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	<title>Karl-May-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Treska-Konak&amp;diff=196765</id>
		<title>Treska-Konak</title>
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		<updated>2024-09-14T20:32:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Verortung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
'''Treska-Konak''' ist in [[Karl May]]s [[Orientzyklus]] ein Gasthof am Fluss Treska (mazedonisch: Треска), südwestlich von Üsküb (heute Skopje in Mazedonien). Der [[Konakdschi]] (Wirt) ist ein Verbündeter des [[Schut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verfolgung der Verbrecher [[Barud el Amasat]], [[Manach el Barscha]], dem [[Mübarek]],[[Suef (Weiczka)|Suef]] und den beiden [[Aladschy]] kommen [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar]], [[Omar Ben Sadek]] und [[Osko]] an diesen Ort. &lt;br /&gt;
:''Es wurde Nacht, und Israd erklärte, daß wir in ungefähr einer Stunde in Treska-Konak ankommen würden. Wir kamen wieder durch Wald, welcher glücklicherweise nicht dicht war, und dann senkte sich die Höhe. Es gab wieder Weideland, und dann hörten wir Hunde bellen.&lt;br /&gt;
:''„Das sind die Samsunlar (Schäferhunde) meines Verwandten“, erklärte Israd. „Grad vor uns liegt der Konak am Fluß und links das Haus meines Schwähers. Wir wollen aber einen Bogen schlagen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Der Schut'', [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelte Reiseerzählungen]], Band &amp;amp;nbsp;6, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Schäfer erfahren sie, dass die Gesuchten Gäste des Konakdschi wären. Halef will sie belauschen und wird dabei gefangen genommen, kann aber befreit werden, wobei die Verbrecher jedoch wieder entkommen können. Der verräterische Konakdschi plant, sie später mit Hilfe des Kohlenhändlers [[Junak]] in der „[[Teufelsschlucht]]“ zu ermorden oder in die „[[Juwelenhöhle]]“ des Köhlers [[Scharka Visosch]] zu locken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Treska-Konak ist einer der wenigen fiktiven Handlungsorte des Orientzyklus. Karl May gibt aber deutliche Hinweise darauf, an welchem Punkt seiner Karte&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;/ref&amp;gt; er ihn verortet hat:&lt;br /&gt;
:''Jetzt kam der Abschied. Ich kürzte ihn so viel wie möglich ab, und dann ritten wir davon, meist über ungebahnte Wiesen dem Westen zu. [...] Wir hatten zwei oder drei flache Terrassen zu ersteigen und kamen dann zu der Hochebene, welche im Westen steil nach den Ufern der Treska abfällt. Hier ritten wir durch einige kleine Dörfer. Der größte und bedeutendste Ort dieser Ebene, Banja, blieb links von uns liegen. Da wir wußten, daß Israd uns in gradester Richtung führen werde, [...]''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 12, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;529.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Der Ritt von hier nach [[Glogovik]] war fast genau so lang wie derjenige, welchen wir gestern zurückgelegt hatten; da es voraussichtlich keinen Aufenthalt wie am vorigen Tage gab, hofften wir, schon am Nachmittag dort anzukommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 13, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Demnach liegt der Treska-Konak am rechten, östlichen Ufer des Flusses Treska, auf der gedachten Geraden zwischen dem vorhergehenden Wegpunkt [[Rumelia]] (Rumlia in der Karte) und dem nachfolgenden, Glogovik.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;536&amp;quot; perrow=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;Treska-Konak_Juwelenhöhle.jpg|Aus Karl Mays Beschreibung ermittelte Lage des Treska-Konaks&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von May verwendete Karte ist von sehr geringer Genauigkeit und enthält zahlreiche Fehler. So stimmt auch die relative Lage von Rumlia und Glogovik nicht mit der Realität überein. Rumlia ist 16 Kilometer zu weit südlich und 19 Kilometer zu weit östlich in der Karte eingetragen; Glogovik je 7 Kilometer zu weit nördlich und westlich. Der Weg verläuft also nicht nach Westen, wie von May anhand der Karte beschrieben, sondern nach Südwesten. Deswegen ist es nicht möglich, eine reale Lage für den von May erdachten Standort des Treska-Konaks zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:fiktive Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Juwelenh%C3%B6hle&amp;diff=196764</id>
		<title>Juwelenhöhle</title>
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		<updated>2024-09-14T20:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Verortung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
Die '''Juwelenhöhle''' (''Dschewahiri maghara'') ist in [[Karl May]]s [[Orientzyklus]] eine Berghöhle in einem Talkessel, die vom Köhler [[Scharka Visosch]] für seine verbrecherische Tätigkeit ausgebaut wurde. Sie dient hauptsächlich als Falle und Gefängnis für die Gegner und Opfer des [[Schut]]. Ihr Eingang ist durch einen Holzkohlenmeiler verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach dem Schut sollen dort [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar]] zusammen mit ihren Gefährten vom verräterischen [[Konakdschi]] des [[Treska-Konak]]s mit Hilfe des Kohlenhändlers [[Junak]] in eine Falle gelockt werden. Es wird ihnen eine romantische Geschichte von einer Fee und ihren Juwelenschätzen erzählt, die es zu bergen gelte. &lt;br /&gt;
:''„Hat er ''[Anm: der Konakdschi]'' euch nicht auch von der berühmten Höhle erzählt, welche sich hier befindet?“&lt;br /&gt;
:''„Er hat uns sogar aufgefordert, Scharka zu bitten, daß er uns dieselbe zeige.“&lt;br /&gt;
:''„Wißt ihr alles, was man sich von ihr erzählt, auch das von den Juwelen?“&lt;br /&gt;
:''„Alles.“&lt;br /&gt;
:''„So will ich euch gestehen, daß auch ich nur wegen dieser berühmten Höhle hierher gekommen bin. Scharka zeigt sie nicht gern; aber ich bat ihn so lange, bis er mir versprach, mich hinein zu führen. Ich glaube, er wird auch euch die Erlaubnis geben.“&lt;br /&gt;
:''„Nun“, meinte ich gleichmütig, „alles, was man von ihr berichtet, halte ich für Märchen. Ob ich sie sehe oder nicht, das ist mir gleichgültig.“&lt;br /&gt;
:''„So darfst du dirs nicht denken!“ fiel er schnell ein. Und nun begann er eine lange Aufzählung der Herrlichkeiten, welche die Höhle enthalten sollte. Scharka stimmte so eifrig ein, daß auch ein Dummkopf hätte merken müssen, es sei ihr sehnlicher Wunsch, uns diesen so berühmten Ort zu zeigen. Wir waren dem uns gelegten Hinterhalt ''(Anm.: in der „[[Teufelsschlucht]]“)'' entronnen; der Höhle aber sollten wir nicht entgehen. Der Köhler hatte ja dem andern gesagt, auf welche Weise wir dann umgebracht werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Der Schut'', [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelte Reiseerzählungen]], Band &amp;amp;nbsp;6, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;218&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Natürlich hat Kara Ben Nemsi die heimtückische Absicht längst durchschaut. Er entdeckt den geheimen Zugang dieser Höhle durch einen hohlen Baumstamm und kann den dort gefangengesetzten [[Sir David Lindsay]] und seinen Dragoman (Dolmetscher) befreien. Die gefangengenommenen Verbrecher werden unter der Bewachung des Dolmetschers in der Höhle eingesperrt und später der Rache von [[Stojko Wites]] für die Ermordung seines Sohnes [[Ljubinko]] überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal des Köhlers mit der Juwelenhöhle ist einer der wenigen fiktiven Handlungsorte des Orientzyklus. Karl May gibt aber deutliche Hinweise darauf, an welchem Punkt seiner Karte&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;/ref&amp;gt; er es verortet hat:&lt;br /&gt;
:''Noch ritten wir auf der Hochebene; aber vor uns im Westen lagen schwere Bergesmassen, deren Ausläufer uns bald zwischen sich nahmen. Rechts von uns strichen die Höhen des Schar Dagh nach Nordost. Wir näherten uns dem südwestlichen Vorstoß desselben, welcher seinen Fuß von den kalten Wassern des schwarzen Drin bespülen läßt. [...] Von da, wo wir uns jetzt befanden, bis zur Meeresküste beträgt die Luftlinie kaum über fünfzehn deutsche Meilen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 13, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Ibali liegt grad im Süden von hier. Dorthin und nicht nach Podalista-Han führt die südliche Thalöffnung. Das Geleise, welchem wir folgen sollen, zieht rechts, wie ich vermute, allerdings nach [[Kolutschin]], wie der Köhler sagte, und dieser Richtung werden wir folgen, denn da geht es nach [[Rugova]], wohin ich will.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 14, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;619.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;536&amp;quot; perrow=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;Treska-Konak_Juwelenhöhle.jpg|Aus Karl Mays Beschreibung ermittelte Lage des Treska-Konaks&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von May erdachte Lage der Juwelenhöhle fällt in das heutige Albanien, nahe den Grenzen zu Nordmazedonien und zum Kosovo. Eine genauere Aussage ist nicht möglich, da die von May verwendete Karte von sehr geringer Genauigkeit ist und zahlreiche Fehler enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:fiktive Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Kolutschin&amp;diff=196763</id>
		<title>Kolutschin</title>
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		<updated>2024-09-14T20:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: komplette Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut_v2.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Kolutschin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolsh&amp;amp;Kolesjan.jpg|mini|rechts|Kolesjan (Kolesnan) und das alte Kolsh vor der Flutung des Stausees]]&lt;br /&gt;
'''Kolutschin''' ist ein Ort, über den [[Karl May]] im [[Orientzyklus]] die Reiseroute seiner Helden [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] [[Osko]] und [[Sir David Lindsay|David Lindsay]] führt. Letzeren sowie dessen Dolmetscher hatte Kara Ben Nemsi kurz zuvor in der [[Juwelenhöhle]] aus den Fängen des [[Schut]] befreit. Sie befinden sich auf dem Weg nach [[Rugova]], um dort den Schut dingfest zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Der zurückgelegte Weg war uns durch die mitgenommenen Pferde doppelt beschwerlich gewesen. Jetzt hatten wir große Mühe, sie über den Fluß zu bringen. Wir mußten sie einzeln hinüberreiten. Erfreulicherweise bot von da an der Weg keine Schwierigkeiten mehr. Es ging über eine grasige Ebene und dann sanft bergan, bis wir angebaute Felder erreichten und dann Kolutschin am Fuß des dort beginnenden Bergzuges liegen sahen. Von Gurasenda und Ibali kam linker Hand die Straße herab, an welcher das Dorf lag.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 15, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;670.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolutschin suchen die Gefährten den Steinbrucharbeiter [[Dulak]] auf. Dulak ist ein Freund von David Lindsays Dolmetscher, der bei der Juwelenhöhle zur Bewachung der gefangenen Verbrecher zurückgeblieben war und reitet zusammen mit seinem Bruder zur Juwelenhöhle, um ihn zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich hinter Kolutschin haben sich die [[Aladschy]] mit neun weiteren Mitgliedern ihrer Bande so in den Hinterhalt gelegt, dass die Gefährten dem Kampf nicht ausweichen können, obwohl sie durch Dulak vorgewarnt waren. Sie bestehen diesen Kampf ohne größere Verletzungen. Kara Ben Nemsi macht die beiden Aladschy dauerhaft kampfunfähig; sie spielen im Rest der Erzählung keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May hat sich bei diesem Ort — wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]], mit Ausnahme von [[Bu-kiöj]] — auf die „Generalkarte der Balkanhalbinsel“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 gestützt,&amp;lt;ref&amp;gt;)[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er allerdings als Kolastschin bezeichnet ist. In den meisten anderen Karten heißt er Kolatschin. Die Schreibweise ''Kolutschin'' ist außer bei May nirgends zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung Kolastschins in Handtkes Karte hat ihren Ursprung in dem Bericht, den der Erzbischofs von [[Antivari]], Marino Bizzi, über seine Visitationsreise im Jahr 1610 anfertigte. Bizzi besuchte, oft unter Lebensgefahr, die katholischen Gemeinden des Drin-Gebiets. Er stand zwar, unter anderem mittels eines [[Ferman]], unter dem Schutz der türkischen Obrigkeit; ein sicheres Reisen gewährte dieser Schutz angesichts der zahlreichen, den türkischen Kräften oft überlegenen Räuberbanden aber nicht. Auch Kolsh (unbestimmte Form; bestimmte Form: Kolshi) war ein Ziel seiner Reise und er beschreibt seine ungefähre Lage. Außer der Tatsache, dass es nur noch einen alten, fast blinden Priester dort gab, der keine Messe mehr las, erfährt man nichts weiter über Kolsh.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1688 veröffentlicht der Franziskanermönch Vincenzo Maria Coronelli seine Karte ''Corso delli Fiumi Drino, e Boiana nella Dalmatia'', in die er neben Bizzis Bericht noch die zweier weiterer katholischer Geistlicher einfließen lässt. Diese Karte zeigt nicht nur zahlreiche Dörfer — unter anderem Kolsh als ''Collasci'' (italienisch auszusprechen, wie „Kolaschi“) — zum ersten Mal, sondern sie ist hier auch von ungewöhnlich hoher Genauigkeit. Collasci wird korrekt nahe dem Zusammenfluss der beiden Drin dargestellt, links des Schwarzen Drins und des vereinigten Drins, jedoch ein wenig zu weit südlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb weniger Jahre, noch im 17. Jahrhundert, geraten aber offenbar sowohl seine Karte als auch Bizzis Bericht in Vergessenheit, und die Qualität der Karten macht einen großen Rückschritt, der über mehr als das ganze 18. Jahrhundert anhält. Collasci ist während dieser Zeit in keiner Karte mehr zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Jahr 1819 greift der englische Kartograph Aaron Arrowsmith mit seiner Karte ''Outlines of Greece'' wieder auf Coronellis Karte zurück und übernimmt auch Kolsh in der Schreibweise Colasci.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar aufgrund falscher phonetischer Transkription wandelt sich in den folgenden Jahren der Name in französischen Karten zu Colastchi und in deutschen zu Colastschi.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1840 veröffentlicht der deutsch-französische Wissenschaftler Ami Boué die Ergebnisse seiner Balkanreise. Darin erwähnt er einen am Schwarzen Drin gelegenen Ort namens Kolatschin. Gemeint ist Kolesjan nahe dem rechten Ufer des Schwarzen Drin, denn über diesen Ort führt die von Süden her den Fluss herab kommende Straße. &lt;br /&gt;
Ab 1853, mit Heinrich Kieperts ''General-Karte von der Europäischen Türkei'', setzt sich das „n“ am Ende des Namens durch, meist in Kolatschin, gelegentlich auch Kolastschin. Dargestellt wird der Ort aber weiterhin links des Schwarzen Drin, ebenso wie die Straße, die in der Wirklichkeit aber rechts lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Jahr 1863 war der gesamte Verlauf des Schwarzen Drin und der größte Teil des vereinigten Drin aus geografischer Sicht vollkommen unerforscht. Den damaligen Karten lagen neben den aus der Antike überlieferten Karten nur einzelne Reiseberichte und die Intuition, teils auch die Phantasie der Kartographen zugrunde.&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund finanzierte die österreichische Kaiserliche Akademie der Wissenschaften Johann Georg von Hahns Reise durch die Gebiete des Drin und Vardar.&lt;br /&gt;
Im Sommer 1863 war von Hahn der erste Westeuropäer, der die den Schwarzen Drin begleitende Straße in ihrer gesamten Länge von der Drin-Vereinigung flussaufwärts bis zum Austritt aus dem Ohridsee erkundete. Aus den sehr detaillierten, von vereinzelten astronomischen Ortsbestimmungen gestützten Aufzeichnungen von Hahns erstellte Heinrich Kiepert seine 1867 veröffentlichte ''Karte der Flußgebiete des Drin und des Wardar''. Dementsprechend ist sie die erste, in der Kolatschin fehlt und Kolesjan (in der bestimmten Form Kolesjani) und die Straße korrekt auf der östlichen, rechten Seite des Schwarzen Drin dargestellt werden. [[August Petermann]] folgt mit seiner Karte ''Die Europäische Türkei'' im Jahr 1869, aber es dauert noch etliche Jahre, bis sich das allgemein durchsetzt. Insbesondere Friedrich Handtke, auf dessen Karte von 1878 sich Karl May stützt, widersetzt sich den neuen Erkenntnissen und zeigt noch in der von 1885er-Ausgabe seiner ''Generalkarte der Balkanhalbinsel'' dasselbe falsche Bild wie Kiepert 1853.&lt;br /&gt;
Erst die Tätigkeit der Militärgeographen im Rahmen des Ersten Weltkriegs sorgt für insgesamt zuverlässige Karten, in denen sowohl Kolsh als auch Kolesjan lagerichtig dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Identifikation eines realen Ortes mit Karl Mays Handlungsort Kolutschin kommen also wegen der fehlerhaften Karte sowohl Kolsh als auch Kolesjan infrage: für Kolsh spricht die Tatsache, dass es auf der westlichen Seite des Drin liegt, für Kolesjan die, dass die Straße nach Rugova über diesen Ort führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolsh war bis Anfang der 1970er Jahre ein kleines Dorf in Albanien. Es lag im Tal des vereinigten Drin an dem Flüsschen Përroi i Leshnicës, einem linken Nebenfluss des Drin, rund einen Kilometer von dessen Mündung in den Drin entfernt; und rund 1,5 Kilometer westlich der Drin-Vereinigung. Vor der Flutung des Fierza-Stausees wurde es in höherer Lage rund 4 Kilometer südwestlich des ursprünglichen Standorts neu errichtet und später der Stadt Kukës eingemeindet. Heute weist die Ortschaft rund 30 Häuser auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolesjan ist ein aus rund 40 verstreut liegenden Häusern bestehender Weiler in der Gemeinde Bicaj im albanischen Bezirk Kukës. Er liegt 3 Kilometer östlich des Schwarzen Drin und 12 Kilometer südlich der Stadt Kukës an der Drin-Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region gibt es mehrere Orte, von denen vermutet wird, dass ihre Namen wie die von Kolsh und Kolesjan auf den Clan der Colascinier zurückgehen, der die Gegend um die Drin-Vereinigung und den Weißen Drin hinauf beherrschte, jedoch seit langer Zeit erloschen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur / Karten ==&lt;br /&gt;
* Armao, Ermanno: ''Località, chiese, fiumi, monti, e toponimi varii di un'antica carta dell'Albania Settentrionale'' Istituto per l'Europa Orientale, Roma&amp;amp;nbsp;1933&lt;br /&gt;
* Almagià, Roberto: ''Le più antiche rappresentazioni cartografiche della regione albanese.'' In: Boll. Soc. Geogr. Ital., Roma 1914. S. 601-637&lt;br /&gt;
* Bizzi, Marino ''Relazione della visita fatta da me Marino Bizzi, arcivescovo di Antivari, nelle parti della Turchia, Antivari, Albania e Servia nell'anno 1610.'' veröffentlicht durch Franjo Rački in: Starine Band XX, Zagreb&amp;amp;nbsp;1888 S.&amp;amp;nbsp;50-156.&lt;br /&gt;
* Boué, Ami: ''La Turquie d’Europe'' (4 Bände) Arthus Bertrand, Paris&amp;amp;nbsp;1940&lt;br /&gt;
* Nopcsa, Franz: ''Zur Geschichte der okzidentalen Kartographie Nordalbaniens.'' In: Geologica Hungarica. Serie Geologica. Band III. Budapest&amp;amp;nbsp;1929, S.&amp;amp;nbsp;652-703&lt;br /&gt;
* Pouqueville,François: ''Voyage dans la Grèce, Tome Troisième'' deuxième édition, Firmin Didot Père et Fils, Paris&amp;amp;nbsp;1826&lt;br /&gt;
* von Hahn, Johann Georg: ''Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar'', Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, Wien&amp;amp;nbsp;1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Coronelli, Vincenzo Maria: ''Corso delli Fiumi Drino, e Boiana nella Dalmatia'' Republica di Venezia&amp;amp;nbsp;1688&lt;br /&gt;
* Arrowsmith, Aaron: ''Outlines of Greece, And Adjacent Countries, With Modern and Ancient Names'' London&amp;amp;nbsp;1819&lt;br /&gt;
* Kiepert, Heinrich: ''General-Karte von der Europäischen Türkei'' Dietrich Reimer, Berlin&amp;amp;nbsp;1853&lt;br /&gt;
* Kiepert, Heinrich: ''Karte der Flußgebiete des Drin und des Wardar, Nord-Albanien u. West-Macedonien'' Berlin&amp;amp;nbsp;1867&lt;br /&gt;
* Petermann, August: ''Die Europäische Türkei'' Justus Perthes, Gotha&amp;amp;nbsp;1869&lt;br /&gt;
* Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr.&amp;amp;nbsp;KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&lt;br /&gt;
* Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.google.de/maps/place/42°04'39.7&amp;amp;quot;N+20°20'32.2&amp;amp;quot;E/@42.077694,20.3396991,17z/ Kolsh in Google Maps]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.de/maps/place/41°58'10.2&amp;amp;quot;N+20°24'21.0&amp;amp;quot;E/@41.9688049,20.3886375,14z/ Kolesjan in Google Maps]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Datei:Kolsh%26Kolesjan.jpg&amp;diff=196762</id>
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		<updated>2024-09-14T19:34:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: topografische Karte 1954&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
topografische Karte 1954&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Datei:Route_06_Der_Schut_v2.jpg&amp;diff=196739</id>
		<title>Datei:Route 06 Der Schut v2.jpg</title>
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		<updated>2024-09-12T14:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: aus: Handtke, Friedrich: Generalkarte der Balkanhalbinsel. C. Flemming, Glogau 1878. (Inventar-Nr. KK041 in Karl Mays Bibliothek)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
aus: Handtke, Friedrich: Generalkarte der Balkanhalbinsel. C. Flemming, Glogau 1878. (Inventar-Nr. KK041 in Karl Mays Bibliothek)&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2024-09-09T13:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: aus: Handtke, Friedrich: Generalkarte der Balkanhalbinsel. C. Flemming, Glogau 1878. (Inventar-Nr. KK041 in Karl Mays Bibliothek)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
aus: Handtke, Friedrich: Generalkarte der Balkanhalbinsel. C. Flemming, Glogau 1878. (Inventar-Nr. KK041 in Karl Mays Bibliothek)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sir David Lindsay</title>
