;br /&gt;
* In der Reiseerzählung ''Winnetou IV'' hat [[Old Shatterhand]] verschiedene Deckelbilder seiner Werke im Gepäck, die [[Herzle (Winnetou IV)|seine Frau]] fotografiert hatte, darunter auch Schneiders ''Abu Kital''.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl May: ''Winnetou IV.'' In: ''Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke'', S. 68119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Jahre [[2004]] gab [[Ralf Schönbach]] bei der Books on Demand GmbH in Norderstedt einen [[Reprint]] der ersten Buchausgabe von ''Babel und Bibel'' heraus. Dieser Reprint (ISBN 3-8334-1722-6) hat Sascha Schneiders ''Abu Kital'' als Titelbild.&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag in der [http://karl-may-buecher.de/auflage.php?_id=230 Bücherdatenbank].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Steinmetz]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''[[Briefwechsel mit Sascha Schneider (GW93)|Karl May. Briefwechsel mit Sascha Schneider]]''. [[Karl-May-Verlag]] Bamberg–Radebeul [[2009]]. ISBN 978-3-7802-0093-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sascha Schneider]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exponat Karl-May-Museum Radebeul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Uwe L.</name></author>
		
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