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		<updated>2023-03-07T20:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Hinweis auf realen Lord Lindsay&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Figuren|1=[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen III (GR28)|Im Reiche des silbernen Löwen III]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen IV (GR29)|Im Reiche des silbernen Löwen IV]] (nur erwähnt)&amp;lt;br&amp;gt;[[Freuden und Leiden eines Vielgelesenen]] (nur erwähnt)&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
''[[Waldröschen]] – als [[Pseudonym]] von [[Trapper Geierschnabel]] verwendet, angeblich der jüngere Bruder von [[Sir Henry Lindsay]]}}&lt;br /&gt;
'''Sir David Lindsay''' gehört [[Karl May]]s Personentypus des [[Adel und Adlige bei Karl May|spleenigen Lords]] an. Er ist Mitglied des [[Travellers Club]], [[London]], wo er [[Sir John Raffley]] (einen andern spleenigen Lord in Mays Welt) kennenlernt, der ihm von seinen Abenteuern mit [[Kara Ben Nemsi]] erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Literatur, die Karl May für den ''Orientzyklus'' studiert hatte, wusste er von [[Lord Lindsay (historisch)|Lord Lindsay]], einem reichen Adligen, der als Orientreisender bekannt geworden war. Dieser kann ihm als Namensvorlage gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im ''Orientzyklus'' ==&lt;br /&gt;
[[Bild:DDouglas_David_Lindsay.jpg|thumb|120px|left|Sir David – Illustration von [[D. Douglas]]]]&lt;br /&gt;
Lindsay erscheint erstmals im Mai 1881 in Karl Mays Werk.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 7. Jahrgang 1880/1881, Nr. 31, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;487.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Orientzyklus]] bereist er zunächst auf der Suche nach [[Fowling bull|Altertümern]] die arabische Halbinsel. Unbeleckt von Kenntnissen anderer Sprachen als des Englischen ist er auf Führer und Dolmetscher angewiesen und freut sich schon deshalb unbändig, als er Kara Ben Nemsi trifft. Er heuert ihn (quasi als Dolmetscher und Führer mit Garantie für Abenteuer) an und übernimmt in der Folge die meisten Reisekosten, bis er in ''Von Bagdad nach Stambul'' andere Wege geht als Kara Ben Nemsi und seine Gefährten. Er erweist sich als zwar schrullig, aber tapfer, großzügig und von treuer Freundschaft.&lt;br /&gt;
Im Laufe der Erzählung wächst ihm eine [[Aleppo-Beule]] auf der ohnehin schon langen Nase, deren Überreste er durch alle Folgebände trägt. Bei einem Kampf verliert er zwei Finger der linken Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ''Der Schut'' trifft Kara Ben Nemsi ihn als Gefangenen des Köhlers [[Scharka Visosch|Scharka]] wieder und kann ihn in der &amp;quot;[[Juwelenhöhle]]&amp;quot; aus den Händen der [[Schut]]-Bande befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im ''Silberlöwen'' ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn des dritten Bandes von ''Im Reiche des silbernen Löwen'' wird Lindsay – kaum sind Kara Ben Nemsi und [[Hadschi Halef Omar|Halef]] auf ihn gestoßen – schon wieder mitsamt einem Vetter, einem borniert-arroganten General, auf ein Schiff komplimentiert und verlässt den Roman auf unspektakuläre Weise: er ward nicht mehr gesehen; nur in Band IV wird erwähnt, dass er in [[Isphahan]] beim Schah gewesen, aber noch immer von diesem mit Beschlag belegt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn des dritten Bandes gehörte noch der ursprünglichen Konzeption als Reiseerzählung an, die Fortsetzung der neuen, [[symbol]]ischen Ausrichtung des [[Spätwerk|Alterswerk]]es, wo offenbar kein Platz mehr für Sir David war. (Er gilt dort als Symbol des May untreu gewordenen Publikums.) Dabei hatte er sich gerade soweit entwickelt, dass er nun imstande war, selber auf Türkisch und Arabisch ein paar Worte zu radebrechen und deshalb keinen Dolmetscher oder Führer mehr benötigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== weitere Erwähnungen des Namens &amp;quot;Sir David Lindsay&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
* Im ''Waldröschen'' gibt sich Trapper Geierschnabel gegenüber [[Pablo Cortejo]] als Sir David Lindsay, jüngerer Bruder von Sir Henry Lindsay, aus.&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Ah, dann kein Wunder, daß nicht wissen. Lord nur ältester Sohn; spätere Söhne nicht Lord.&amp;quot; &amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;So sind Sie der spätere Sohn eines Lindsay?&amp;quot; &amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Yes!&amp;quot; &amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Wie ist Ihr Vorname?&amp;quot; &amp;lt;br&amp;gt;&amp;quot;Sir David Lindsay.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinerlei Hinweise darauf, ob dieser Sir David auch nur innerhalb des Universums vom ''Waldröschen'' existiert hat oder eine ad-hoc-Erfindung von Trapper Geierschnabel sein sollte. Noch weniger lässt sich deshalb eine Verbindung zum früheren Sir David Lindsay des Orientzyklus herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In ''[[Freuden und Leiden eines Vielgelesenen]]'' erklettert ein Weltreisender namens [[Robert Kraft]] den Balkon von Mays [[Villa &amp;quot;Shatterhand.&amp;quot;]] und richtet ihm Grüße aus von &amp;quot;Sir David Lindsay&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Film ==&lt;br /&gt;
Die Filme sind sehr freie Adaptionen verschiedener May'scher Handlungsmotive. Da aber Lindsay eine beliebte Romanfigur ist, hat er auch dort den einen oder anderen Auftritt:&lt;br /&gt;
* [[Theo Lingen]] in &amp;quot;[[Die Sklavenkarawane (Film)|Die Sklavenkarawane]]&amp;quot; und &amp;quot;[[Der Löwe von Babylon (Film)|Der Löwe von Babylon]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Eduard Wiemuth]] in &amp;quot;[[Mit Karl May im Orient (Serie)|Mit Karl May im Orient]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Dieter Borsche]] in &amp;quot;[[Im Reiche des silbernen Löwen (Film)|Im Reiche des silbernen Löwen]]&amp;quot; und &amp;quot;[[Durchs wilde Kurdistan (Film)|Durchs wilde Kurdistan]]&amp;quot; und &amp;quot;[[Der Schut (Film)|Der Schut]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Ferdy Mayne in &amp;quot;[[Kara Ben Nemsi Effendi]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Heinz Schröder in &amp;quot;[[Präriejäger in Mexiko]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lingen Lindsay.jpg|Theo Lingen als Sir David Lindsay&lt;br /&gt;
Datei:MKMiO Lindsay Nelly.jpg|Eduard Wiemuth als Lindsay (hier in Begleitung seiner Privatsekretärin [[Nelly Longlake|Nelly]], der er wiederholt, aber stets vergeblich Heiratsanträge macht)&lt;br /&gt;
Datei:Archie.jpeg|Dieter Borsche (l.) als Lindsay mit seinem Diener Archie ([[Chris Howland]])&lt;br /&gt;
Datei:KBNE Ferdy Mayne Lindsay.jpg|Ferdy Mayne als Lindsay&lt;br /&gt;
Datei:Praeriejaeger Lindsay.png|Trapper Geierschnabel ([[Djoko Rossich]]) im Gewand von Sir David Lindsay (Heinz Schröder)&lt;br /&gt;
Datei:Praeriejaeger Lord.png|... und kurz zuvor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Hörspiel ==&lt;br /&gt;
In den verschiedenen Bearbeitungen des Orientzyklus wird Sir David gesprochen von:&lt;br /&gt;
* Rufus Beck&lt;br /&gt;
* Tobias Pagel&lt;br /&gt;
* Malte Petzel ([[Europa (Hörspiele)|Europa]])&lt;br /&gt;
* [[Joachim Rake]]&lt;br /&gt;
* Werner Simon ([[Karussell (Hörspiel)|Karussell]])&lt;br /&gt;
und vielen anderen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Sir David verfügt über ein bemerkenswertes Haarwachstum, wenn man nicht annimmt, dass er eventuell Tinkturen o.ä. zu Hilfe genommen hat:&lt;br /&gt;
:''... der in Bezug auf Haarwuchs eine völlige Wüste'' (in ''Durch die Wüste'')&lt;br /&gt;
:''... darüber einen vollständig kahl geschorenen, weiß glänzenden Kopf, auf dessen Scheitelpunkte nur ein einziges Zöpfchen stehen geblieben war'' (in ''Von Bagdad nach Stambul'')&lt;br /&gt;
:''... fuhr sich mit beiden Händen in das Haar'' (in ''Der Schut'')&lt;br /&gt;
(jeweils zitiert nach der [[Deutscher Hausschatz|Hausschatz]]fassung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bearbeitung des Kolportageromans ''[[Deutsche Herzen - Deutsche Helden]]'' im [[Karl-May-Verlag|KMV]] wurde der dortige [[Lord Eagle-nest]] zu David Lindsay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dr. William E. Thomas: ''Karl May und Australien''. In: ''[[Karl May &amp;amp; Co. Nr. 74]]''/[[1998]].&lt;br /&gt;
* Manfred Andexinger: ''David Lindsay - Phileas Fogg''. In: [[Wiener Karl-May-Brief Heft 1/2014]] &lt;br /&gt;
* [[Malte Ristau]]: ''„Abenteuer machen, ausgraben! Fowling bulls schicken“ · Mut­ma­ßun­gen zu Sir Da­vid Lind­say und sei­nen Wur­zeln''. In: [[Karl May &amp;amp; Co. Nr. 149]], [[2017]].&lt;br /&gt;
* Malte Ristau: ''Welt erkunden, Abenteuer erleben, sich selbst beweisen. Karl Mays Lords, zeit­ge­nös­si­sche Vor­bil­der und ihr Kon­text''. In: [[Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 199]], [[2019]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LitFig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:literarische Figuren|Lindsay, David]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus|Lindsay, David]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Im Reiche des silbernen Löwen|Lindsay, David]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa|Lindsay, David]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Lindsay</title>
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		<updated>2023-03-07T20:49:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Hinweis auf realen Lord Lindsay&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffsklärung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lindsay''' ist der Name gleich mehrerer [[England|englischer]] [[Adel und Adlige bei Karl May|Adliger]] in [[Karl May]]s Werken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In ''&amp;quot;[[Waldröschen]]&amp;quot;'' gibt es einen [[Sir Henry Lindsay]] mit seiner Tochter [[Amy Lindsay|Amy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sein bedeutend bekannterer Namensvetter ist [[Sir David Lindsay]], der u.a. im ''[[Orientzyklus]]'' eine wichtige Rolle innehat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''[[Lord Lindsay (historisch)|Lord Lindsay]]''' (* 16. Oktober 1812, † 13. Dezember 1880) war ein reicher adliger Orientreisender, der Karl May bei der Namensgebung seiner Figur des [[Sir David Lindsay]] inspiriert haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:literarische Figuren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldröschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Lord_Lindsay_(historisch)&amp;diff=195377</id>
		<title>Lord Lindsay (historisch)</title>
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		<updated>2023-03-07T20:48:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Alexander William Crawford Lindsay''', 25. Earl of Crawford, 8. Earl of Balcarres (* 16. Oktober 1812 in Muncaster Castle, Cumbria, England; † 13. Dezembe…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alexander William Crawford Lindsay''', 25. Earl of Crawford, 8. Earl of Balcarres (* 16. Oktober 1812 in Muncaster Castle, Cumbria, England; † 13. Dezember 1880 in Florenz, Italien), war ein schottischer Adliger, Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler.&lt;br /&gt;
Von seiner Jugend an bis zum Tode seines Vaters im Jahr 1869, als er die Grafentitel „Earl of Crawford“ und „Earl of Balcarres“ erbte, nannte er sich '''Lord Lindsay'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ausbildung in Eton und Cambridge schloss er 1833 mit dem Grad des Master of Arts ab. Reich und unabhängig, widmete er sein Leben einem weiten Spektrum der Geisteswissenschaften. Er veröffentliche zahlreiche geisteswissenschaftliche Werke, versuchte sich aber auch in der Belletristik. Er schuf eine bedeutende private Bibliothek und baute eine Sammlung von rund 1.400 seltenen arabischen und persischen Manuskripten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweite Bekanntheit erlangte er als Orientreisender. In den Jahren 1837 und 1838 bereiste er Ägypten und den nahen Osten und veröffentlichte anschließend unter dem Namen Lord Lindsay in dem zweibändigen Werk ''Letters on Egypt, Edom and the Holy Land''&amp;lt;ref&amp;gt;Lord Lindsay: ''Letters on Egypt, Edom and the Holy Land.'' Henry Colburn, London&amp;amp;nbsp;1838.&amp;lt;/ref&amp;gt; die zahlreichen ausführlichen Briefe, die er unterwegs verfasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Enkel David Lindsay, späterer 27. Earl of Crawford und 10. Earl of Balcarres wurde 1871 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig (2022) trägt sein Ururenkel Robert Alexander Lindsay die Titel des 29. Earl of Crawford und 12. Earl of Balcarres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lord Lindsay und Karl May ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand, der sich — so wie Karl May für seinen „''[[Orientzyklus]]''“ — in der zweiten  Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts intensiv mit den Verhältnissen im Orient beschäftigte, kam an dem Namen Lord Lindsay vorbei. Zwar wurden dessen ''Letters…'' nicht in andere Sprachen übersetzt, aber er wurde hundertfach von anderen Autoren — unter ihnen zahlreiche deutschsprachige — zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Karl May kannte seinen Namen aus mindestens zwei Werken, die er in seiner Bibliothek hatte: [[Joseph Russegger|Russegger]]s ''Reisen in Europa, Asien und Afrika''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Russegger|Russegger, Joseph]]: ''Reisen in Europa, Asien und Afrika. Erster Band. Zweiter Theil'' E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung, Stuttgart&amp;amp;nbsp;1843.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0491[a] in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Zeitschrift ''Globus''.&amp;lt;ref&amp;gt;''Globus. Illustrirte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde. 22. Band.'' Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig&amp;amp;nbsp;1872.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0126 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem wird Lord Lindsay bei Seetzen&amp;lt;ref&amp;gt;Kruse, Fr., Hinrichs, Müller, et.al. (Hrsg.): ''Ulrich Jasper Seetzen's Reisen durch Syrien, ...'' G. Reimers, Berlin&amp;amp;nbsp;1854.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt, einem Werk, das er wie Russegger nachweislich als Quelle genutzt hat; jedoch findet sich die Erwähnung im vierten Band, während nur die ersten beiden Bände in Mays Bibliothek nachgewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen seiner Leser, die sich bereits aus anderen Quellen oberflächlich über den Orient informiert hatten, konnten glauben, dass es sich bei [[Sir David Lindsay]], mit dem zusammen Kara Ben Nemsi einen Großteil der Abenteuer im ''Orientzyklus'' erlebt, um den bekannten Orientreisenden handelt. Dass die Vornamen nicht übereinstimmen, tat dem keinen Abbruch, weil die des echten Lord Lindsay in der damaligen Literatur nirgends erwähnt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lord Lindsay ist eine Zeichnung der [[Kubbet en Nassr]] zu verdanken, dem touristischen Anziehungspunkt, der Karl May gleich zwei längere Erwähnungen im ''Orientzyklus'' wert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
https://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Lindsay,_25th_Earl_of_Crawford&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Schubert, Gotthilf Heinrich von]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Stromschnellen_von_Chelab&amp;diff=195376</id>
		<title>Stromschnellen von Chelab</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Stromschnellen_von_Chelab&amp;diff=195376"/>
		<updated>2023-03-07T20:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Erklärung des Namens&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Stromschnellen von Chelab''' (auch Kelab&amp;lt;ref&amp;gt;Rich, Claudius James: ''Reise nach Kurdistan und dem alten Ninive, nebst dem Bericht einer Reise den Tigris entlang nach Bagdad, und eines Besuchs von Schiras und Persepolis. In: Lewald, August (Hrg.): Atlas zur Kunde fremder Welttheile. Fünfter Band.'' Literatur-Comptoir, Stuttgart&amp;amp;nbsp;1837, S.&amp;amp;nbsp;45.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0477 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Chellaub&amp;lt;ref&amp;gt;Ritter, Carl: ''Die Erdkunde im Verhältniß zur Natur und zur Geschichte des Menschen, 11.&amp;amp;nbsp;Theil. Drittes Buch. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage G.&amp;amp;nbsp;Reimer, Berlin&amp;amp;nbsp;1844, S.&amp;amp;nbsp;677&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) waren ein Katarakt des [[Tigris]] unmittelbar unterhalb der Einmündung des Kleinen Zab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sind heute nicht mehr erkennbar. Nach der Beschreibung bei [[Claudius James Rich|Rich]] und der Karte von [[Austen Henry Layard|Layard]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;gt;Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in Karl Mays Bibliothek.&amp;lt;/ref&amp;gt; lagen sie bei 35°14'21.7&amp;amp;quot;N 43°24'49.1&amp;amp;quot;E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Katarakts ist das arabische Wort für „Haken“, كلاب.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tigris_Zab.jpg|mini|rechts|Stromschnelle Kelab]]&lt;br /&gt;
An diesem Ort setzt May den im siebten Kapitel des ersten Bandes des „''[[Orientzyklus]]''“ in der Nähe von [[Mekka]] abgebrochenen Handlungsfaden im achten Kapitel wieder an:&lt;br /&gt;
:''Wie aber kam ich an den Tigris, und wie in das Dampfboot, welches uns bis unter die '''Stromschnellen von Chelab''' getragen hatte?''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Durch Wüste und Harem.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er berichtet rückblickend, dass er in [[Maskat]] [[Sir David Lindsay]] kennengelernt hatte und zusammen mit diesem und seinen beiden Dienern [[Bill (Diener)|Bill]] und Fred mit Lindsays Dampfboot bis zu diesen Stromschnellen gefahren war.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während der Nacht gelingt es Dieben durch Lindsays Unachtsamkeit, alle vier Pferde zu stehlen, jedoch können [[Kara Ben Nemsi]] und Lindsay durch ihre Ausdauer und Geschicklichkeit trotz der Verfolgung zu Fuß die Pferdediebe im [[Wadi Dschehennem]] stellen und ihnen die Pferde wieder abnehmen.&lt;br /&gt;
Später kommt [[Kara Ben Nemsi]], im Zusammenhang mit dem Kampf gegen feindliche Araberstämme, noch mehrere Male mit diesem Ort in Berührung:&lt;br /&gt;
:''„Wißt ihr vielleicht, wann die [[Dschowari]] sich mit den [[Abu Hammed]] vereinigen wollen?“ „Am Tage nach dem nächsten Jaum el Dschema.“ „Weißt du das genau?“ „Wir haben einen treuen Verbündeten unter den [[Dschowari]].“ „Und wo soll diese Vereinigung geschehen?“ „Bei den Ruinen von Khan Kernina.“ „Und dann?“ „Dann werden sich diese beiden Stämme mit den [[Obeïde]] vereinigen.“ „Wo?“ „Zwischen dem '''Wirbel Kelab''' und dem Ende der Kanuzaberge.“ „Wann?“ „Am dritten Tage nach dem Versammlungstag.“''&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S.&amp;amp;nbsp;378-379.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Jetzt jagte ich, um sie irre zu leiten, beinahe eine Stunde lang stracks nach West fort; dann bog ich auf einem steinigen Boden, wo die Hufspuren nicht zu sehen waren, nach Norden um und hatte bereits gegen Mittag den Tigris beim '''Strudel Kelab''' erreicht. Er liegt kurz unter dem Einflusse des Zab-asfal, und nur wenige Minuten unterhalb ist die Stelle, an welcher die Kanuzaberge in das Gebirge von Hamrin übergehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S.&amp;amp;nbsp;391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Mein Rappe war, wie alle Schammarpferde, ein ausgezeichneter Kletterer; ich konnte es wagen, mit ihm den Dschebel zu ersteigen, und so ritt ich denn, als sich mir ein günstiges Terrain bot, zur Höhe empor, um eine Uebersicht zu gewinnen. Oben musterte ich mit meinem Fernrohr den östlichen Horizont. Da sah ich, daß drüben, jenseits des Flusses, ein sehr reges Leben herrschte. Am südlichen, also am linken Ufer des Zab wimmelte die Ebene von Reitern bis beinahe nach dem Tell Hamlia hinab, und unterhalb des '''Chelab''' lagen mehrere große Haufen von Ziegenschläuchen, aus denen man wohl soeben die Flösse machen wollte, welche zum Uebersetzen der [[Obeïde]] dienen sollten. Das diesseitige Ufer des Tigris konnte ich nicht sehen - wegen der Höhe, hinter welcher das [[Wadi Deradsch|Thal Deradsch]] lag. Da ich noch Zeit hatte, so nahm ich mir vor, auch jene Höhe zu ersteigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;ebd., S.&amp;amp;nbsp;430-431.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von hier an nordwärts, vor allem  für die Abenteuer in Kurdistan, konnte May sich beim geografischen Hintergrund auf Layard stützen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Franz Kandolf|Kandolf, Franz]]: ''Kara Ben Nemsi auf den Spuren Layards (Ein Blick in die Werkstätte eines Schriftstellers).'' In: Dieter Sudhoff/Hartmut Vollmer (Hsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' Igel Verlag Wissenschaft, Paderborn [[1991]], ISBN 3-927104-19-1, S.&amp;amp;nbsp;195-201.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dessen Karte fand er den Eintrag „Chelab (Stromschnelle)”. Gleichzeitig zog er aber auch [[Claudius James Rich]] heran,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Christoph Blau|Blau, Christoph]]: ''Claudius James Richs „Reise nach Kurdistan“'', in: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 169, Radebeul&amp;amp;nbsp;2011, S.&amp;amp;nbsp;17-30.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er die Namen „Wirbel Kelab”, „Khan Kernina”, „Kanuzaberge”, „Dschowari” und „Abu Hammed” in genau dieser Schreibweise fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Warzy&amp;diff=195359</id>
		<title>Warzy</title>
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		<updated>2023-03-04T15:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ularci''' (mazedonisch: Уларци) ist ein Dorf in der Gemeinde Cheshinovo-Obleshevo in Nordmazedonien. Es liegt am Fluss Zletovica, kurz vor der Einmündung in die Bregalnica . Es hat knapp 400 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|links|Reiseroute über Warzy]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Orientzyklus]] sind [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] auf der Suche nach dem [[Schut]] und haben erfahren, dass sie ihn in [[Sbiganzy]] finden könnten. Auf dem Weg dorthin kommen sie von [[Radowitsch]] aus durch das Dorf '''Warzy'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Dann ritten wir über den Fluß, um nach Warzy zu kommen, welches am rechten Ufer liegt. Durch dieses Dorf führt der schon vor alten Zeiten bekannte und viel benutzte Reitsteg, welcher die südlich von Istib liegenden Hauptorte mit Karatowa, Kostendil, Dubnitza, Radomir und schließlich Sophia verbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;In der von May benutzen Karte ist zwar ein ungefähr in Nord-Süd-Richtung verlaufender Weg eingetragen, aber Mays Beschreibung ist entweder sehr fantasievoll oder er hat an dieser Stelle eine bisher noch nicht identifizierte Quelle verwendet.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir setzten noch über die kleine Sletowska und befanden uns dann in dem Dorf Sbiganzy, dem heutigen Ziel unseres Rittes.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 8, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;347.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sbiganzy]], wo sie hoffen, in der [[Schluchthütte]] endlich auf den [[Schut]] zu treffen, liegt von hier noch drei Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Warzy in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%A3%D0%BB%D0%B0%D1%80%D1%86%D0%B8 Ularci in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;u=https://mk.wikipedia.org/wiki/%25D0%25A3%25D0%25BB%25D0%25B0%25D1%2580%25D1%2586%25D0%25B8 automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Topoklu&amp;diff=195358</id>
		<title>Topoklu</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Topoklu&amp;diff=195358"/>
		<updated>2023-03-04T15:06:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Srednogortsi''' (bulgarisch: Средногорци) ist ein Dorf von 834 Einwohnern (Stand 2022) in Südbulgarien. Es gehört zur Gemeinde Madan, Bezirk Smolyan. Unter der osmanischen Herrschaft war sein Name Topoklu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Topoklu]]&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ trifft [[Kara Ben Nemsi]] in Topoklu wieder mit seinen Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] zusammen:&lt;br /&gt;
:''In Topoklu fand ich ein anderes Han, dessen Besitzer ein Türke war. Hier herrschte Reinlichkeit, und es gab einen guten Kaffee, und da der Weg von [[Stajanowa]] da vorüberführte, so blieb ich hier, um auf meine Gefährten zu warten.&amp;lt;br&amp;gt;Ich hatte geglaubt, daß sie erst gegen Abend '''Topoklu''' passieren würden; aber es war noch am Nachmittag, als ich sie vorüberreiten sah. Ich bezahlte, was ich genossen hatte, und holte sie schnell ein. Sie wunderten sich nicht wenig, mich hier zu sehen, da ich ja die Absicht gehabt hatte, über Palatza zu reiten. Als ich ihnen dann erzählte, was mir begegnet war, bedauerte es Halef sehr, nicht dabei gewesen zu sein.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 12. Jahrgang 1885/1886, Heft 15, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte sich von ihnen in [[Dschnibaschlü]] getrennt, um dem Bettler [[Saban]] zuvorzukommen und ihn daran zu hindern, die Nachricht vom Tod [[Deselim]]s nach [[Ismilan]] zu bringen.&lt;br /&gt;
:''„Ich will dir sagen, was ich mir vorgenommen habe. Ihr übernachtet bei dem Schmied und brecht am frühen Morgen auf. Ihr schlagt eine andere Tour ein, als wir uns vorgenommen hatten. Ihr reitet von [[Koschikawak]] über [[Mastanly]], Stajanowa und '''Topoklu''' nach [[Ismilan]]; ich aber reite jetzt südlicher über Göldschik, Maden und Palatza.“&amp;lt;br&amp;gt;„Warum über diese Orte?“&amp;lt;br&amp;gt;„Weil dies die Tour ist, welche der Bettler von Usu-Dere eingeschlagen hat.“''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 12. Jahrgang 1885/1886, Heft 13, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den größten Teil des Wegs von Dschnibaschlü nach Topoklu war [[Kara Ben Nemsi]] von [[Schimin]] geführt worden. Sie treffen auf [[Saban]] und überwältigen ihn, worauf [[Schimin]] mit dem gefangenen [[Saban]] in Richtung Koschikawak zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Topoklu in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://bg.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D1%80%D0%B5%D0%B4%D0%BD%D0%BE%D0%B3%D0%BE%D1%80%D1%86%D0%B8 Srednogortsi in der bulgarischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=bg&amp;amp;u=https://bg.wikipedia.org/wiki/%25D0%25A1%25D1%2580%25D0%25B5%25D0%25B4%25D0%25BD%25D0%25BE%25D0%25B3%25D0%25BE%25D1%2580%25D1%2586%25D0%25B8&amp;amp;prev=search automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reale Handlungsorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Tekirlik&amp;diff=195357</id>
		<title>Tekirlik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Tekirlik&amp;diff=195357"/>
		<updated>2023-03-04T15:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sekirnik''' (mazedonisch: Секирник) ist ein Dorf  am Fluss Strumica mit etwas über tausend Einwohnern. Es gehört zur Gemeinde Bosilovo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekirnik ist bereits 1878 unter diesem Namen in einer Liste der Dörfer in der europäschen Türkei zu finden. Es gehörte zum Kaza (etwa: Kreis) [[Ostromdscha|Strumitza]] im Sandschak Salonik des Vilâyet Salonik und ist mit 80 Häusern verzeichnet, in denen 56 Moslems und 183 Bulgaren lebten&amp;lt;ref&amp;gt;''Ethnographie des Vilayets d'Andrinople, de Monastir et de Salonique'', Extrait du Courrier d'Orient, Constantinople&amp;amp;nbsp;1878, S.&amp;amp;nbsp;61&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Karten von 1853 bis 1885 ist es als '''Tekirlik''' bezeichnet, in zwei Karten von 1885 und 1897 als Tekirlü. Trotz der generellen Unzuverlässigkeit der Karten dieser Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu den Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist es über die relative Lage zu den benachbarten Orten [[Jenikoi|Jeniköi]] und [[Radowa]], zur Strumica und zu einem der Strumica zu fließenden Bach hinreichend sicher zu identifizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Darüber hinaus ist nicht unwahrscheinlich, dass „Tekirlik“ auf einem Hörfehler beruht. Aus dem zweiten Beispiel im Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]] (Fußnote) erkennt man, dass sowohl „s“ mit „t“ als auch „n“ mit „l“ verwechselt werden konnten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein unmittelbarer Beleg für die Identität von Sekirnik mit Tekirlik ist derzeit nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Tekirlik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ erreichen [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] auf dem Ritt von [[Melnik]] nach [[Ostromdscha]], ihrem nächsten Ziel auf der Suche nach dem [[Schut]] und seiner Verbrecherbande, das Dorf Tekirlik und wollen hier übernachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''In Tekirlik angekommen, fragte ich nach dem Han. Es wurde mir eine Hütte gezeigt, deren Aeußeres nicht eben einladend war. Wir stiegen trotzdem ab, ließen die Pferde unter Omar's Aufsicht und traten ein. Da bot sich uns ein Anblick, der nicht sehr appetitlich war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 12. Jahrgang 1885/1886, Heft 22, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer längeren, ins Humoristische wechselnden Beschreibung der mangelnden Hygiene in diesem Gasthaus suchen die Gefährten eine andere Unterkunft und werden bei einem armen Ehepaar fündig, dem [[Ziegelstreicher]] und seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist die „Vampir“-Episode angesiedelt, in der Kara Ben Nemsi sich als Kriminalist und Aufklärer betätigt. Er entlarvt die angeblichen Vampirerscheinungen als Machenschaften von [[Andràs]], dem Knecht des früheren Freundes und jetzigen Feindes des Ziegelstreichers, [[Wlastan]]. Die beiden früheren Freunde versöhnen sich wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen, nach einer durchfeierten Nacht, in der Halef zum ersten Mal in seinem Leben Wein trinkt, geht der Ritt weiter nach [[Radowa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Tekirlik in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D0%B5%D0%BA%D0%B8%D1%80%D0%BD%D0%B8%D0%BA in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;u=https://mk.wikipedia.org/wiki/%25D0%25A1%25D0%25B5%25D0%25BA%25D0%25B8%25D1%2580%25D0%25BD%25D0%25B8%25D0%25BA automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skala&amp;diff=195356</id>
		<title>Skala</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skala&amp;diff=195356"/>
		<updated>2023-03-04T15:05:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mjedë''' ist ein in Albanien am Fluss Drin gelegenes Dorf mit etwas über zweitausend Einwohnern. Es gehört zur Gemeinde Vau i Dejës.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Karten des 19. Jahrhunderts ist der Name mit '''Skala''', Skela Mjed oder Mjed angegeben, wobei „Skela“ „Fähre“ bedeutet&amp;lt;ref&amp;gt;Ami Boué: ''Recueil d'Itineraires dans la Turquie d'Europe, Tome Premier'', W. Braumüller, Wien&amp;amp;nbsp;1854, S.&amp;amp;nbsp;334.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier überquerte die wichtige Straße zwischen [[Skutari (Albanien)|Skutari]] und Prisren den Drin mittels einer Fähre. An dieser Straße lag auch [[Rugova]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|links|Reiseroute über Skala]]&lt;br /&gt;
Skala ist einer der zahlreichen Orte, die May in Beschreibung des Weges seiner Helden im „''[[Orientzyklus]]''“ aufnimmt, um sie real erscheinen zu lassen. Er wird kurz vor Ende der Reise durchquert, nachdem die Jagd nach den Verbrechern beim [[Newera-Khan]] ihr Ende gefunden hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Indessen hatten wir Gori erreicht, kamen nach nicht ganz zwei Stunden nach Skala und ritten dann von der Höhe nach Skutari hinab, dem Endpunkt unserer Reise durch das Land der Skipetaren.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 17, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;748.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Skala in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://en.wikipedia.org/wiki/Vau_i_Dej%C3%ABs Vau i Dejës in der englischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Radowitsch&amp;diff=195355</id>
		<title>Radowitsch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Radowitsch&amp;diff=195355"/>
		<updated>2023-03-04T15:04:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Radoviš''' (mazedonisch Радовиш) ist eine Stadt in der Region Südosten (mazedonisch ''Jugoistočen region'' Југоисточен регион) Mazedoniens. Die Gemeinde Radoviš umfasst neben der Stadt noch 35 Dörfer und hat 28.244 Einwohner, die Stadt allein 16.223 (beides von 2002). In der Stadt lebten 2002 neben 13.990 Mazedoniern auch 1.930 Türken, sowie einige Roma, Serben und Walachen (Aromunen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wird Radoviš (meist ''Radoviste'' geschrieben) als ein bedeutender Marktflecken von 2.000 Einwohnern beschrieben, der seine beste Zeit hinter sich hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren (GR5)|Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|links|Reiseroute über Radowitsch]]&lt;br /&gt;
In [[Karl May]]s [[Orientzyklus]]-Roman ''„Durch das Land der Skipetaren“'' kommt die Reisegruppe um [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar]] bei der Verfolgung des [[Mübarek]] und seiner Spießgesellen von der Bande des [[Schut]] auch durch '''Radowitsch'''. Kurz zuvor, auf dem Weg von [[Ostromdscha]] nach Radowitsch, hatten sie einen Korbflechter als Führer genommen.&lt;br /&gt;
:''Wir erreichten die Stadt nach einer Viertelstunde. Unser Führer brachte uns durch einen offenen Bazar in eine Gasse und dort durch einen Thorweg in einen sehr geräumigen und auch sauber gehaltenen Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 8, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier im Gasthof des Ortes wird Kara Ben Nemsi von „Doktor“ [[Tschefatasch]] der beim Kampf mit den [[Aladschy]] verstauchte Fuß wieder eingerenkt. Der Arzt wird dafür von ihm in der Kunst, Gipsverbände anzulegen, unterrichtet.&lt;br /&gt;
Weiter führt der Korbflechter sie dann bis [[Karbinzy]], wo er entlohnt wird und umkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte. Radowitsch bildet jedoch insofern eine Ausnahme, als es in dieser Karte ''Radovich'' geschrieben wird. Die Schreibweise ''Radowitsch'' findet sich dagegen in anderen Karten und mehreren Büchern der Epoche.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel in Kiepert, Heinrich: ''General-Karte von der Europäischen Türkei,'' Dietrich Reimer, Berlin 1853&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zwingender Hinweis auf die Verwendung einer anderen Quelle als der Handtke-Karte ist das aber nicht, weil es sich bei Mays Schreibweise um eine auf der Hand liegende Eindeutschung von ''Radovich'' handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag [https://de.wikipedia.org/wiki/Radoviš Radoviš] in der Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Radowa&amp;diff=195354</id>
		<title>Radowa</title>
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		<updated>2023-03-04T15:03:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Radovo''' (mazedonisch: Радово) ist ein Dorf in der Verwaltungsgemeinde Bosilovo in Nordmazedonien. Es liegt im Südosten des Landes und hat etwa 900 Einwohner.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1942 wurde der Ort noch „Радова“, also '''Radova''' genannt, wie aus einer topografischen Karte dieses Jahrgangs hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Radowa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ durchqueren [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] das Dorf '''Radowa''' auf dem Ritt von [[Melnik]] zu ihrem nächsten Ziel auf der Suche nach dem [[Schut]] und seiner Verbrecherbande, [[Ostromdscha]]. Übernachtet haben sie zuvor kurz hinter [[Tekirlik]] und haben dabei das Abenteuer erlebt, das dem sechsten Kapitel des Bandes „In den Schluchten des Balkan“ seinen Namen gab: „Ein Vampyr“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Wir erreichten Radowa, ein trauriges Nest, dessen Bewohner sich bereits dem Bau der edlen Tabakspflanze hinzugeben schienen, und dann führte die sogenannte Straße mittelst einer alten Brücke auf das jenseitige Ufer des Flusses über. Da wir langsam ritten, erreichten wir erst nach der Mittagszeit das Dorf [[Dabila]], welches unsere letzte Station vor [[Ostromdscha]] war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 4, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Radowa in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://en.wikipedia.org/wiki/Radovo Radovo in der englischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Nevrekup&amp;diff=195353</id>
		<title>Nevrekup</title>
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		<updated>2023-03-04T15:02:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Goze Deltschew''' (bulgarisch: Гоце Делчев) ist eine Stadt und Verwaltungszentrum einer gleichnamigen Gemeinde in der südwestbulgarischen Oblast Blagoewgrad mit über 18.000 Einwohnern. Im Jahr 1951 wurde die Stadt nach dem Revolutionär und Freiheitskämpfer Goze Deltschew benannt; zuvor hieß sie Nevrokop (bulgarisch: Неврокоп). Zur Zeit des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] wurde der Name der Stadt in Deutschland unterschiedlich geschrieben, meist Newrekop, häufig aber auch, wie bei Karl May, '''Nevrekup'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts war sie der Hauptort des gleichnamigen Kreises (Kaza) im Vilâyet Seres und eine regional bedeutende Stadt mit rund 1000 Häusern. Sie war überwiegend von Türken bewohnt und nur von wenigen Griechen und Bulgaren.  Es gab einen großen Bazar, zahlreiche Gasthäuser und Cafés, zwölf Minarette und einen Uhrturm. Sie war Ort eines wichtigen jährlichen Markts im Sommer, der mehr als einen Monat dauerte. Tiere wurden in einem Tal vor der Stadt gehandelt, Stoffe und wertvolle Waren innerhalb der Stadt&amp;lt;ref&amp;gt;A. Viquesnel: ''Voyage dans la Turquie d'Europe, tome second'' Arthus Bertrand, Paris&amp;amp;nbsp;1868, S.&amp;amp;nbsp;194&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Nevrekup]]&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“, auf der Suche nach dem [[Schut]], übernachten die Gefährten [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] in Nevrekup, nachdem sie von [[Ismilan]] über [[Nastan]], [[Kara-Bulak]], [[Barutin]]&amp;lt;ref&amp;gt;von May zweimal richtig „Barutin“ und zweimal fälschlich „Barukin“ genannt&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Dubnitza]] geritten waren. Am nächsten Vormittag wird die Strecke nach [[Menlik]] bewältigt (rund 30 Kilometer).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von [[Ismilan]] bis [[Menlik]] werden sie dabei auch von [[Martin Albani]] begleitet.&lt;br /&gt;
:''Wir ritten durch Barukin, am Nachmittag durch Dubnitza und kamen gegen Abend nach Nevrekup, das früher berühmt war wegen seiner Eisenminen. Am andern Tage ging es weiter. Wir befanden uns in einer berühmten Gegend, denn hier auf diesen Bergen war es, wo nach der griechischen Sage Orpheus durch die Macht seines Gesanges den Bäumen und Felsen Leben und Bewegung gab. Um die Mittagszeit erreichten wir endlich Menlik.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 12. Jahrgang 1885/1886, Heft 17, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Nevrekup in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angaben zu den Eisenminen und zu der Orpheus-Sage entnahm Karl May einer anderen Quelle; der einzigen, die er — wenn auch etwas verfremdet — angibt:&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 4, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;129&amp;lt;/ref&amp;gt; Lindners ''Gemälde der Europäischen Türkei''.&amp;lt;ref&amp;gt;Lindner, Friedrich Ludwig: ''Gemälde der Europäischen Türkei.'' Verlag des geografischen Instituts, Weimar&amp;amp;nbsp;1812 S.&amp;amp;nbsp;50–51.(Inventar-Nr. KM0187 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Goze_Deltschew_(Stadt) Goze Deltschew in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Nastan&amp;diff=195352</id>
		<title>Nastan</title>
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		<updated>2023-03-04T15:01:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nastan''' (bulgarisch: Настан) ist ein Dorf in Südbulgarien. Es gehört zur Gemeinde Devin im Distrikt Smolyan.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es liegt 4 km südostlich von Devin und 28 km nordwestlich der Distriktshauptstadt Smolyan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Nastan]]&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan (GR4)|In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ brechen [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] morgens von [[Ismilan]] in Richtung [[Menlik]] auf, wobei sie auf diesem Streckenabschnitt von [[Martin Albani]] begleitet werden. Nastan ist der nächste Ort, den sie erreichen. Hier machen sie zu Mittag Halt. Die folgende Station ist [[Kara-Bulak]] (heute Borino), wo sie übernachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Nastan in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Kilissely&amp;diff=195351</id>
		<title>Kilissely</title>
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		<updated>2023-03-04T15:01:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sveti Nikole''' (mazedonisch Свети Николе) ist eine Stadt im Osten Nordmazedoniens, in der Hochebene Ovče Pole (von May mit dem früher üblichen Namen „Ebene Mustafa“ bezeichnet) und Zentrum der gleichnamigen politischen Gemeinde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von der  türkischen Bevölkerungsminderheit sowie in der Türkei wird die Stadt Kiliseli genannt, so wie sie zur Zeit der Zugehörigkeit zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] hieß.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Sveti Nikole“ lässt sich mit „St. Nikolaus“ übersetzen. Dies ist der Name einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert, nach der die Stadt benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|links|Reiseroute über Kilissely]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Altemutterturm.jpg|miniatur|Turm der alten Mutter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''[[Orientzyklus]]''“ sind [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten auf der Suche nach dem [[Schut]], einem Verbrecheroberhaupt. In '''Kilissely''' erreichen sie, über [[Jerßely]] von [[Sbiganzy]] kommend, die Straße von Istib (heute Štip) nach [[Uskub]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier wohnt der reiche Türke [[Murad Habulam]], ein Mitglied der Räuberbande des [[Schut]]. Die Reisegesellschaft von [[Kara Ben Nemsi]] wird durch den verräterischen Schneider [[Suef (Weiczka)|Suef]], der sie seit Sbiganzy begleitet, in das Haus des Türken gelockt.&lt;br /&gt;
:''„Und wo schlägst Du vor, daß wir die Nacht zubringen sollen?“&lt;br /&gt;
:''„In Kilissely; ich kenne dort den Wirt.“&lt;br /&gt;
:''„Wie lange ist bis dorthin zu reiten?“&lt;br /&gt;
:''„Von Jerßely vier starke Stunden.“&lt;br /&gt;
:''„Warum wählst du grad dieses Dorf?“&lt;br /&gt;
:''„Es ist ein sehr schöner Ort und liegt in der Ebene Mustafa, wo Alles, was das Herz begehrt, sehr billig und reichlich zu haben ist.“&lt;br /&gt;
:''„Wie weit ist es von dort bis Uskub?“&lt;br /&gt;
:''„Acht Stunden.“&lt;br /&gt;
:''„Gut, so bleiben wir in Kilissely.“''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 10, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;428.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie alle sollen im „[[Turm der alten Mutter]]“, der im Hof des Hauses steht, durch den Diener [[Humun]] vergiftet werden. Dank der Warnung durch Murad Habulams Dienerpaar [[Anka]] und [[Janik]] entgehen sie dem Anschlag und bestrafen die Schuldigen durch die [[Bastonade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die verfolgten Verbrecher auch hier wieder entkommen können, geht die Verfolgung weiter. Der nächste Ort ist [[Guriler]], das ebenfalls an der Straße nach [[Uskub]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte. Kilissely gehört jedoch zu den wenigen Ausnahmen, die von May leicht abweichend von dieser Karte geschrieben werden. Die Schreibweise ''Kilissely'' findet sich nur bei May, ansonsten heißt es ''Kilisseli'' (so in der Handtke-Karte) oder ''Kiliseli''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Sveti_Nikole Sveti Nikole in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Karbinzy&amp;diff=195350</id>
		<title>Karbinzy</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Karbinzy&amp;diff=195350"/>
		<updated>2023-03-04T15:00:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Karbinci''' (mazedonisch: Карбинци) ist ein Dorf und Zentrum der gleichnamigen Gemeinde nahe dem Fluss Bregalnica in Nordmazedonien. Es hat etwa 4.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|links|Reiseroute über Karbinzy]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ werden [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] von [[Radowitsch]] aus bis '''Karbinzy''' von dem Korbflechter geführt, den sie kurz zuvor als Führer gewonnen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Was soll ich über die Gegend sagen? Man merkt sich bekanntlich nur diejenigen Orte gut, an denen man Etwas erlebt hat, und dies war hier nicht der Fall. Der Korbflechter führte uns durch meist unbewaldete Gebiete, denen kein landschaftliches Interesse abzugewinnen war.''&lt;br /&gt;
:''In Karbinzy, einem Dorf unweit des linken Ufers der Bregalnitza, machten wir Halt und verabschiedeten uns von ihm. Er erhielt noch eine Extrabelohnung, über welche er außerordentlich erfreut war. Dann ritten wir über den Fluß, um nach Warzy zu kommen, welches am rechten Ufer liegt. Durch dieses Dorf führt der schon vor alten Zeiten bekannte und viel benutzte Reitsteg, welcher die südlich von Istib liegenden Hauptorte mit Karatowa, Kostendil, Dubnitza, Radomir und schließlich Sophia verbindet. Wir setzten noch über die kleine Sletowska und befanden uns dann in dem Dorf Sbiganzy, dem heutigen Ziel unseres Rittes.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 8, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;347.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Ort auf ihrem Weg, [[Warzy]], liegt in 5 Kilometern Entfernung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Karbinzy in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%9E%D0%BF%D1%88%D1%82%D0%B8%D0%BD%D0%B0_%D0%9A%D0%B0%D1%80%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D1%86%D0%B8 Karbinci in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;u=https://mk.wikipedia.org/wiki/%25D0%259E%25D0%25BF%25D1%2588%25D1%2582%25D0%25B8%25D0%25BD%25D0%25B0_%25D0%259A%25D0%25B0%25D1%2580%25D0%25B1%25D0%25B8%25D0%25BD%25D1%2586%25D0%25B8 automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Kara-Bulak&amp;diff=195349</id>
		<title>Kara-Bulak</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Kara-Bulak&amp;diff=195349"/>
		<updated>2023-03-04T14:59:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Borino''' (bulgarisch: Борино) ist ein Dorf von gut dreitausend Einwohnern (Stand 2017) und Zentrum der gleichnamigen Gemeinde in Südbulgarien. Es gehört zum Distrikt Smolyan.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es liegt 36 km nordwestlich der Distriktshauptstadt Smolyan.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert hieß es '''Kara-Bulak'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Kara-Bulak]]&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan (GR4)|In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ ist Kara-Bulak das erste der drei Nachtquartiere von [[Kara Ben Nemsi]], seinen Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] sowie ihres zeitweiligen Begleiters [[Martin Albani]] auf dem Weg von [[Ismilan]] nach [[Menlik]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Vormittag hatten sie etwa 40 Kilometer von [[Ismilan]] bis [[Nastan]] zurückgelegt. Die Etappe des Nachmittags war dann nur noch rund 14 Kilometer lang.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag erreichen sie schon früh [[Barutin]], wo sie aber über Nacht bei dem Mann von [[Hara]] bleiben, deren Leichnam sie unterwegs gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Kara-Bulak in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag in der [https://bg.wikipedia.org/wiki/%D0%91%D0%BE%D1%80%D0%B8%D0%BD%D0%BE bulgarischen Wikipedia].&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=bg&amp;amp;u=https://bg.wikipedia.org/wiki/%25D0%2591%25D0%25BE%25D1%2580%25D0%25B8%25D0%25BD%25D0%25BE&amp;amp;prev=search automatische Übersetzung dazu].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Jenikoi&amp;diff=195348</id>
		<title>Jenikoi</title>
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		<updated>2023-03-04T14:58:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Novo Selo''' (mazedonisch: Ново Село) ist ein Dorf und Hauptort der gleichnamigen Verwaltungsgemeinde in Nordmazedonien. Es liegt im Südosten des Landes am Fluss Strumica und hat etwa 2.800 Einwohner.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Novo Selo bedeutet „neues Dorf“, genau wie der frühere türkische Name Jeniköi.&amp;lt;ref&amp;gt;Yeniköy gemäß heutiger Schreibweise&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Jenikoi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ durchqueren [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] auf dem Ritt von [[Melnik]] nach [[Ostromdscha]], ihrem nächsten Ziel auf der Suche nach dem [[Schut]] und seiner Verbrecherbande, das Dorf '''Jenikoi'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''In Zeit von einer Stunde hatten wir [[Derbend]] erreicht und zu Mittag befanden wir uns in Jenikoi, am linken Ufer der Strumnitza. Hier hielten wir eine kurze Rast und ritten dann weiter auf [[Tekirlik]] zu.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 12. Jahrgang 1885/1886, Heft 21, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch diesen Ort — allerdings hier korrekt ''Jeniköi'' geschrieben — in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Op%C5%A1tina_Novo_Selo Die Gemeinde Novo Selo in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Guriler&amp;diff=195347</id>
		<title>Guriler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Guriler&amp;diff=195347"/>
		<updated>2023-03-04T14:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gorno Konjari''' (mazedonisch: Горно Коњари) ist ein Dorf am Fluss Pčinja in Nordmazedonien nahe der Hauptstadt [[Uskub|Skopje]]. Es hat etwa 130 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Karten aus der Zeit des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] ist der Ort als '''Guriler''', Gouriler, Güriler, Gureler, Konjare und Koynari zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Identifizierung von Guriler als Gorno Konjari ist über eine präzise topografische Karte von 1915 gesichert. Hier sind die drei heutigen Orte Dolno Konjari, Sredno Konjari und Gorno Konjari wiederzufinden, wenn auch mit „Koynari“ bezeichnet. Dazu ist in Klammern der alte Name „Gureler“ angegeben. Von diesen drei Orten kommt nur Gorno Konjari als das Guriler der alten Karten in Frage, da nur dieses sowohl am Fluss als auch an der Straße von Sveti Nikole ([[Kilissely]]) nach Skopje ([[Uskub]]) liegt. www.geonames.org nennt unter anderem Gorno Kojnari und Gureler als Alternativnamen für Gorno Konjari.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gorno Konjari lässt sich als „Oberkonjari“ übersetzen. Dementsprechend gibt es in geringer Entfernung flussabwärts die Orte Sredno Konjari („Mittelkonjari“) und Dolno Konjari („Unterkonjari“ / „Niederkonjari“). Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts sind auch diese Orte in den Karten zu finden.&lt;br /&gt;
Vereinzelt wird Gorno Konjari in Karten um 1900 auch als „Bulgarisch Konjare“ und Sredno Konjari als „Türkisch Konjare“ bezeichnet. Dies deutet auf eine frühe Trennung nach Ethnien hin. Eine solche besteht heute ebenfalls, wenn auch in anderer Form. Gorno Konjari wird überwiegend von Mazedoniern bewohnt, Sredno Konjari überwiegend von Albanern und Dolno Konjari überwiegend von Bosniern.&lt;br /&gt;
Von diesen drei Orten hat nur Gorno Konjari Eingang in die älteren Karten gefunden, weil es als einziges an der durchgehenden Straße von Istib (heute Štip) nach [[Uskub]] (heute Skopje) lag und hier der Fluss Pčinja überquert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|links|Reiseroute über Guriler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ setzen [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] die Verfolgung der Verbrecher [[Manach el Barscha]], [[Barud el Amasat]], [[Mübarek]] und der beiden [[Aladschy]] von [[Kilissely]] aus auf der Straße nach [[Uskub]] fort. Sie begleiten dabei die ehemaligen Diener des [[Murad Habulam]] aus [[Kilissely]], [[Anka]] und [[Janik]]. Als nächsten Ort erreichen sie '''Guriler''', wo sie zunächst die Spur verlieren, dann aber vom Wirt des örtlichen Konak erfahren, dass die Gesuchten die Straße nach [[Uskub]] verlassen und sich westlich nach [[Rumelia]] gewandt haben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit müssen sie sich hier früher als geplant von [[Anka]] und [[Janik]] trennen, die nach [[Uskub]] weiterreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Guriler in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%BE%D1%80%D0%BD%D0%BE_%D0%9A%D0%BE%D1%9A%D0%B0%D1%80%D0%B8 Gorno Konjari in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.com/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;u=https://mk.wikipedia.org/wiki/%25D0%2593%25D0%25BE%25D1%2580%25D0%25BD%25D0%25BE_%25D0%259A%25D0%25BE%25D1%259A%25D0%25B0%25D1%2580%25D0%25B8&amp;amp;prev=search automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b101041103/f1.item.r=balkans.zoom Topografische Karte von 1915]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Glogovik&amp;diff=195346</id>
		<title>Glogovik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Glogovik&amp;diff=195346"/>
		<updated>2023-03-04T14:56:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Lakavica''' (mazedonisch: Лакавица) ist ein Dorf von knapp tausend Einwohnern in Nordmazedonien. Es gehört zur Gemeinde Gostivar und liegt 6 km südsüdöstlich der Stadt Gostivar (Kostovo in Karten des 19. Jahrhunderts).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Karten des 19. und der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts ist der Ort unter den Namen Glogowik, '''Glogovik''', Glochowik, Glugowik, Lukawica, Lukovica und Lokvica zu finden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
An der Identität von Lakavica mit Glogovik kann es bereits aufgrund der Namensähnlichkeiten wenig Zweifel geben; und es ist der einzige Ort, der der Lage nach in Frage kommt. Ein direkter Beleg dafür konnte aber bisher nicht gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|links|Reiseroute über Glogovik]]&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach dem [[Schut]] reiten im „''[[Orientzyklus]]''“ die Gefährten [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] vom [[Treska-Konak]] aus nach Glogovik. Sie werden geführt vom Wirt des Konak, der aber, wie [[Kara Ben Nemsi]] längst weiß, mit den verfolgten Verbrechern im Bunde ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glogovik ist Schauplatz einiger burlesker Szenen. [[Hadschi Halef Omar|Halef]] trinkt Fischtran, es wird wieder einmal ein Vertreter der Obrigkeit verprügelt und schließlich, beim Weiterreiten, beißt [[Hadschi Halef Omar|Halef]] in der Wurst, die [[Kara Ben Nemsi]] hier für ihn erworben hat, auf den Finger eines alten Lederhandschuhs und wird so für den ihm verbotenen Genuss von Schweinefleisch bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter geht es von hier aus zur Übernachtung im nicht weit entfernt liegenden Haus des Ruß- und Kohlenhändlers [[Junak]], der ebenfalls zur Bande des [[Schut]] gehört. Nachdem anschließend die Abenteuer an den fiktiven Orten [[Teufelsschlucht]] und [[Juwelenhöhle]] überstanden sind, erreichen die Reisegefährten kurz vor Kolutschin, dem nächsten realen Ort der Reiseroute, die Straße von Gurasenda und Ibali nach Kolutschin&amp;lt;ref&amp;gt;Gurasenda und Ibali sind zwar in Karten des 19. Jahrhunderts enthalten, aber derzeit nicht mit heutigen Orten identifizierbar. Einem Aufsatz von 1929 ist zu entnehmen, dass Gurasenda bereits zu dieser Zeit nicht mehr identifizierbar war.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Glogovik in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%9B%D0%B0%D0%BA%D0%B0%D0%B2%D0%B8%D1%86%D0%B0_(%D0%93%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8%D0%B2%D0%B0%D1%80%D1%81%D0%BA%D0%BE) Lakavica in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;tl=de&amp;amp;u=https%3A%2F%2Fmk.wikipedia.org%2Fwiki%2F%D0%9B%D0%B0%D0%BA%D0%B0%D0%B2%D0%B8%D1%86%D0%B0_(%D0%93%D0%BE%D1%81%D1%82%D0%B8%D0%B2%D0%B0%D1%80%D1%81%D0%BA%D0%BE) automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dubnitza&amp;diff=195345</id>
		<title>Dubnitza</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dubnitza&amp;diff=195345"/>
		<updated>2023-03-04T14:56:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dabnitsa''' (bulgarisch: Дъбница) ist ein Dorf von knapp 2000 Einwohnern (Stand 2022) in Südbulgarien. Es gehört zur Gemeinde Garmen und zum Distrikt Blagoevgrad.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es liegt 5 km südöstlich von Garmen und 79 km südöstlich der Distriktshauptstadt Blagoevgrad.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Dubnitza]]&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan (GR4)|In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „''Orientzyklus''“ wird '''Dubnitza''' von [[Kara Ben Nemsi]] und seinen Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] auf dem Weg nach [[Menlik]] durchquert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Nacht zuvor haben sie in [[Barutin]] verbracht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abends erreichen sie dann [[Nevrekup]], ihr drittes und letztes Nachtquartier auf dem rund 140 Kilometer langen Routenabschnitt von [[Ismilan]] nach [[Menlik]], auf dem sie auch von [[Martin Albani]] begleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Dubnitza in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag in der [https://bg.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D1%8A%D0%B1%D0%BD%D0%B8%D1%86%D0%B0 bulgarischen Wikipedia].&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=bg&amp;amp;u=https://bg.wikipedia.org/wiki/%25D0%2594%25D1%258A%25D0%25B1%25D0%25BD%25D0%25B8%25D1%2586%25D0%25B0 automatische Übersetzung dazu].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dabila&amp;diff=195344</id>
		<title>Dabila</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dabila&amp;diff=195344"/>
		<updated>2023-03-04T14:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzung zu Karl Mays Quellen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dabilje''' (mazedonisch: Дабиље) ist ein Dorf in der Gemeinde Gemeinde Strumica in Nordmazedonien. Es liegt im Südosten des Landes am Fluss Strumica und hat etwa 2.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Dabila]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karls Mays „''Orientzyklus''“ durchqueren [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] von [[Radowa]] kommend das Dorf '''Dabila''' auf dem Ritt von [[Melnik]] zu ihrem nächsten Ziel auf der Suche nach dem [[Schut]] und seiner Verbrecherbande, [[Ostromdscha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Da wir langsam ritten, erreichten wir erst nach der Mittagszeit das Dorf '''Dabila''', welches unsere letzte Station vor [[Ostromdscha]] war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 4, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kehren sie beim Gastwirt [[Ibarek]] ein. Dieser war in der Nacht zuvor von den verfolgten Verbrechern bestohlen worden. Um den Diebstahl anzuzeigen und die Diebe dingfest machen zu lassen, schließt sich [[Ibarek]] [[Kara Ben Nemsi]] und seinen Gefährten auf dem Weiterritt nach [[Ostromdscha]] an. Der gerade Weg in Richtung Westen hätte vier Kilometer betragen, aber weil [[Kara Ben Nemsi]] vermutet, dass er von den Verbrechern erwartet wird, nimmt er lieber einen Umweg, um [[Ostromdscha]] von Süden aus zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle realen geografischen Namen im europäischen Teil des Osmanischen Reichs, die May im „''Orientzyklus''“ verwendet, fand er auch Dabila in Friedrich Handtkes „''Generalkarte der Balkanhalbinsel''“,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn&amp;amp;nbsp;[[1991]], S.&amp;amp;nbsp;202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; die er in seiner Bibliothek hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://mk.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D0%B0%D0%B1%D0%B8%D1%99%D0%B5 Dabilje in der mazedonischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://translate.google.de/translate?hl=de&amp;amp;sl=mk&amp;amp;u=https://mk.wikipedia.org/wiki/%25D0%2594%25D0%25B0%25D0%25B1%25D0%25B8%25D1%2599%25D0%25B5 automatische Übersetzung dazu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Omar_Ben_Amarahs_Frau&amp;diff=195314</id>
		<title>Omar Ben Amarahs Frau</title>
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		<updated>2023-02-24T11:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Schreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
{{Figuren|1=[[Merhameh (1909)|Merhameh]]}}&lt;br /&gt;
Die '''Frau''' [[Omar Ben Amarah]]s ist in ihrer Herrschsucht und ihrem Stolz der Grund allen Übels im Hause Omar Ben Amarahs.&lt;br /&gt;
:''Die Frau war in feines, indisches Linnen gekleidet. In ihrem Haare glänzten goldene und silberne Ketten und Münzen. An ihren Hand- und Fußgelenken klirrten schwere Spangen. Man sah ihr an, daß sie stolz auf diese Schmuckstücke war und ebenso wohl auch auf die hohe, imponierende Gestalt, durch die sie sich vor den anderen Frauen'' [...] ''auszeichnete''.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Merhameh.'' In: ''[[Karl Mays Werke (Digitale Bibliothek)|Karl Mays Werke]]'', S. 69473 f. (vgl. KMW-V.8-477, S. 120).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalt und erbarmungslos verweigert sie [[Ali Ben Masuhl]] den erflehten Schutz und wird dafür von [[Merhameh]] mit Verachtung gestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Layard ==&lt;br /&gt;
In [[Austen Henry Layard]]s Werk ''Discoveries in the ruins of Nineveh and Babylon'' erwähnt der berühmte englische Archäologe eine stolze Beduinenfrau namens Rathaiyah, die zweite Gattin von Scheich Suttum&amp;lt;ref&amp;gt;siehe  bei [[Scheich#Layard_als_May.27s_Vorlage|Scheich Suttum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; vom Stamme der [[Schammar]]. Er beschreibt sie  als nicht mehr jung, aber immer noch sehr attraktiv:&lt;br /&gt;
* ''&amp;quot;Es lag mehr als das gewöhnliche Beduinen-Feuer in ihren großen schwarzen Augen, und ihr Haar fiel in vielen Locken über die Schultern. Sie hatte ein hochmütiges und gebieterisches Temperament und offenkundig mehr Macht über Suttum, als er zugeben wollte und mit seinem Ruf als großer Krieger zu vereinbaren war.&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste.'' S.&amp;amp;nbsp;332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Vorlage für Karl May, der mit Layards Werken durchaus vertraut war und sie oft verwendete, kann auch hier angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Frauen bei Karl May]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste. Wie Europa den Orient entdeckte.&amp;quot; Osburg Verlag, [[Berlin]] 2010, ISBN 978-3-940731-40-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LitFig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:literarische Figuren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Scheich&amp;diff=195313</id>
		<title>Scheich</title>
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		<updated>2023-02-24T11:44:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Schreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Scheich.jpg|thumb|160px|Scheich Sattam de Haddadin (Alexander E. Jacovlev, [[1931]])]]&lt;br /&gt;
Der '''Scheich''' (arabisch für &amp;quot;Ältester&amp;quot;, &amp;quot;Greis&amp;quot;) ist das Stammesoberhaupt bei den [[Arabien|arabischen]] [[Beduinen]] und in [[islam]]ischen Ländern. Es ist ein volkstümlicher Titel für führende Personen des geistlichen oder geistigen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sufismus]] (islamische Mystik) wird dieser Titel auch für das Oberhaupt eines [[Derwisch]]-Ordens (''[[T|Tariqa]]'') verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---Scheich ist außerdem ein Begriff aus der Seefahrt und bedeutet dort Bootsmann.&lt;br /&gt;
---&amp;gt;&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
In den [[Orient]][[roman]]en [[Karl May]]s werden viele Araber- und [[Kurden]]scheichs als Freunde oder Gegner des [[Ich-Erzähler]]s bzw. [[Kara Ben Nemsi]]s genannt. Die bekanntesten sind [[Mohammed Emin]] und sein Sohn [[Amad el Ghandur]] ([[Haddedihn]]), [[Malek]] ([[Ateïbeh]], dann Haddedihn), [[Hadschi Halef Omar]], der nach seinem Schwiegervater Malek Scheich der Haddedihn wird, [[Esla el Mahem]] ([[Obeïde]]), [[Gasahl Gaboya]] ([[Bebbeh]]), [[Ali en Nurabi]] ([[Uëlad Sebira]]), [[Farad el Aswad]] ([[Uled Ayun]]), [[Abd el Idrak]] ([[Beni Lam]]) und [[Tawil Ben Schahid]] ([[Beni Khalid]]).&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheich suttum.jpg|miniatur|links|150px| Scheich Suttum (die Namensähnlichkeit zu Scheich Sattam, s.o. rechts, ist rein zufällig); Zeichnung von F.C.Cooper]]&lt;br /&gt;
== Layard als May's Vorlage ==&lt;br /&gt;
In [[Austen Henry Layard]]s Werk ''Discoveries in the ruins of Nineveh and Babylon'' erwähnt der berühmte englische Archäologe eine Begegnung mit Scheich Suttum, dem Anführer einer Untertabteilung des [[Schammar]]-Stammes. Er beschreibt ihn als vollenderen Beduinen mit imposanter Erscheinung:&lt;br /&gt;
: ''Seine Gesichtszüge waren regelmäßig und wohlgeformt. Sie besaßen den feinen Charakter, den man bei den Nomaden der Wüste so oft findet. Rastlose und funkelnde Augen von tiefstem Schwarz verrieten den Menschen hinter den Gesichtszügen. [...] Sein dukles Haar war zu vielen langen Zöpfen geflochten; sein Bartwuchs war spärlich wie bei den meisten Arabern.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch die Beschreibung von [[Halef]]s Bart&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trug das übliche arabische Hemd und darüber einen von roter Seide gesäumten und mit Fell gefütterten Umhang. [...] Ein buntes Tuch oder Kefija war lose um seinen Kopf geschlungen und mit einem Band aus Kamelhaar an den Schläfen befestigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Austen Henry Layard: ''Discoveries in the ruins of Nineveh and Babylon; with travels in Armenia, Kurdistan and the desert; being the result of a second expedition undertaken for thr Trustees of the British Museum.'' John Murray, London 1853, S.&amp;amp;nbsp&amp;amp;´;239-240.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Tage später sind Layard und seine Begleiter Gäste eines anderen Schammar-Häuptlings mit dem Namen Mohammed Emin (!), der für sie ein großes Begrüßungsfest abhält, wozu ein Schaf geschlachtet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Namen und Erlebnisse Layards sind immer wieder in Mays Orientzyklus zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== LIteratur ==&lt;br /&gt;
* Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste. Wie Europa den Orient entdeckte.&amp;quot; Osburg Verlag, [[Berlin]] 2010, ISBN 978-3-940731-40-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag in der [http://de.wikipedia.org/wiki/Scheich Wikipedia] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=1849&amp;diff=195312</id>
		<title>1849</title>
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		<updated>2023-02-24T11:43:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Schreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Jahreschronik}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden-Maiaufstand.jpg|thumb|300px|Der Angriff auf die Barrikaden am Dresdner Neumarkt]]&lt;br /&gt;
* Am [[19. Januar]] beschwert sich [[Christiane Wilhelmine May]] erneut wegen der geringen Einkünfte und fordert ein Mindesteinkommen für Hebammen. Diese Beschwerde wird wiederum zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August May]] engagiert sich im [[Hohenstein-Ernstthal|Ernstthal]]er Vaterlandsverein.&lt;br /&gt;
* In [[Dresden]] kommt es am [[3. Mai]] zum [[Revolution 1848#Dresdner Maiaufstand|Mai-Aufstand]].&lt;br /&gt;
* In den [[USA]] erlebt der kalifornische [[Goldrausch]] seinen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== geboren ==&lt;br /&gt;
* [[23. Februar]]: [[Ildefons Schober]], Erzabt&lt;br /&gt;
* [[16. April]]: [[Eduard von Nolde]], Reiseschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[9. Mai]]: [[Gustave Fraipont]], Maler&lt;br /&gt;
* [[26. Mai]]: [[Heinrich Theissing]], Verleger&lt;br /&gt;
* [[9. Juni]]: [[Karoline Selbmann]], Schwester Karl Mays&lt;br /&gt;
* 9. Juni: [[Karl Tanera]], Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[2. Juli]]: [[Marie Therese von Bayern]], Königin&lt;br /&gt;
* [[31. Juli]]: [[Auguste Gérardin]], Maler&lt;br /&gt;
* [[6. August]]: [[Zephyrin Biever]], Briefpartner Karl Mays&lt;br /&gt;
* [[20. September]]: [[Bruno Radelli]], Verleger&lt;br /&gt;
* [[13. Oktober]]: [[Ernst Achilles]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== gestorben ==&lt;br /&gt;
* [[3. September]]: [[Ernst von Feuchtersleben]], Dichter&lt;br /&gt;
* [[7. Oktober]]: [[Edgar Allan Poe]], Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[10. Dezember]]: [[Karl Herloßsohn]], Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Austen Henry Layard]]: ''Nineveh and its remains.'' [[London]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Hanneh&amp;diff=195311</id>
		<title>Hanneh</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Hanneh&amp;diff=195311"/>
		<updated>2023-02-24T11:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Schreibfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Figuren|1=[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Am Jenseits (GR25)|Am Jenseits]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen I (GR26)|Im Reiche des silbernen Löwen I]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen II (GR27)|Im Reiche des silbernen Löwen II]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen III (GR28)|Im Reiche des silbernen Löwen III]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen IV (GR29)|Im Reiche des silbernen Löwen IV]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schnorr hanneh.jpg|thumb|210px|Hanneh – von [[Peter Schnorr]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanneh''' (laut [[Karl May]] = &amp;quot;Anna&amp;quot;) ist die Enkelin von [[Malek]], dem [[Scheich|Scheik]] der [[Ateïbeh]], wird aber von May häufig auch als dessen Tochter bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Ihre Mutter ist [[Amscha]], die Tochter Maleks, eine sehr resolute und entschlossene Frau. Ihr Vater ist der [[Dscheheïne]] [[Abu Seïf]], der Amscha entführt und geschwängert hat. &lt;br /&gt;
:''Er zwang sie, sein Weib zu sein; aber sie entkam ihm einst und brachte mir ihre Tochter mit zurück. ... Seit jener Zeit suche ich ihn, um mit ihm abzurechnen ... Später einmal ... sah ich Abu-Seïf mit einigen seiner Leute kommen; er wollte das Heiligthum besuchen. Der Zorn übermannte mich; ich ergriff ihn, trotzdem bei der Kaaba jeder Streit verboten ist. Ich wollte ihn nicht tödten, sondern ihn nur zwingen, mir zu folgen, um draußen vor der Stadt mit ihm zu kämpfen ... Es entspann sich ein Kampf, der damit endete, daß die Eunuchen herbeieilten und uns gefangen nahmen, ihm aber und den Seinigen die Freiheit ließen. Zur Strafe wurden uns die heiligen Orte verboten. Unser ganzer Stamm wurde verflucht und mußte uns ausstoßen, um des Fluches wieder ledig zu werden. Nun sind wir geächtet. Aber wir werden uns rächen und diese Gegend verlassen. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DDouglas_Hanneh.jpg|thumb|left|115px|Hanneh – von [[D. Douglas]]]]&lt;br /&gt;
=== Orientzyklus ===&lt;br /&gt;
Hanneh wächst als Verfemte auf. Dennoch möchte sie, wie jede gute Muslimin, [[Mekka]] besuchen. Dazu müsste sie verheiratet sein. [[Hadschi Halef Omar]] erklärt sich bereit, die junge Schönheit zum Schein zu ehelichen und sie nach dem Besuch von Mekka &amp;quot;intakt&amp;quot; wieder zurückzugeben. Die beiden verlieben sich allerdings ernsthaft ineinander und als es Halef noch gelingt, den der Familie verhassten Abu Seïf zu töten, darf er seine Hanneh behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wird Hannehs Schönheit verblassen, doch Halefs Liebe bleibt ihr erhalten. Sie ist stets - auch nach Halefs Aufstieg im Stamm - die einzige Bewohnerin seines Frauenzeltes und muss ihn nicht mit Nebenfrauen teilen. Ihr gemeinsamer Sohn wird nach ihrem großen Förderer [[Kara Ben Halef]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald wird klar, dass in dieser Ehe Hanneh &amp;quot;die Hosen anhat&amp;quot; - sehr zu Recht, wie sogar Halef eingestehen muss. Diese Frau ist ein Reservoir an Liebe, gesundem Menschenverstand und Intelligenz; vor ihr zeigt sogar [[Kara Ben Nemsi]] großen Respekt. Wenn sie bei Halefs und Kara Ben Nemsis Abenteuern zugegen ist, greift sie aktiv, mutig und zugleich besonnen in diese Aktionen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätwerk ===&lt;br /&gt;
Gespräche mit Kara Ben Nemsi über den Glauben zeigen, dass nicht nur Halef sondern auch Hanneh früh dem Christentum zuneigen. Sie verwirft den Islam, weil er den Frauen keine Seele zugesteht, und bittet Kara Ben Nemsi in einem nächtlichen Gespräch diesbezüglich um Trost und geistige Hilfe, die dieser ihr spenden kann. Sie wird innerlich Christin und hat nicht unbedeutenden Anteil daran, dass auch Halef innerlich Christ wird. Sie verlangt für Männer und Frauen gleiche Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ustad]] bezeichnet sie als ''&amp;quot;Seele des weiblichen Geschlechtes, die aus der Höhe niederstieg, um Geist in Seele zu verwandeln&amp;quot;''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Layard ==&lt;br /&gt;
In [[Austen Henry Layard]]s Werk ''Discoveries in the ruins of Nineveh and Babylon'' erwähnt der berühmte englische Archäologe die vergängliche Schönheit der Beduinenmädchen. Er beschreibt begeistert &lt;br /&gt;
: ''&amp;quot;[...] die jungen Mädchen, ihre Haut, die großen, mandelförmigen Augen, die so ausdrucksvoll sind und mit unglaublichem Glanz und Feuer strahlen; schwarzes, kräftiges Haar fällt ihnen in üppigen Locken bis auf den Rücken und ihr Gang ist aufrecht und Anmutig. Aber ach, ihre Schönheit hält nur, bis die reine Jugend vorbei ist, und mit wenigen Ausnahmen entwickelt sie sich nach dem zwanzigsten Geburtstag schnell zu »den hässlichsten alten Hexen, und nur die leuchtende Klarheit des Auges überlebt den allgemeinen Verfall.«&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste.'' S.&amp;amp;nbsp;332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie so oft hat Karl May in seinem Orientzyklus ganze Passagen inhaltlich von Layard übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Film ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GretlWawra.jpg|thumb|120px|Gretl Wawra als Hanneh (1936)]]&lt;br /&gt;
Hanneh wurde gespielt von:&lt;br /&gt;
* [[Gretl Wawra]] (''[[Durch die Wüste (Film)|Durch die Wüste]]'', [[1936]])&lt;br /&gt;
* [[Amelia Ortas]] (''[[Der Löwe von Babylon (Film)|Der Löwe von Babylon]]'', [[1959]])&lt;br /&gt;
* [[Maite Matalonga]] (''[[Durchs wilde Kurdistan (Film)|Durchs wilde Kurdistan]]'', [[1965]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Hörspiel ==&lt;br /&gt;
Hanneh wird gesprochen von:&lt;br /&gt;
* [[Constanze Blaumann]] (''Hadschi Halef Omar'' von Litera)&lt;br /&gt;
* [[Dagmar von Kurmin]] (''Kara Ben Halef'' von [[Europa (Hörspiele)|Europa]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Frauen bei Karl May]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Le Blanc]]: ''Kein Sex mit Old Shatterhand? Eine literarische Spekulation''. In: Schriftenreihe und Materialien der Phantastischen Bibliothek Wetzlar. Kleine Reihe. Band 1, 2014.&lt;br /&gt;
* Mogens Trolle Larsen: ''Versunkene Paläste. Wie Europa den Orient entdeckte.&amp;quot; Osburg Verlag, [[Berlin]] 2010, ISBN 978-3-940731-40-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NtuiS}}&lt;br /&gt;
{{LitFig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figuren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Im Reiche des silbernen Löwen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Aqil&amp;diff=195310</id>
		<title>Aqil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Aqil&amp;diff=195310"/>
		<updated>2023-02-24T11:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: kleine Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Figuren|1=[[Im Lande des Mahdi III (GR18)|Im Lande des Mahdi III]]}}&lt;br /&gt;
'''Aqil''' (''Scharfsinn'') ist ein [[Bebbeh]]-[[Kurden|Kurde]]. Er ist der Vater [[Ssali Ben Aqil]]s, der Onkel von [[Ahmed Azad]] und [[Nizar Hared]] sowie der Schwager [[Gasahl Gaboya]]s.&lt;br /&gt;
:[Seinen] ''Kopf bedeckte eine eigentümliche runde Ledermütze, deren Rand so viel und tiefwinkelig eingeschnitten war, daß die dadurch entstandenen Spitzen vorn bis ins Gesicht, an den Seiten über die Ohren und hinten bis über den Nacken herabhingen. Sie glich einer großen Spinne, deren Körper auf dem Scheitel sitzt, während sie ihre vielen und langen Beine über die andern Teile des Kopfes streckt. Den Oberkörper bedeckte eine dunkle Weste, welche oben so ausgeschnitten war, daß der sehnige, braune Hals frei blieb; sie hatte oben enge und unten weit werdende Aermel, aus denen die nackten, knochigen Arme bis zum Ellbogen hervorblickten. Die Lederhose steckte unten in kurzen, stark gearbeiteten Stiefeln'' [...] ''Sein Haar war weiß; er mochte ungefähr sechzig Jahre alt sein, doch machte er'' [...] ''ganz und gar nicht den Eindruck eines alten, hinfälligen Mannes.''&lt;br /&gt;
Aqil gilt als listig, gewalttätig und blutgierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat einen [[Kelhur]]-Kurden in einer Grube grausam verhungern lassen. Aqil bestiehlt den [[Wirt von Khoi]] und verrät den Kelhur-Kurden – um sich von der Blutschuld freizukaufen –, dass [[Kara Ben Nemsi]]s berühmter Rappe [[Rih]] sich in [[Khoi]] befindet. Er wird mit seinem Sohn jedoch von den Kelhur-Kurden verprügelt und gefangengenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Kelhur-Kurden dann Rih gestohlen haben, wollen sie Aqil und seinen Sohn von Bären fressen lassen. Kara Ben Nemsi und [[Hadschi Halef Omar]] befreien die beiden und töten die Bären. Kara Ben Nemsi erreicht, dass sich die Kurden miteinander aussöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{LitFig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:literarische Figuren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mahdi-Trilogie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dschnibaschl%C3%BC&amp;diff=195309</id>
		<title>Dschnibaschlü</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Dschnibaschl%C3%BC&amp;diff=195309"/>
		<updated>2023-02-24T11:40:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dushinkovo''' (bulgarisch: Душинково) ist ein Dorf mit rund 100 Einwohnern in Südbulgarien. Es gehört zur Gemeinde Djebel im Distrikt Kardjali.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es liegt 3 km südöstlich von Djebel und 18 km südlich der Distriktshauptstadt Kardjali.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Einwohner gehören ganz überwiegend der türkischen ethnischen Minderheit an. Sie nennen ihr Dorf auch Can-başlı. Der bulgarische und der türkische Name gehen offenbar auf denselben Ursprung zurück; in beiden steckt das jeweilige Wort für „Seele“.&amp;lt;br&amp;gt;Ein weiterer anerkannter Name des Dorfs ist Dzhanbashli&amp;lt;ref&amp;gt;Defense Mapping Agency (Hrsg.): ''Gazetteer of Bulgaria, Names Approved by the United States Board of Geographic Names'', second edition, Washington D.C. 1987 S.&amp;amp;nbsp;138&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karten des 19. Jahrhunderts ist es als '''Dschnibaschlü''', Dschamibaschli, Tschambaschly oder Džamibašli zu finden; im Bericht einer französischen geografischen Expedition auch als Djambachlu&amp;lt;ref&amp;gt;A. Viquesnel: ''Voyage dans la Turquie d'Europe, tome second'', Arthus Bertrand, Paris 1868, S.&amp;amp;nbsp;267&amp;lt;/ref&amp;gt;. In keiner der Karten ist es an der richtigen Stelle eingetragen&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu den Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, lediglich die Routenbeschreibung der französischen Expedition entspricht der Realität&amp;lt;ref&amp;gt;Die Wegezeit von der Mündung des Dermen Dere (heute Džebelska Reka, bulgarisch Джебелска Река) in den Söüdlü (heute Varbitsa) nach Djambachlu wird mit einer Stunde angeben, ebenso wie die von hier nach [[Kabatsch]] (heute Velikdenche), obwohl die gesamte Strecke in der Luftlinie nur 4 km beträgt. Eine topografische Karte von 1910 zeigt aber, dass es keinen direkten gangbaren Weg gab, sondern es musste ein großer Bogen nach Westen geschlagen werden, woraus sich für den ersten Teil eine Weglänge von 4 km ergibt und für den zweiten eine von 5 km. Die Zeitangaben sind also stimmig. Die meisten Kartographen haben das Dorf jedoch auf die geradlinige Verbindung gelegt; in einem Fall liegt es sogar jenseits von Kabatsch&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan (GR4)|In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Dschnibaschlü]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse in und um Dschnibaschlü nehmen fast ein Drittel des vierten Bandes des Orientzyklus ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist [[Kara Ben Nemsi]] allein, weil er sich von seinen Gefährten getrennt hatte, um schneller vorwärts zu kommen in der Hoffnung, einen Boten, der die verfolgten Verbrecher warnen will, abzufangen. Dies gelingt ihm in [[Koschikawak]], kurz vor Dschnibaschlü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Koschikawak kommend, trifft er den zunächst den Uhrmacher [[Ali (Uhrmacher)|Ali]], der ihm von seiner Liebe zu [[Ikbala]] berichtet, der Tochter des Bäckers und Färbers, aber auch Schmugglers [[Boschak]]. Wenig später findet er ein Lager geschmuggelter Teppiche und darin die Mutter von Ikbala, [[Tschileka]], die von ihrem Reitesel gefallen ist und nur mit Kara Ben Nemsis Hilfe aus dem Versteck der Teppiche herauskommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wird ihm die Absicht, von Dschnibaschlü aus Ali in [[Kabatsch]] zu besuchen, fast zum Verhängnis. Auf dem Weg wird er durch Boschaks Verrat in der Hütte des Bettlers [[Saban]] überfallen und fast erschlagen, aber von seinen inzwischen eingetroffenen Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] gerettet. Bei dieser Gelegenheit raubt [[Deselim]], ein Anführer der Bande des [[Schut]], den [[Rih]]. Auf der Flucht gelangt er, verfolgt von Kara Ben Nemsi und Halef, bis Kabatsch, wo er bei einem Sprung über einen Bach tödlich stürzt.&lt;br /&gt;
So kommt Kara Ben Nemsi doch noch nach Kabatsch und kann Ali und dessen Vater besuchen. Anschließend kehrt er nach Dschnibaschlü zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Erlebnissen kann er Boschak so unter Druck setzen, dass der der Vermählung seiner Tochter mit Ali zustimmt, zur großen Freude nicht nur des Paares, sondern auch von Tschileka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nun aber mit Saban ein neuer Bote an die verfolgten Verbrecher unterwegs ist, trennt sich Kara Ben Nemsi wieder von seinen Gefährten und macht sich an die Verfolgung in Richtung [[Maden]].&lt;br /&gt;
Seine Gefährten reiten zurück nach Koschikawak und von dort über [[Mastanly]] und [[Stajanowa]] nach [[Topoklu]], wo sie von Kara Ben Nemsi erwartet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschreibung der Lage von Dschnibaschlü hat May sich von einer Unzulänglichkeit der Karte, auf die er sich gestützt hat&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;/ref&amp;gt;, irreführen lassen. In der Karte findet sich an der von ihm beschriebenen Stelle die Signatur einer Ortschaft, und dabei steht der Name Dschnibaschlü. Erst durch den Vergleich mit anderen Karten stellt man fest, dass der Name Dschnibaschlü zu einer anderen Signatur gehört, während der Name zu der ersten fehlt. Dies und die zusätzliche fehlerhafte Verortung von Dschnibaschlü in der Karte führen dazu, dass das echte Dschnibaschlü rund 25 Kilometer westlich der von May angenommenen Stelle lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag in der [https://en.wikipedia.org/wiki/Dushinkovo englischen Wikipedia].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Derbend&amp;diff=195308</id>
		<title>Derbend</title>
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		<updated>2023-02-24T11:38:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[In den Schluchten des Balkan]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Derbend]]&lt;br /&gt;
'''Derbend''' ist ein Ort, über den [[Karl May]] im [[Orientzyklus]] die Reiseroute seiner Helden [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] führt. Sie kommen von [[Menlik]] und reiten weiter nach [[Jenikoi]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''In den Schluchten des Balkan.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]]&amp;amp;nbsp;[[1892]], S.&amp;amp;nbsp;393.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May hat diesen Ort, wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]] —mit Ausnahme von Bu-kiöj—, der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Karten ist der Ort als „Derbendhan“&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, I.: ''Europaeische Türkey und Griechenland'' S. Beyerlein, Nürnberg&amp;amp;nbsp;1853&amp;lt;/ref&amp;gt;  oder „Derbend Ch.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Kiepert: ''General-Karte von der Europäischen Türkei,'' Dietrich Reimer, Berlin&amp;amp;nbsp;1853&amp;lt;/ref&amp;gt;, also „Derbend-Gasthof“ bezeichnet. In der letzteren Karte sind zahlreiche weitere Chans, oft namenlos, verzeichnet. Sie alle sind ebenso wie der Derbend Chan mit einer besonderen Signatur dargestellt, die sie von den Dörfern unterscheidet. Es kann also davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Derbend Karl Mays nicht um ein Dorf handelte&amp;lt;ref&amp;gt;Auch Ami Boué schreibt in seinem „Recueil d'Itinéraires dans la Turquie d'Europe“ von ''dem'' Derbend Han; es kann also kein Dorf gemeint sein.&amp;lt;/ref&amp;gt;, so dass der Versuch einer genauen Lokalisierung scheitern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Karten muss der Ort in der Nähe des heutigen Dorfes Strumeshnitsa gelegen haben. Strumeshnitsa liegt an der Strumica im Südwesten Bulgariens, nahe der Grenzen zu Nordmazedonien und zu Griechenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Derbend“ ist oder war Bestandteil zahlreicher geografischer Bezeichnungen. Es bedeutet Pass, Engpass oder Schlucht,&amp;lt;ref&amp;gt;Ayşe Kayapinar: ''La circonscription ottomane de Varna et sa région au xvie siècle'' In: Études Balkaniques-Cahiers Pierre Belon 2009/1 (n° 16), S.&amp;amp;nbsp;311.&amp;lt;/ref&amp;gt; oft mit einem Fort befestigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Einen Kilometer westlich von Strumeshnitsa findet sich ein Ort, auf den diese Beschreibung passt. Hier gibt es auch die Ruinen eines Forts, Samouils Festung genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Sbiganzy&amp;diff=195307</id>
		<title>Sbiganzy</title>
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		<updated>2023-02-24T11:37:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren (GR5)|Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 04 In den Schluchten des Balkan 70Prozent.jpg|mini|links|Reiseroute über Shiganzy]]&lt;br /&gt;
'''Sbiganzy''' ist in [[Karl May]]s ''[[Orientzyklus]]'' die Bezeichnung für das Dorf Zhigantsi im heutigen Nordmazedonien. Der kleine Ort liegt knapp 60 Straßenkilometer nordwestlich von Radoviš (bei Karl May [[Radowitsch]]).&lt;br /&gt;
:''Das Dorf Sbiganzy ist kein unansehnlicher Ort; ich möchte denselben, da es einen Bazar giebt, lieber als Marktflecken bezeichnen. Mitten zwischen der Bregalnitza und der Sletowska gelegen, ist das Land gut bewässert und sehr fruchtbar. Und entgegen andern Orten, durch welche wir gekommen waren, deutete die Bauart der Häuser darauf, daß die Bewohner sich einer gewissen Wohlhabenheit erfreuten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren. Reiseerlebnisse von Carl May.'' [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelte Reiserzählungen]], Band&amp;amp;nbsp;5, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Sbiganzy befindet sie die [[Schluchthütte]] (''Derekulibe''), die dem Fleischer [[Tschurak]], einem Vertrauten des [[Schut]], gehört. Der Ortsvorsteher und Wirt von Sbiganzy, der ein recht gutes Bier braut, erklärt der Reisegesellschaft von [[Kara Ben Nemsi]] den Weg zu ihr. Sie werden unter dem Vorwand, dort den Schut treffen zu können, hingelockt, sollen aber eingesperrt werden, um sie langsam verschmachten zu lassen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die fehlerhafte Schreibweise &amp;quot;Sbiganzy&amp;quot; statt &amp;quot;Shiganzy&amp;quot; erklärt sich aus einer unglücklichen Darstellung in der von May verwendeten Karte:&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsname ist so plaziert, dass der Fluss Bregalnitza durch die Grundlinie des Buchstabens &amp;quot;h&amp;quot; verläuft. Dadurch erscheint dieser wie ein &amp;quot;b&amp;quot;. Eine absichtliche Veränderung des Namens durch May kann daher ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MartinZ</name></author>
		
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Kolutschin&amp;diff=195306</id>
		<title>Kolutschin</title>
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		<updated>2023-02-24T11:37:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Kolutschin]]&lt;br /&gt;
'''Kolutschin''' ist ein Ort, über den [[Karl May]] im [[Orientzyklus]] die Reiseroute seiner Helden [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] [[Osko]] und [[Sir David Lindsay|David Lindsay]] führt. Letzeren hatte Kara Ben Nemsi kurz zuvor in der [[Juwelenhöhle]] aus den Fängen des [[Schut]] befreit. Sie befinden sich auf dem Weg nach [[Rugova]], um dort den Schut dingfest zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Der zurückgelegte Weg war uns durch die mitgenommenen Pferde doppelt beschwerlich gewesen. Jetzt hatten wir große Mühe, sie über den Fluß zu bringen. Wir mußten sie einzeln hinüberreiten. Erfreulicherweise bot von da an der Weg keine Schwierigkeiten mehr. Es ging über eine grasige Ebene und dann sanft bergan, bis wir angebaute Felder erreichten und dann Kolutschin am Fuß des dort beginnenden Bergzuges liegen sahen. Von Gurasenda und Ibali kam linker Hand die Straße herab, an welcher das Dorf lag.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Der Schut.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]]&amp;amp;nbsp;[[1892]], S.&amp;amp;nbsp;345-346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May hat diesen Ort, wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]] —mit Ausnahme von Bu-kiöj—, der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen,&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er allerdings als Kolastschin bezeichnet ist. In den meisten anderen Karten heißt er Kolatschin. Gegenwärtig ist an der durch diese Karten bezeichneten Stelle kein Ort zu finden, der als Kolatschin zu identifizieren wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach v. Hahn&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg von Hahn: ''Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar'', Kaiserliche Akademie der Wissenschaften Wien&amp;amp;nbsp;1867 S.&amp;amp;nbsp;53&amp;lt;/ref&amp;gt; setzt sich der Ortsname ''Koladschin''&amp;lt;ref&amp;gt;Leider wird der Ort hier nur als Beispiel angeführt und deswegen seine Lage nicht angegeben&amp;lt;/ref&amp;gt; aus des Teilen ''Kola'' für ''Nikolaos'' und ''Dschin'' für ''Johann'' zusammen, in der Bedeutung ''Nicolaos, Johanns Sohn''. Es ist offensichtlich, dass dies auch für Kolatschin zutrifft und ebenso für Kolesjan. Letzteres ist ein Dorf im Nordosten Albaniens, das etwa 10 Kilometer von der durch die alten Karten bezeichneten Stelle entfernt liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu den Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der Namesübereinstimmung darf angenommen werden, dass es sich um Mays Kolutschin handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass es sich auf der anderen Seite des Schwarzen Drin befindet als das Kolastschin aus Handtkes Karte, kann nicht gegen diese Identifizierung sprechen. Die geografische Expedition von Hahns fand im Jahre 1863 statt, weil das gesamte Gebiet des Drin aus westeuropäischer Sicht vollkommen unerforscht war. Kolastschin/Kolatschin war jedoch schon vorher in der Karte an genau der gleichen Stelle eingetragen. Der Karteneintrag ist demnach vollkommen bedeutungslos,&amp;lt;ref&amp;gt;Der Verfasser der Karte, die damals als die beste galt, Heinrich Kiepert, war selbst dieser Ansicht. Er bezeichnet seine eigene Karte im Anhang zu von Hahns Reisebericht als so unzuverlässig, dass es ein „irrationelles Verfahren“ sei, eine Kopie der Karte anzufertigen und darin Ergänzungen einzutragen.&amp;lt;/ref&amp;gt; er weist lediglich darauf hin, dass es im weiteren Umkreis ein Dorf dieses oder ähnlichen Namens gegeben haben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.google.de/maps/place/41°58'10.2&amp;amp;quot;N+20°24'21.0&amp;amp;quot;E/@41.9688049,20.3886375,14z/ Kolesjan in Google Maps]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Rugova&amp;diff=195305</id>
		<title>Rugova</title>
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		<updated>2023-02-24T11:36:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
'''Rugova''' war ein Dorf im heutigen [[Albanien]]. Es lag am rechten Ufer des Drin, etwa 10 km unterhalb der Vereinigung des Weißen und des Schwarzen Drin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Rugova” war sein slawischer Name, der albanische lautete „Brut”.&lt;br /&gt;
Der Drin wurde inzwischen zum Fierza-Stausee aufgestaut. Da das Dorf am Flussufer lag&amp;lt;ref&amp;gt;Ami Boué: ''Einige Berichtigungen zur Hahn'schen Karte der Flußgebiete des Drin und des Vardar in Nord-Albanien und Macedonien.'' In: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie des Wissenschaften, I. Abt., Band IX Nov.-Heft Jg. 1869, S.&amp;amp;nbsp;6&amp;lt;/ref&amp;gt;, liegt die Stelle jetzt im Stausee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|links|Reiseroute über Rugova]]&lt;br /&gt;
'''Rugova''' ist in [[Karl May]]s [[Orientzyklus]] der Ort, in dem sich das Hauptquartier des [[Schut|Schut Kara Nirwan]], der Karanirwan-Khan, befindet. Nach dem glücklich abgewehrten Überfall durch die beiden [[Aladschy]] und ihre Spießgesellen bei Kolutschin kommen [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar]], [[Sir David Lindsay]], [[Osko]] und [[Omar Ben Sadek]] dorthin. Unterwegs treffen sie den Gastwirt Kolami:&lt;br /&gt;
:''„Wir wollen nach Rugova”, sagte ich ihm. „Ist es noch weit bis dorthin?”&lt;br /&gt;
:''„Noch eine halbe Stunde, Herr”, antwortete er. „Ihr werdet sogleich den vereinigten Drin erreichen, hart an dessen linkem Ufer die Straße hinführt.” [...]&lt;br /&gt;
:''Wir hatten den Fluß erreicht und ritten hart am Ufer desselben hin. Die Wasser schossen, eng eingezwängt, in heimtückischer Stille dahin. Diesseits war das Ufer eben, jenseits aber stieg eine Felswand hoch und senkrecht empor. Diesen Felsen bedeckte ein mächtiger Nadelwald, zwischen dessen Grün alte Mauern hindurchschimmerten. Das war der Wachtturm, über welchen vielleicht fast ein ganzes Jahrtausend dahingegangen war. Grad unter ihm machten Fels und Fluß eine Krümmung, hinter welcher das Dorf versteckt lag. [...]&lt;br /&gt;
:''Das Dorf lag ziemlich eng zwischen den Höhen eingeklemmt und machte keineswegs den Eindruck einer wohlhabenden Ortschaft. Links sah man eine Straße nach dem Berg hinan steigen. Es war diejenige, welcher wir später folgen mußten. Die Brücke mündete auf ein freies Plätzchen, das von armseligen Häusern umgeben war, unter denen sich ein besseres Gebäude auszeichnete. Dieses war der Khan Kolamis.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Der Schut'', [[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Gesammelte Reiseerzählungen]], Band &amp;amp;nbsp;6, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]] [[1892]], S.&amp;amp;nbsp;380&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Kolami erfahren sie Näheres über das Haus des Schut, den [[Karaul von Rugova|Karaul]] (Wachtturm) und die darunterliegenden unterirdischen Gänge des aufgelassenen Silberbergwerkes mit den Gefängnissen für seine Opfer. Es gelingt Kara Ben Nemsi durch einen verborgenen Stolleneingang am Flussufer in diese Höhlen einzudringen und die beiden Gefangenen [[Stojko Wites]] und [[Henri Galingré]] zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schut kann allerdings mit der Hilfe seines Verbündeten, des ''Stareschin'' (Ortsvorsteher, Ortsrichter) von Rugova, fliehen und zum [[Newera-Khan]] entkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May hat diesen Ort, wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]] —mit Ausnahme von Bu-kiöj—, der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist dort, genau wie May es beschreibt, an der von Prisren über Rugova, Spassa, [[Pacha]], [[Gori]] und [[Skala]] nach [[Skutari (Albanien)|Skutari]] führenden Straße nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag [https://de.wikipedia.org/wiki/Fierza-Stausee Fierza-Stausee] in der Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Pacha&amp;diff=195304</id>
		<title>Pacha</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Pacha&amp;diff=195304"/>
		<updated>2023-02-24T11:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Pacha]]&lt;br /&gt;
'''Pacha''' ist ein Ort, über den [[Karl May]] im [[Orientzyklus]] die Reiseroute seiner Helden [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]], [[Osko]] und [[Sir David Lindsay|David Lindsay]] führt. Zuvor war ihnen in [[Rugova]] der [[Schut]] entkommen. Sie befürchten, dass er der Familie [[Henri Galingré]]s entgegenreitet, um sie auszurauben und zu ermorden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''„Um Gottes willen!“ rief Galingré. „Meine Frau, meine Tochter und mein Schwiegersohn befinden sich in größter Gefahr. Herr, säumen Sie nicht. Wir müssen sogleich aufbrechen, sogleich!“&amp;lt;br&amp;gt;„Haben Sie Geduld!“ mahnte ich. „Wir dürfen uns nicht überstürzen. Vor allem müssen wir wissen, wohin der Weg führt, welchen er eingeschlagen hat.“&amp;lt;br&amp;gt;„Das kann ich dir sagen,“ antwortete Ranko, der Neffe Stojkos. „Ich weiß, welche Absicht er hat. Die Verwandten dieses Herrn kommen von Skutari. Die Straße von dorther geht über Skala, Gori, Pacha, Spassa und endlich Rugova. Von Pacha aus wendet sie sich nordwärts nach Spassa und von dort aus wieder nach Südost gen Rugova. Sie bildet also einen bedeutenden Winkel, welcher einen großen Umweg bedingt. Der Schut weiß das. Er reitet gar nicht nach Spassa, sondern direkt westwärts nach Pacha. Der Weg dorthin ist zwar nicht befahren und ist sehr schlecht, aber man vermeidet, wenn man ihn benutzt, den ungeheuren Bogen und kommt anstatt in sieben Stunden in der halben Zeit in Pacha an. Er hat die Absicht, uns sehr weit voran zu kommen.“''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Der Schut.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]]&amp;amp;nbsp;[[1892]], S.&amp;amp;nbsp;470.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet von [[Henri Galingré|Galingré]] und [[Ranko]] nehmen sie dieselbe Abkürzung wie der Schut und gelangen so nach Pacha. Hier erfahren sie, dass der Schut auf der Straße nach [[Skutari]] zum [[Newera-Khan]] reitet, um dort auf Galingrés Familie zu treffen. Trotz der inzwischen angebrochenen Nacht geht der Ritt unverzüglich weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
May hat diesen Ort, wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]] —mit Ausnahme von Bu-kiöj—, der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist dort, genau wie May es beschreibt, an der von Prisren über [[Rugova]], Spassa, Pacha, [[Gori]] und [[Skala]] nach [[Skutari (Albanien)|Skutari]] führenden Straße nachgewiesen. Die Richtigkeit dieser Kartendarstellung ist jedoch stark anzuzweifeln, obwohl sie sich auch in anderen Karten findet.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu den Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Geografen haben diese Straße bereist und beschrieben: Boué zwischen 1836 und 1838&amp;lt;ref&amp;gt;Ami Boué: ''Recueil d'Itinéraires dans la Turquie d'Europe, tome premier'' W. Braumüller Wien&amp;amp;nbsp;1854 S.&amp;amp;nbsp;324-335&amp;lt;/ref&amp;gt; und von Hahn 1863.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg von Hahn: ''Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar'', Kaiserliche Akademie der Wissenschaften Wien&amp;amp;nbsp;1867 S.&amp;amp;nbsp;217-221&amp;lt;/ref&amp;gt;. Beide Beschreibungen sind sehr detailliert; sie nennen jedes der sehr wenigen Dörfer und jeden der umso zahlreicheren Gasthöfe, aber etwas ähnliches wie Pacha ist nicht darunter. Das einzige Dorf, das die Straße in dieser Gegend berührt, ist Vlet (Boué) bzw. Flet (von Hahn) Flet ist heute noch unter diesem Namen vorhanden; es hat also seit mindestens 1838 seinen Namen nicht geändert und kann nicht mit Pacha identisch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geografische Expedition von Hahns im Jahre 1863 fand statt, weil das gesamte Gebiet des Drin aus westeuropäischer Sicht vollkommen unerforscht war. Pacha war jedoch schon vorher in der Karte an genau der gleichen Stelle eingetragen wie noch bis mindestens 1885. Der Karteneintrag ist demnach vollkommen bedeutungslos,&amp;lt;ref&amp;gt;Der Verfasser der Karte, die damals als die beste galt, Heinrich Kiepert, war selbst dieser Ansicht. Er bezeichnet seine eigene Karte im Anhang zu von Hahns Reisebericht als so unzuverlässig, dass es ein „irrationelles Verfahren“ sei, eine Kopie der Karte anzufertigen und darin Ergänzungen einzutragen.&amp;lt;/ref&amp;gt; er weist lediglich darauf hin, dass es im weiteren Umkreis ein Dorf dieses oder ähnlichen Namens gegeben haben mag.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebenso gut kann es sich aber auch nur um einen Han gehandelt haben, wie man am Beispiel [[Derbend]] sieht. Berghaus beklagt in seinem ''Almanach für das Jahr 1838'' die Albernheit, die Namen von Gasthöfen in Karten einzutragen, obwohl sie sich bei jedem Besitzerwechsel ändern können.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Klärung, was es mit dem Pacha der alten Karten auf sich hat, wird demnach nicht mehr möglich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Gori&amp;diff=195303</id>
		<title>Gori</title>
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		<updated>2023-02-24T11:33:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Fußnote präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Gori]]&lt;br /&gt;
'''Gori''' ist ein Ort, über den [[Karl May]] im [[Orientzyklus]] die Reiseroute seiner Helden führt. Kurz zuvor hat beim [[Newera-Khan]] die Verfolgung der Verbrecher ihren Höhe- und Endpunkt gefunden. Der [[Schut]] ist selbst in einer der Felsspalten ums Leben gekommen, in die er seine Opfer stürzen wollte, [[Hamd el Amasat]] wurde von [[Omar]] geblendet und damit unschädlich gemacht und die Familie [[Henri Galingré]]s wurde gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]], [[Osko]] und [[Sir David Lindsay|David Lindsay]] reiten nun weiter über [[Skala]] und [[Skutari (Albanien)|Skutari]] in Richtung [[Antivari]], der letzten Station der Reiseroute Kara Ben Nemsis durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Indessen hatten wir Gori erreicht, kamen nach nicht ganz zwei Stunden nach Skala und ritten dann von der Höhe nach Skutari hinab, dem Endpunkt unserer Reise durch das Land der Skipetaren.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Der Schut.'' [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg]]&amp;amp;nbsp;[[1892]], S.&amp;amp;nbsp;530.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
May hat den Ort Gori, wie alle anderen in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]] —mit Ausnahme von Bu-kiöj—, der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist dort, genau wie May es beschreibt, an der von Prisren über [[Rugova]], Spassa, [[Pacha]], Gori und [[Skala]] nach [[Skutari (Albanien)|Skutari]] führenden Straße nachgewiesen. Die Richtigkeit dieser Kartendarstellung ist jedoch stark anzuzweifeln, obwohl sie sich auch in anderen Karten findet.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu den Abschnitt [[Orientzyklus#Geografische Aspekte des Orientzyklus|Geografische Aspekte]] im Artikel [[Orientzyklus]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Geografen haben diese Straße bereist und beschrieben: Boué zwischen 1836 und 1838&amp;lt;ref&amp;gt;Ami Boué: ''Recueil d'Itinéraires dans la Turquie d'Europe, tome premier'' W. Braumüller Wien&amp;amp;nbsp;1854 S.&amp;amp;nbsp;324-335&amp;lt;/ref&amp;gt; und von Hahn 1863.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg von Hahn: ''Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar'', Kaiserliche Akademie der Wissenschaften Wien&amp;amp;nbsp;1867 S.&amp;amp;nbsp;217-221&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Beschreibungen sind sehr detailliert; sie nennen jedes der sehr wenigen Dörfer und jeden der umso zahlreicheren Gasthöfe, aber etwas ähnliches wie Gori ist nicht darunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geografische Expedition von Hahns im Jahre 1863 fand statt, weil das gesamte Gebiet des Drin aus westeuropäischer Sicht vollkommen unerforscht war. Gori war jedoch schon vorher in der Karte an genau der gleichen Stelle eingetragen wie noch bis mindestens 1885. Der Karteneintrag ist demnach vollkommen bedeutungslos&amp;lt;ref&amp;gt;Der Verfasser der Karte, die damals als die beste galt, Heinrich Kiepert, war selbst dieser Ansicht. Er bezeichnet seine eigene Karte im Anhang zu von Hahns Reisebericht als so unzuverlässig, dass es ein „irrationelles Verfahren“ sei, eine Kopie der Karte anzufertigen und darin Ergänzungen einzutragen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, er weist lediglich darauf hin, dass es im weiteren Umkreis ein Dorf dieses oder ähnlichen Namens gegeben haben mag.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebenso gut kann es sich aber auch nur um einen Han gehandelt haben, wie man am Beispiel [[Derbend]] sieht. Berghaus beklagt in seinem ''Almanach für das Jahr 1838'' die Albernheit, die Namen von Gasthöfen in Karten einzutragen, obwohl sie sich bei jedem Besitzerwechsel ändern können.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Klärung, was es mit dem Gori auf sich hat, das May in seiner Karte gefunden hat, wird demnach nicht mehr möglich sein. Es gab jedoch ein Dorf, das vom Namen her mit dem Gori der alten Karten identisch gewesen sein könnte und das auch von der Lage her nicht auszuschließen ist: Tschjaffa Gurrit, das in der Nähe der Mündung des Gomsiqes in den Drin gelegen haben muss&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg von Hahn: ''Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar'', Kaiserliche Akademie der Wissenschaften Wien&amp;amp;nbsp;1867 S.&amp;amp;nbsp;207&amp;lt;/ref&amp;gt; und somit im Vau-Deja-Stausee untergegangen wäre. In einer Karte von 1821&amp;lt;ref&amp;gt; C. G. Reichard: ''Der Europäische Theil des Türkischen Reichs'' Friedrich Campe, Nürnberg&amp;amp;nbsp;1821&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Name Gurit an der Stelle, an der die übrigen Karten Gori nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Tschatalsche&amp;diff=195302</id>
		<title>Tschatalsche</title>
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		<updated>2023-02-24T11:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: erhebliche Erweiterung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Çatalca''' ist ein Stadtbezirk der Großstadtgemeinde [[Stambul|Istanbul]]. Er liegt im europäischen Teil Istanbuls und hat gut siebzigtausend Einwohner. Vor der Eingemeindung im Jahr 1984 war Çatalca die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und hatte nur wenige tausend Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschichte Çatalcas===&lt;br /&gt;
====Thraker, Griechen, Perser, Makedonen====&lt;br /&gt;
Wegen ihrer Lage auf der Verbindung zwischen Asien und Europa, vor Konstantinopel, hatte die Stadt seit jeher eine große strategische Bedeutung und ihre Existenz ist seit der Bronzezeit belegt. Um 2000 v. Chr. war sie durch Thraker besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom achten bis zur Mitte des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts erfolgte die griechische Kolonisation Thrakiens. In der schriftlichen Überlieferung taucht Çatalca erstmals unter dem griechischen Namen Ergiske (Ἐργίσκη) auf. Einer Legende nach wurzelt dieser Name in der griechischen Mythologie und ist von Ergiscos, einem Sohn des Poseidon, abgeleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 514 oder 513 v.Chr. hatte Ergiske unter einem Feldzug des Perserkönigs Dareios I. gegen die Skythen zu leiden und geriet in der Folge unter persische Herrschaft. Die Region blieb aber zwischen Persern, Athenern und Spartanern umkämpft. Im Jahr 480 v. Chr. war Ergiske erneut Aufmarschgebiet eines außergewöhnlich großen Heeres — nach Herodot reichte das Wasser des Flusses Melas (Karasu) nicht für die Versorgung des Heeres aus — unter Dareios' Sohn Xerxes I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 360 v. Chr. gewann Makedonien an Macht, und 341 v. Chr. war Ostthrakien durch König Philipp II erobert worden. Bevor der Sohn Philipps II., der makedonische König Alexander der Große, den Hellespont im Jahr 334 v. Chr. mit einer Armee aus etwa 35.000 Makedonen und Griechen zu Beginn seines Persienfeldzuges überschritt, war Ergiske eine Station auf seinem Weg. In dieser Zeit wurde die Stadt in Metrai (auch Metrae, Metris, Metran oder Metre) umbenannt, angeblich nach einem von Alexanders Generälen namens Ayametris, der je nach Quelle auch „Metris“, „Metraj“, „Metran“ oder „Matrai“ genannt wird. Aus der gleichen Zeit ist aber auch überliefert, dass die Stadt von Griechen „Hanica“ genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Römisches Reich / Byzantinisches Reich====&lt;br /&gt;
Vom ersten bis zum vierten nachchristlichen Jahrhundert gehörte Metrai zur Provinz Thrakien des Römischen  Reiches und befand sich an einem wichtigen geopolitischen Knotenpunkt. Drei bedeutende Militärstraßen, die Via Egnatia, die Via Diagonalis (Militaris) und die Via Traiana, liefen hier zusammen und verbanden Europa mit Kleinasien und dem Nahen Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In spätrömischer Zeit wurde Metrai Suffraganbistum unter der Metropolis Hērakleia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reichsteilung von 395 gehörte die Region zur östlichen Reichshälfte, dem Byzantinischen Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 477 wurde Metrai durch die auf Konstantinopel marschierenden Hunnen unter Attila verwüstet, die dann aber abzogen, ohne die Eroberung Konstantinopels zu versuchen. Als Lehre aus dieser Bedrohung ließ Kaiser Anastasius I. im späten 5. Jahrhundert westlich von Metrai die sogenannte Anastasius-Mauer quer über die Halbinsel errichteten, und auch Metrai erhielt eine Stadtmauer und wurde mit einer Burg geschützt. Reste dieser eineinhalb Jahrtausende alten Bauwerke sind heute noch sichtbar, und die ältesten Teile einiger Gebäude in der Altstadt Çatalcas stammen ebenfalls aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Verteidigungsanlagen fiel Metrai mindestens noch drei weitere Male in die Hände von Angreifern aus dem Westen: die der vereinigten Awaren und Slawen im Jahr 616, der Bulgaren im Jahr 813 und der Petschenegen im Jahr 1090. Konstantinopel wurde aber jedes Mal erfolgreich verteidigt und die Angreifer mussten sich zurückziehen. Frieden herrschte auch in den übrigen Zeiten fast nie, solange das Byzantinische Reich bestand; die Quellen berichten aber nicht über Metrais Rolle in den zahlreichen Kriegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 630 wurde das Byzantinische Reich auch von Südosten her durch Araber und ihre muslimischen Verbündeten bedroht, konnte sich aber noch Jahrhunderte lang behaupten. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts begannen die Türken, Thrakien zu erobern; und Mitte des Jahrhunderts gehörten bereits bedeutende europäische Gebiete zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Osmanisches Reich / Türkei====&lt;br /&gt;
Im Jahr 1371 ergab sich Metrai kampflos den Osmanen unter Sultan Murad I, nachdem die Einwohner des benachbarten [[Indschigis]] ihren Widerstand teuer hatten bezahlen müssen. Nach deren Niederlage hatte Murad alle Männer töten und die Frauen und Kinder deportieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der frühen osmanischen Zeit ist der Name „Çetince“ überliefert, aus dem sich im Laufe der Zeit das heutige „Çatalca“ gebildet haben soll.&lt;br /&gt;
In den nächsten Jahrzehnten konzentrierten sich die Türken auf die Ausdehnung ihres Reichs auf weitere europäische Gebiete und das noch immer wehrhafte Konstantinopel blieb unangetastet, aber dennoch kam Ostthrakien und damit Çatalca wegen Bürgerkriegen und Machtkämpfen innerhalb des Osmanischen Reichs weiterhin nicht zur Ruhe. Als der burgundische Ritter Bertrandon de la Broquière 1433 durch das östliche Thrakien zog, beschrieb er das Gebiet zwischen Adrianopel und der Reichshauptstadt Konstantinopel als zwar fruchtbar, aber kaum besiedelt. Es gab nur verarmte Dörfer, die einstmals so prachtvollen und schönen Ansiedlungen waren nun verfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 und mit dem damit einhergehenden Ende des Byzantinischen Reichs war das Osmanische Reich in dieser Region konsolidiert. Damit begann für Çatalca eine relativ ereignislose Zeit, in der es prosperieren konnte, und Mitte des 17. Jahrhunderts gibt der türkische Reiseschriftsteller Evliya Çelebi eine euphorische Beschreibung Çatalcas, in der er die Schönheit und wirtschaftliche Blüte der Stadt schildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sechsten Russisch-Türkischen Krieg (1768–1774) war Çatalca zwar nicht direkt von Kämpfen betroffen, aber die an mehreren Fronten vorrückenden russischen Truppen und insbesondere die Annexion der Krim durch Russland lösten große Flüchtlingsströme aus, und Çatalca erlebte den Zustrom zahlreicher Krimtataren, Serben, Bulgaren und Griechen, wodurch sich die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung erheblich änderte. &lt;br /&gt;
Ein deutscher Wissenschaftler, der 1869 die europäische Türkei bereiste, fand Çatalca als angenehmes Städtchen mit einer gemischten Bevölkerung von Türken, Griechen und Bulgaren vor, die 350 Familien zählte. Es gab acht christliche Kirchen und fünf Moscheen, zwei griechische und zwei türkische Schulen. Er schreibt, dass die griechischen Bewohner die Stadt noch „Metres“ nannten. &lt;br /&gt;
Im Januar 1878 erreichten Kriegshandlungen wieder Çatalca. Im elften Russisch-Türkischen Krieg (1877–1878) wurde es von russischen Truppen besetzt, die auf Istanbul marschierten, aber noch im Januar stimmte Russland auf Druck der übrigen Großmächte einem Waffenstillstand zu und räumte nach dem Friedensvertrag im März seine Stellungen in Çatalca wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitgehend zerstört wurde Çatalca in den Balkankriegen 1912/13. Hier fanden im November 1912 die erste und im Februar 1913 die zweite „Schlacht von Çatalca“ statt. Mit dem Ende des ersten Balkankrieges durch den Londoner Vertrag am 30. Mai 1913 verlor das Osmanische Reich seine europäischen Gebiete, und Çatalca wurde bulgarisch. Schon einen Monat später begann Bulgarien den zweiten Balkankrieg. In diesem gewann das Osmanische Reich Ostthrakien zurück. Vor ihrem Abzug aus Çatalca brannten die bulgarischen Truppen bedeutende Teile der Stadt nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im Griechisch-Türkischen Krieg 1919-1922, mit dem Griechenland versuchte, alle Gebiete, in denen Griechen lebten, zu annektieren, in beiden Ländern zu Massakern an Zivilisten der jeweils anderen Ethnie gekommen war, wurde ein Austausch der Bevölkerung beschlossen. Dabei wurden fast zwei Millionen Menschen zwangsumgesiedelt. Da das zuvor überwiegend christliche Çatalca damit den größeren Teil seiner Bevölkerung verloren hatte, wurden hier besonders viele der aus Griechenland deportierten Moslems angesiedelt und die Stadt wurde fast rein muslimisch. Dennoch war noch Ende des 20. Jahrhunderts ein Teil der älteren Bevölkerung Çatalcas griechischsprachig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Von Bagdad nach Stambul]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 03 Von Bagdad nach Stambul West.jpg|mini|links|Reiseroute über Tschatalsche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tschatalsche''', so wie May es nennt, ist die erste europäische Stadt der Reiseroute des [[Orientzyklus]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] brechen von [[Stambul]] auf. Ihr Ziel ist [[Edirne|Adrianopel]]. Dort hat [[Barud el Amasat]] sich bei dem Kaufmann [[Hulam (Edreneh)|Hulam]] einquartiert, um ihn auszurauben. Dies soll verhindert und [[Barud el Amasat]] gefangen werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie werden dabei von [[Isla Ben Maflei]] und [[Schafei Ibn Jacub Afarah]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Den Abschied am andern Morgen von Maflei und Senitza kann ich übergehen. Als die Sonne sich im Osten erhob, hatten wir beinahe schon Tschatalsche erreicht,&amp;lt;ref&amp;gt;Hier setzt May die Reisegeschwindigkeit etwas zu hoch an. Üblicherweise hätte es sich um eine Tagesreise gehandelt.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch welches die Straße über Indschigis und Wisa nach Adrianopel führt.''&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl May]]: ''Stambul.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 9. Jahrgang 1882/1883, Nr. 25, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;392.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg von [[Stambul]] über Tschatalsche, [[Indschigis]], [[Wisa]] und [[Kirkilissar]] nach [[Adrianopel]] geschieht ohne besondere Ereignisse. Seine Beschreibung dient offensichtlich dem Ziel, eine für den Leser nachvollziehbare, zusammenhängende Reiseroute zu schildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May hat diesen Ort, wie alle anderen realen Orte in den letzten drei Bänden des [[Orientzyklus]], der „Karte der Balkanländer“ von Friedrich Handtke aus dem Jahr 1878 entnommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;br&amp;gt;[[Ralf Schönbach|Schönbach, Ralf]]: ''„Zu einem guten Kartenleser gehört schon Etwas...“. Die Quellen der Balkan-Romane Karl Mays''. In: [[Dieter Sudhoff]]/[[Hartmut Vollmer]] (Hrsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' [[Karl-May-Studien Band 1]]. Igel Verlag Paderborn [[1991]], S. 202–218. ([https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kms/kms01/202.htm Onlinefassung])&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Karte finden sich zwei Straßen von Konstantinopel nach Adrianopel: Die in der Regel genutzte „Poststraße“ entlang der Südküste am Marmarameer und die eher selten genutze „Bergstraße“ im Landesinneren. Die von May beschriebene Route entspricht der letzteren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auffällig, dass May im Orientzyklus eine viele tausend Kilometer lange Reise durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] beschreibt, dabei aber das Kernland, die heutige Türkei, auslässt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der asiatische Teil wird vom Libanon kommend umschifft und nur in [[Stambul|Istanbul]] berührt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Ritt durch den europäischen Teil der heutigen Türkei von [[Stambul|Istanbul]] bis zur Grenzstadt [[Adrianopel|Edirne]] wird nur summarisch beschrieben, obwohl er weit über 200 Kilometer lang ist und mehrere Übernachtungen benötigt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dieser Zeit wird die Wegedauer mit fünf bis sechs Tagesreisen im Sommer und acht bis neun Tagesreisen im Winter angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab [[Edirne|Adrianopel]], also durch Griechenland, Bulgarien, Nordmazedonien, Albanien und Montenegro, wird die Beschreibung dann wieder sehr detailliert, einschließlich der Übernachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Ausgaben dieser Reiseabenteuer findet sich die Schreibweise ''Tschatalsche'', die nicht der Karte entnommen wurde. Dort wird der Name ''Tschataldscha'' geschrieben, was die vorherrschende Schreibweise ist. Daneben findet sich seltener ''Tschataldsche'', was — im Gegensatz zu Mays ''Tschatalsche'' — eine korrekte Wiedergabe des damals mit arabischen Lettern geschriebenen ''Çatalca'' ist. In späteren Ausgaben wurde die Schreibweise ''Tschatalsche'' durch ''Tschataldscha'' ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%87atalca Çatalca in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Gro%C3%9Fer_Zab&amp;diff=195301</id>
		<title>Großer Zab</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Gro%C3%9Fer_Zab&amp;diff=195301"/>
		<updated>2023-02-24T11:31:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: einige kleinere Präzisierungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Christi Blut und Gerechtigkeit]]&amp;lt;br&amp;gt;'''nur erwähnt in:'''&amp;lt;br&amp;gt;[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen II (GR27)|Im Reiche des silbernen Löwen II]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Mater dolorosa]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Maria oder Fatima]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Merhameh (1909)|Merhameh]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Der Kys-Kaptschiji]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:The_Zab_among_the_Mountains_klein.jpg|mini|rechts|Der Große Zab oberhalb von Lizan im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Große Zab''' oder '''Obere Zab''' (türkisch Büyük Zap Suyu oder Zap Suyu; in neuester Zeit auch Çığlı Suyu - d.h. Lawinenfluss, kurdisch Zêy Badînan oder Zêyê Mezin, arabisch الزاب الكبير az-Zāb al-Kabīr oder الزاب الاعلى az-Zāb al-Aʿlā, syrisch-aramäisch Zovo 'eloyo oder Zava 'ellaya) ist ein Nebenfluss des [[Tigris]]. Er mündet etwa 40 Kilometer unterhalb von [[Mossul]] von links in den Tigris. Die Beinamen trägt er, um ihn von dem weniger bedeutenden, weiter abwärts in den Tigris mündenden Kleinen Zab, auch Unterer Zab genannt, zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Großen Zab liegt in der Türkei, im Distrikt Başkale der Provinz Van, im Hochgebirge unmittelbar an der türkisch-iranischen Grenze. Es gibt keine Zab-Quelle; vielmehr entsteht er durch die Vereinigung mehrerer Gebirgsbäche. Den Namen Zap Suyu trägt der Wasserlauf etwa ab dem Dorf Gelenler, das rund 6 Kilometer südlich der türkisch-iranischen Grenze liegt. Zunächst fließt er rund 200 Kilometer in generell südwestlicher Richtung auf türkischem Gebiet bis zur irakischen Grenze. Auf den nächsten rund 70 Kilometer fließt er in südöstlicher Richtung und wechselt dann wieder auf die südwestliche Richtung, um nach weiteren rund 170 Kilometern in den Tigris zu münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum [https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Assyrern_und_Aram%C3%A4ern Völkermord an den Assyrern und Aramäern] war der Oberlauf des Zab und das Gebiet östlich davon das Siedlungsgebiet der freien (keinen Tribut zahlenden) christlichen assyrischen Stämme. Im neunzehnten Jahrhundert kamen mehrere Foschungsreisende und vor allem viele Missionare in das Gebiet und reisten meist entlang des Großen Zab. Im Jahr 1829 wurde der deutsche Forscher Friedrich Eduard Schulz, ein Philosoph und Orientalist, auf Veranlassung des Kurdenführers Nur Ullah Bey&amp;lt;ref&amp;gt;Nur Ullah Bey wird von Karl May in „Durchs wilde Kurdistan” erwähnt&amp;lt;/ref&amp;gt; am Oberlauf des Großen Zab ermordet; in der Nähe der Ortschaft Baschkalaa (heute Başkale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== im Werk Karl Mays ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mia-Dschebel_Pir_Mam.jpg|mini|rechts|Route über den Großen Zab im Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Große Zab spielt bei Karl May häufig eine Rolle und wird von ihm als Großer Zab, Oberer Zab, Zab ala, Berdizabi oder einfach nur als Zab bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchs wilde Kurdistan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte der drei im zweiten Band des „''[[Orientzyklus]]''”, „''[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]''” erzählten großen Abenteuer ist die Vermittlung des Friedens zwischen dem kurdischen Stamm der Berwari unter dem [[Bey von Gumri]] und dem assyrischen Stamm der Tijari unter dem [[Melek von Lizan]] durch [[Marah Durimeh]] unter entscheidender Mitwirkung von [[Kara Ben Nemsi]]. Die damit verbundenen Ereignisse finden am Großen Zab und in dessen unmittelbarer Nähe statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal an den Zab gelangt Kara Ben Nemsi, nachdem er mit seinen Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Sir David Lindsay]], [[Mohammed Emin]] und [[Amad el Ghandur]] zusammen mit dem Bey von Gumri von den Tijari gefangengenommen wurden. Zwar konnten sie sich zunächst befreien und sind formal Gäste des Melek von Lizan; frei sind sie aber nicht, da sie durch ihr Ehrenwort gebunden sind. So werden sie nach [[Lizan]] am Zab gebracht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Wir ritten vom Abhange des Gebirges in das hier sehr breite Thal des Zab hernieder. Fruchtfelder gab es hier gar nicht. Höchstens sah man in der Nähe eines einsamen Weilers ein wenig Gerste ihren Halm erheben. Der Boden ist außerordentlich fruchtbar, aber die ewige Unsicherheit benimmt den Bewohnern die Lust, eine Ernte für ihre Feinde heranzuziehen.&amp;lt;br&amp;gt;Dagegen kamen wir an prächtigen Eichen- und Walnußwäldern vorüber, die hier in einer Kraft und Frische gediehen, wie sie sonst nicht häufig anzutreffen ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durchs wilde Kurdistan'', Band 2 der Gesammelten Reiseromane, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg i. Br.|Freiburg]]&amp;amp;nbsp;[[1892]], S.&amp;amp;nbsp;509.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Friedensfeier in Lizan, am Großen Zab, endet der erste Band.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschreibung von Land und Leuten und ihrer Geschichte hält May sich lose an die Fakten, die der englische Reisende [[Austen Henry Layard]] über seine Reise im Jahr 1846 niedergeschrieben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854, S.&amp;amp;nbsp;105.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einer Stelle&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Reise-Abenteuer in Kurdistan.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 8. Jahrgang 1881/1882, Nr. 20, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;318&amp;lt;/ref&amp;gt; nennt May den Großen Zab „Berdizabi”. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt. In der von ihm verwendeten Karte aus Layards Werk findet sich an einem rechten Nebenfluss (heute „Liman Deresi” oder „Cemikatlı Deresi” genannt) am Oberlauf des Großen Zab die Bezeichnung „Berdizawi o. kl. Zab”. Tatsächlich wurden zu dieser Zeit zwei unterschiedliche Flüsse „Kleiner Zab” genannt (bzw. „Lesser Zab” bei den englischsprachigen Reisenden); der genannte Nebenfluss des Großen Zab und der heute noch „Kleiner Zab” genannte linke Nebenfluss des Tigris. Nur für den ersteren ist regelmäßig in der damaligen Literatur der Name „Berdizawi” zu finden, nicht aber für den Großen Zab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Bagdad nach Stambul ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die letzten zwei Kapitel des zweiten Bandes des „''[[Orientzyklus]]''” am Oberlauf des Großen Zab gespielt hatten, setzten Kara Ben Nemsi, Halef, Lindsay, Mohammed Emin und Amad el Ghandur im dritten Band, „''[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]]''”, ihren schwierigen und gefährlichen Weg nach [[Mesopotamien]], zu den Weidegründen der [[Haddedihn]] fort. Dieser Weg führt sie eine lange Strecke den Großen Zab hinab und berührt den Fluss auch später noch einmal, bevor sie ihn endgültig verlassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Wir hatten am Zab den Entschluß gefaßt, den Fluß entlang bis zu den Schirban- und dann den Zibar- Kurden zu reiten. Bis zu den Schirbani hatten wir Empfehlungen vom Bey zu Gumri und von dem Melek in Lizan erhalten, und von da aus hofften wir auf weitere Unterstützung. Die Schirbani nahmen uns gastfreundlich auf, von den Zibari aber wurden wir sehr feindselig empfangen; doch gelang es mir später, mich ihrer Teilnahme zu versichern. Wir kamen glücklich bis zum Akrafluß, stießen aber hier bei der wilden Bergbevölkerung auf eine so große Böswilligkeit, daß wir nach verschiedenen schlimmen Erfahrungen uns nach Südost wenden mußten. Wir überschritten den Zab östlich des Ghara Surgh, ließen Pir Hasan links liegen und sahen uns genötigt, da wir den dortigen Kurden keineswegs trauen durften, längs des Dschebel Pir Mam nach Südost zu halten, um dann nach rechts umzubiegen und irgendwo zwischen dem Diyaleh und kleinen Zab den Tigris zu erreichen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Von Bagdad nach Stambul'' Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg&amp;amp;nbsp;1892, S.&amp;amp;nbsp;8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christi Blut und Gerechtigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erzählung spielt im Grenzgebiet zwischen den Stämmen der Zibar-Kurden und der Schirwan-Kurden. Dieses war am mittleren Lauf des Großen Zab; dort, wo er in südöstliche Richtung fließt. Kara Ben Nemsi und Halef sind auf dem Weg Richtung Nordwesten von den Schirwani zu den Zibari:&lt;br /&gt;
:''Wir hätten nämlich das Schirwan-Dorf bereits beim ersten Tagesgrauen verlassen und waren von dem Scheich desselben eine Strecke weit begleitet worden. Nun hatte sich der Osten allmählich mehr gelichtet, und eben jetzt schoß der erste Strahl der aufsteigenden Sonne an uns vorüber, um die Fluten des Zab mit brillierenden Lichtern zu überschütten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Christi Blut und Gerechtigkeit.'', In: ''Vom Fels zum Meer - Spemann’s Illustrirte Zeitschrift für das Deutsche Haus. Erster Band.'', W. Spemann, Stuttgart&amp;amp;nbsp;1883, S.&amp;amp;nbsp;344.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== weitere Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur erwähnt wird der Große Zab in „''[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]''”, „''[[Im Reiche des silbernen Löwen II (GR27)|Im Reiche des silbernen Löwen II]]''” und in den [[Marienkalendergeschichte]]n „''[[Mater dolorosa]]''”, „''[[Maria oder Fatima]]''” und „''[[Merhameh (1909)|Merhameh]]''”, wobei es bei letzterer unsicher ist, ob May möglicherweise statt des Großen Zab den Kleinen Zab gemeint hat. Er schreibt nur „Zab”, und weitere geografische Angaben sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marienkalendergeschichte „''[[Der Kys-Kaptschiji]]''” spielt zwar fast vollständig am Kleinen Zab, der Große Zab ist aber in einer beigefügten Karte angegeben. Interessant ist dabei, dass diese 1895 veröffentlichte Karte einen Verlauf des Flusses darstellt, der außer auf den letzten Kilometern nicht im Geringsten mit der Wirklichkeit übereinstimmt und der zuletzt in Karten des achtzehnten Jahrhunderts zu finden war. Nach dieser Karte floss er von Quellen nahe der persischen Grenze ziemlich geradlinig in südwestlicher Richtung, etwa parallel zum Kleinen Zab. Spätestens seit den ersten Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts war der tatsächliche Verlauf des Großen Zab zumindest in groben Zügen in Europa bekannt und in Karten zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Zab Großer Zab in Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Zab Ausführlicher Artikel in der englischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Khoi&amp;diff=195300</id>
		<title>Khoi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Khoi&amp;diff=195300"/>
		<updated>2023-02-24T11:28:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Umfassende Korrektur, siehe Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Handlungsorte|1=[[Im Lande des Mahdi III (GR18)|Im Lande des Mahdi III]]}}&lt;br /&gt;
'''Koy Sanjaq''' (arabisch: كوي سنجق, türkisch, zur Zeit des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]]: كوي سنجاغ), auch kurz ''Koy'' oder ''Koye'' (kurdisch: کۆیە) genannt, ist eine Stadt im Nordosten des Iraks, im Gouvernement Erbil in der Autonomen Region Kurdistan. Sie ist Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts und hat rund 64.000 Einwohner,&amp;lt;ref&amp;gt;Hochrechnung von 2020 auf Datenbasis von 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; mehrheitlich sunnitisch-muslimische Kurden. Es gibt in Koy Sanjaq Minderheiten von chaldäischen Christen und von Juden, die jeweils eine eigene Sprache sprechen, die Christen das ''Koi-Sanjaq Sûrat'' und die Juden das ''Lishana Noshan'', die beide zu den Nordost-Neuaramäischen Sprachen gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koy Sanjaq ist eine für den Irak bedeutende Universitätsstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschichte===&lt;br /&gt;
Einer Legende nach wurde die Stadt erst unter osmanischer Herrschaft, also ab dem 16. Jahrhundert gegründet, indem ein Sohn des damaligen, namentlich nicht überlieferten Sultans sein Banner hier aufpflanzte; daher soll ihr Name stammen (türkisch: köy = Dorf, sancak = Banner, Flagge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist die Stadt Jahrtausende alt, wie archäologische Befunde zeigen, und sie war seit langem ein örtliches Machtzentrum. Im neunten Jahrhundert vor Christus war sie ausweislich eines hier gefundenen Keilschrifttäfelchens Sitz eines Statthalters im Assyrischen Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Koy Sanjaq zum Osmanischen Reich und war wegen seiner Nähe zur persischen Grenze ein wichtiger Militärstützpunkt. Im Jahr 1766 schreibt der deutsche Forschungsreisende Carsten Niebuhr und Anfang des 18. Jahrhunderts der osmanische Historiker Sanizade, dass die in Koy Sanjaq ansässigen Paschas Kurden waren; laut Niebuhr jedoch dem Pascha in Bagdad unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute noch vorhandenen historischen Gebäude der Stadt, darunter Moscheen, Basare und öffentliche Gebäude, stammen aus der osmanischen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Koy Sanjaq Teil des neu gegründeten Staates Irak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren war Koy Sanjaq Schauplatz heftiger Kämpfe im Iran-Irak-Krieg. In den 1990er Jahren hatte sie unter der Unterdrückung der Kurden unter Saddam Husseins Regime zu leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 erlebte Koy Sanjaq eine Zeit des Aufschwungs. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Handelszentrum und einem wichtigen Knotenpunkt für den Handel mit der Türkei und dem Iran. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Koy Sanjaq ein wichtiges Bildungszentrum in der Region. Die Stadt verfügt über mehrere Schulen und Hochschulen, darunter die University of Koya, die im Jahr 2003 gegründet wurde und heute zu den führenden Universitäten im Nordirak zählt. Die Stadt hat eine blühende Kunst- und Kulturszene, die sich in Theatern, Galerien und Museen widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
Im dritten Kapitel des dritten Bandes der Reiserzählung ''Im Lande des Mahdi'' spielt Koy Sanjaq unter dem Namen '''Khoi''' eine wichtige Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerlach, Hans-Henning: ''Karl-May-Atlas'' Karl-May-Verlag, Bamberg und Radebeul&amp;amp;nbsp;1997, S.&amp;amp;nbsp;143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Episode, die Jahre vor den zuvor geschilderten Abenteuern mit [[Ben Nil]] im [[Sudan]] spielt, trifft [[Kara Ben Nemsi]] mit seinem Diener [[Hadschi Halef Omar]] im schmutzigen [[H|Han]] des Ortes Khoi ein und trifft dort auf den [[Wirt von Khoi]] und den [[Bebbeh]]-Kurden [[Ssali Ben Aqil]]. Letzterer ist Bluträcher als Neffe [[Gasahl Gaboya]]s und versucht vergeblich, Kara Ben Nemsi zu töten. Während eines Brandes stiehlt der [[Kelhur]]-Kurde [[Schir Samurek]] Kara Ben Nemsis Hengst [[Rih]] und das Pferd Hadschi Halefs. Die beiden stehlen die Pferde des Apothekers von Khoi und verfolgen die Kurden bis in die Berge zur [[Musallah el Amwat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl May beschreibt Khoi als einen kleinen Ort, den er nach den in ''[[Im Reiche des silbernen Löwen]]'' erzählten Abenteuern erreicht, indem er von Persien aus dem Flusslauf des Kleinen Zab gefolgt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts erfuhr die europäische Wissenschaft durch Carsten Niebuhr erstmals von Koy Sanjaq. Dieser hatte die Stadt aber nicht besucht, sondern nur in Bagdad Erkundigungen eingezogen. Auch in den folgenden Jahrzehnten gab es keine gesicherten Erkenntnisse, und so wurde allgemein angenommen, dass die Stadt am Kleinen Zab läge, was sich auch in den Karten der Zeit widerspiegelte. Dazu beigetragen hatte sicherlich der Bericht [[Claudius James Rich]]s aus dem Jahr 1820, der nur in der Nähe Koy Sanjaqs vorbeikam, aber schrieb, dass der Kleine Zab von dort herabkäme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Europäer, der Koy Sanjaq besuchte, war William Francis Ainsworth im Jahr 1837. Er stellte klar, dass die damaligen Karten falsch waren und  Koy Sanjaq nicht nur nicht am Kleinen Zab liegt, sondern an gar keinem Fluss. Der Kleine Zab fließt rund 18 Kilometer südlich der Stadt vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Koy Sanjak standen Karl May mehrere Quellen zur Verfügung, von denen die meisten die Stadt auch Jahrzehnte nach Ainsworths Klarstellung noch immer als am Kleinen Zab gelegen in der Karte darstellten oder im Text beschrieben, zum Beispiel Wagners ''Reise nach Persien und dem Lande der Kurden'',&amp;lt;ref&amp;gt;Wagner, Moritz: ''Reise nach Persien und dem Lande der Kurden. Zweiter Band.'' Arnoldische Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1852, S.&amp;amp;nbsp;230.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0550 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Spiegels ''Erânische Alterthumskunde''&amp;lt;ref&amp;gt;Spiegel, Friedrich: ''Erânische Alterthumskunde. 1. Band.'' Wilhelm Engelmann, Leipzig&amp;amp;nbsp;1871, S.&amp;amp;nbsp;122&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KL0775 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Petermann's Geographische Mittheilungen]] von 1877.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reale Handlungsorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=A%C3%AFn_el_Khalkhan&amp;diff=195059</id>
		<title>Aïn el Khalkhan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=A%C3%AFn_el_Khalkhan&amp;diff=195059"/>
		<updated>2022-11-15T21:10:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Inhaltliche Korrektur / Neufassung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Route_Wadi_Murr-Mossul.jpg|mini|rechts|Beginn des Ritts zur Befreiung von Amad el Ghandur]]&lt;br /&gt;
== ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch die Wüste]]}}&lt;br /&gt;
In [[Karl May]]s [[Orientzyklus]] erfährt [[Mohammed Emin]], der Scheikh der [[Haddedihn]], nach der siegreich überstandenen Wüstenschlacht, dass sein Sohn [[Amad el Ghandur]] in [[Amadijah]] von den Türken gefangen gehalten wird und macht sich zusammen mit [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar|Halef]] auf den Weg, um ihn zu befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''So kam es, daß Mohammed Emin bei den Seinen entbehrt werden konnte. Er war natürlich nicht mit nach [[Mossul]] geritten, da er dort ganz außerordentlich gefährdet gewesen wäre; wir hatten uns vielmehr verabredet, in den Ruinen von Khorsabad, dem alten assyrischen Saraghum, zusammen zu treffen. Wir waren also zusammen nach [[Wadi Murr]], '''Aïn el Khalkhan''' und [[El Kasr (Orientzyklus)|El Kasr]] geritten. Dort aber hatten wir uns getrennt; ich war mit Halef nach Mossul gereist, und der Scheik hatte mit Hilfe eines Floßes seine Ueberfahrt über den [[Tigris]] bewerkstelligt, um auf der andern Seite des Flusses längs des Dschebel Maklub unser Stelldichein zu erreichen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 7. Jahrgang 1880/1881, Nr. 37, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;580.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg, den May für seine Helden ersonnen hat, verläuft also zunächst in nördlicher Richtung, in etwa zehn bis zwanzig Kilometer Abstand parallel zum Tigris bis zur Aïn el Khalkhan, wobei unterwegs das Wadi Murr durchquert wird. Dann geht er in nordöstlicher Richtung weiter, um bei El Kasr kurz vor [[Mossul]] auf den Tigris zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die geschilderten Abenteuer möglichst glaubhaft erscheinen zu lassen, stützte May sich dabei auf eine Karte des englischen Archäologen [[Austen Henry Layard]]. Ab dem achten Kapitel des ersten Bandes bis zu den ersten Seiten des dritten Bandes des „''Orientzyklus''” beruht der reale Hintergrund der geschilderten Abenteuer fast vollständig auf Layards Ausgrabungs- und Reisebericht, den May in deutscher Übersetzung besessen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Band enthält eine Karte, der er die Lage der genannten Orte entnehmen konnte. Den Namen ''Aïn el Khalkhan'', also ''Quelle des Khalkhan'', fand May nicht in dieser Form in der Karte, dort ist sie als ''Quell. v. Khalkhan'' verzeichnet. In dieser Karte finden sich mehrere Einträge, die mit Layards Reisen nichts zu tun haben, sondern aus anderen Karten übernommen wurden, so auch dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich handelt es sich aber nicht um eine Quelle, sondern einen Brunnen. Layards Übersetzer, Nikolaus Napoleon Wilhelm Meißner, hat den Eintrag ''Well of Khalkhan'' aus der englischen Karte falsch übersetzt. Die Karte der deutschen Übersetzung entspricht der englischen Version der Karte in der dritten Auflage von 1854. Zuvor waren das Wadi Murr und der Brunnen von Khalkhan noch nicht in der Karte enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Brunnen von Khalkhan''' wurde erst- und letztmalig erfasst bei einer Vermessung des Gebiets zwischen [[Euphrat]] und [[Tigris]] im Jahr 1837 durch Henry Blosse Lynch.&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Vermessung wurde von Felix Jones, der an ihr beteiligt gewesen war, in einer Karte dargestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;Map of the countries between the Mediterranean Sea and the Gulf of Persia on the line of the Euphrates, Tigris, Kuran. Compiled and drawn by Lieut. Felix Jones J.N. Assist. Surveyor, from the original Surveys made by the late expedition under Commander H. Blosse Lynch assisted by Lieutts. Chris D. Campbell M.W. Lynch, Felix Johnes, William B. Selby &amp;amp; Henry Grounds of the Indian Navy&amp;lt;/ref&amp;gt; die die Grundlage für mehrere spätere Karten bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser recht genauen Karte muss dieser Brunnen dort gelegen haben (oder noch liegen), wo heute das Dorf Jirin (arabisch: جرن) liegt; im Irak etwa 25 Kilometer südsüdwestlich von [[Mossul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Datei:Route_Wadi_Murr-Mossul.jpg&amp;diff=195058</id>
		<title>Datei:Route Wadi Murr-Mossul.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Datei:Route_Wadi_Murr-Mossul.jpg&amp;diff=195058"/>
		<updated>2022-11-15T20:54:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Aus:
Layard, Austen Henry: Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe, Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig 1854.
Inventar-Nr. KM0689 in Karl Mays Bibliothek&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
Layard, Austen Henry: Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe, Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig 1854.&lt;br /&gt;
Inventar-Nr. KM0689 in Karl Mays Bibliothek&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Rumelia&amp;diff=195047</id>
		<title>Rumelia</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Rumelia&amp;diff=195047"/>
		<updated>2022-11-13T11:43:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzungen zu Mays Quellen und zur Datierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jurumleri''' ist ein Dorf von rund dreitausend Einwohnern in Nordmazedonien.&lt;br /&gt;
Es gehört zur Gemeinde Gazi Baba, die wiederum einen Teil der Hauptstadt [[Uskub|Skopje]] bildet, und liegt am Fluss Vardar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Karten aus der Zeit des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] ist der Ort als Rumlia, Rumlja oder Urumli zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Die von May verwendete Namensvariante „Rumelia” konnte bisher nicht in Karten oder anderen Quellen gefunden werden. Trotz der meist sehr großen Sorgfalt, die May bei der Wiedergabe geografischer Bezeichnungen im Orientzyklus an den Tag legt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich hier durch die Assoziation mit Rumelien (dem europäischen Teil des Osmanischen Reichs) irrt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Durch das Land der Skipetaren]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 05 Durch das Land der Skipetaren.jpg|mini|rechts|Reiseroute über Rumelia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Orientzyklus]] verfolgen [[Kara Ben Nemsi]] und seine Gefährten [[Hadschi Halef Omar|Halef]], [[Omar Ben Sadek|Omar]] und [[Osko]] die Verbrecher [[Manach el Barscha]], [[Barud el Amasat]], [[Mübarek]] und die beiden [[Aladschy]], um durch sie zum [[Schut]] geführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Guriler]] kommend erreichen sie '''Rumelia''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Rumelia schien größer als Guriler zu sein. Es zog sich von der Straße bis an die Ufer des Flusses hinab. Der Wardar bot einen gefährlichen Anblick. Seine schmutzigen Wogen gingen hoch. Sie waren weit über die Ufer getreten und überschwemmten die anliegenden, mit Weiden bestandenen Wiesen. Jenseits des Flusses sahen wir die Eisenbahn. Es schien an dem Körper derselben gebaut zu werden. Wir sahen einen Bau-Zug langsam daherkommen. Zahlreiche Arbeiter waren mit Hacken und Schaufeln beschäftigt, und in der Nähe des Bahn-Dammes standen lange Bretterhütten, welche jedenfalls den Arbeitern zur einstweiligen Wohnung dienten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 12, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;516&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wirtshaus von Rumelia erlauschen [[Hadschi Halef Omar|Halef]] und [[Osko]], dass die Verfolgten zum [[Treska-Konak]] wollen, wodurch das nächste Ziel feststeht.  Auf die darauf folgende Überquerung des Vardar in Rumelia bezieht sich das siebente und letzte Kapitel des Bandes [[Durch das Land der Skipetaren]] des [[Orientzyklus]], „In Wassersnot.” [[Kara Ben Nemsi]] springt in die aufgewühlten Fluten, um eine Frau zu retten. Dadurch gewinnt er die Gunst der Bahnarbeiter und insbesondere deren Aufsehers, der der Ehemann der geretteten Frau ist. Dieser ordnet einen der Arbeiter, seinen Schwager, als Führer zum [[Treska-Konak]] ab.&lt;br /&gt;
In Rumelia spielen auch zwei humoreske Episoden, die May nach der Dramatik der Vardar-Überfahrt einschiebt, nämlich der erste Genuss von Schweinefleich durch [[Hadschi Halef Omar|Halef]] und der untaugliche Versuch der Reparatur einer Hose durch einen selbsternannten Schneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Rumelia aus geht es nach Westen zum nächsten Handlungsort, dem [[Treska-Konak]], einem fiktiven Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beschreibung der durch den europäschen Teil des Osmanischen Reichs führenden Reiseroute stützt sich Karl May hauptsächlich auf die ''Generalkarte der Balkanhalbinsel'',&amp;lt;ref&amp;gt;Handtke, Friedrich: ''Generalkarte der Balkanhalbinsel.'' C. Flemming, Glogau&amp;amp;nbsp;1878. (Inventar-Nr. KK041 in [[Karl Mays Bibliothek]])&amp;lt;/ref&amp;gt; in der die Eisenbahnlinie Thessaloniki - Mitrovica dargestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier in Rumlia beobachten seine Helden den Bau des zuerst fertig gestellten Streckenabschnitts von Thessaloniki nach Skopje (von May entsprechend seiner Karte Uskup genannt), der längs des Vardar errichtet wurde. Im Jahr 1871 waren die Arbeiten an dieser Teilstrecke bereits weit fortgeschritten und ihre Eröffnung war für Mitte 1872 geplant, erfolgte dann aber erst 1873. Daraus ergäbe sich eine Datierung dieser Episode auf ca. 1872, was jedoch im Widerspruch steht zu anderen zeitlich einzugrenzenden Passagen. Beispielsweise erblickt Kara Ben Nemsi nur wenige Tage später die Ruine des Kastells von [[Skutari]], obwohl das Kastell erst am 20. Dezember 1874 zerstört wurde, als der Pulverturm durch einen Blitzeinschlag explodierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://fr.wikipedia.org/wiki/Youroumleri Jurumleri in der französischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skutari_(Albanien)&amp;diff=195013</id>
		<title>Skutari (Albanien)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skutari_(Albanien)&amp;diff=195013"/>
		<updated>2022-10-25T15:51:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Ergänzungen zu den Quellen Mays, Karte der Reiseroute hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Brücke von Mes.jpg|miniatur|210px|Brücke von Mes (Aufnahme von [[1906]])]]&lt;br /&gt;
'''Skutari''' (deutsch), '''Shkodra''' (albanisch, auch '''Shkodër'''), '''Scutari''' (italienisch), '''Скадар''' ('''Skadar''', serbisch), '''İşkodra''' (türkisch) ist eine Stadt in Nord-[[Albanien]] am Skutarisee nahe der Grenze zu [[Montenegro]]. Skutari ist stets das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum der Region gewesen. Sie hat derzeit rund 75.000 Einwohner ([[2011]]) und ist die fünftgrößte Stadt Albaniens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In der Antike trug Skutari den lateinisch/illyrischen Namen Scodra (erstmals erwähnt im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. ist die Stadt slawisch besiedelt. 1479 wurde Skutari von den [[Osmanisches Reich|Osmanen]] nach langer Belagerung erobert, entvölkert und verwüstet. Nach dem Wiederaufbau wurde sie Hauptstadt des gleichnamigen Vilâyets (osmanischer Verwaltungsbezirk). Um 1660 schildert der türkische Reisende Evliya Çelebi&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Evliya_%C3%87elebi Evliya Çelebi] in der Wikipedia.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie als blühende Handelsstadt mit 1.800 Häusern (das entspricht etwa 9.000 Einwohnern, etwas mehr als [[Berlin]] in jener Zeit). Ein berühmtes osmanisches Bauwerk aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ist die ''Ura e Mesit'' (Brücke von Mes) 8&amp;amp;nbsp;km vor der Stadt. Im Jahre [[1860]] wurde von [[Österreich-Ungarn]] ein Jesuitenkolleg in Shkodra gegründet. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert lebten in der Stadt zu ihrer Hochblüte mehr als 40.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Orientzyklus]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|rechts|Reiseroute nach Antivari]]&lt;br /&gt;
Im [[Karl May]]s Orientzyklus ([[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Reiseerzählungen]] Bd. 1–6) wird Skutari als Wohnort der Familie [[Galingré]] erwähnt. Der [[Kaufmann Galingré]] verschwindet spurlos in Nord[[afrika]], sein Neffe [[Paul Galingré]] sucht nach ihm und wird von [[Hamd el Amasat]] im [[Wadi Tarfaui]] ermordet. Pauls Vater [[Henri Galingré]] wird von Hamd el Amasat in die Gefangenschaft des [[Schut|„Schut” Kara Nirwan]] gebracht und von [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar]] befreit. Die restliche Familie – Henris [[Frau Galingré|Gattin]], ihre [[Tochter Galingré|Tochter]] und Pauls Gattin [[Emilie Galingré|Emilie]] – wird von Skutari fortgelockt und soll an der „Verräterspalte” beraubt und ermordet werden. Auch dies kann am Schluss des Bandes ''[[Der Schut]]'' durch Kara Ben Nemsi verhindert werden. Die letzten Tage der Reise verbringen die Gefährten in Skutari:&lt;br /&gt;
:''Wir stiegen im Gasthof des Anastasio Papanico ab, welcher allerdings nur zwei Fremdenzimmer hatte, die glücklicher Weise nicht besetzt waren. Hier konnten wir uns gründlich restauriren und das Gefühl, halbwilde Menschen geworden zu sein, von uns werfen.''&amp;lt;br&amp;gt;''Der Lord schickte sofort einen Expressen nach Antivari, um dem Kapitän seinen neuen Reiseplan mitzutheilen, und ich hatte nichts Eiligeres zu thun, als zu einem Barbier zu gehen und mich dann mit einem neuen Anzug und frischer Wäsche zu versorgen. Daß wir Alle ein sehr gründliches Bad nehmen mußten, verstand sich ganz von selbst.''&amp;lt;br&amp;gt;''Dann spielten wir die Herren und ließen uns auf dem Skutarisee, von welchem aus die Stadt einen wunderschönen Anblick bietet, spazieren fahren. Als wir nach Hause kamen, wartete ein Polizeibeamter, bei welchem sich drei roth gekleidete Khawassen befanden, auf uns; der Wirt hatte uns angemeldet. Als der Mann meine Pässe sah, zog er sich unter den ehrerbietigsten Verbeugungen zurück, wozu wohl das reiche Bakschisch, welches der Lord ihm gab, das Meiste beigetragen hatte.''&amp;lt;br&amp;gt;''Skutari trägt, obwohl es am adriatischen Meer liegt, einen durchaus orientalischen Charakter. Es liegt theils in einer fruchtbaren Ebene, theils auf einer Hügelgruppe, welche diese Ebene begrenzt und auf ihrem höchsten Punkt ein verfallenes Kastell&amp;lt;ref&amp;gt;Das Kastell war am 20. Dezember 1874 durch die Explosion des Pulverturms infolge Blitzeinschlags zerstört worden.&amp;lt;/ref&amp;gt; trägt. Diese Stadt besteht eigentlich aus mehreren Dörfern, welche mit einander verbunden und deren Häuser fast ausschließlich aus Holz gebaut sind.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 17, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;748.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gasthof des Anastasio Papanico mit seinen zwei Fremdenzimmern und den dortigen Besuch der rot gekleideten Polizeibeamten fand May in der von ihm regelmäßig gelesenen und als Quelle verwendeten Zeitschrift ''[[Die Gartenlaube]]''.&amp;lt;ref&amp;gt;v. C.: ''Unter den Montenegrinern und Muselmännern'' In: Die Gartenlaube, Jahrgang 1876 Nr. 38, Ernst Keil's Nachfolger, Leipzig, S.&amp;amp;nbsp;640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als weitere Quelle diente laut Michael Schmidt-Neke&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt-Neke, Michael: ''Pseudologia phantastica und Orientalismus — Albanien als imaginäre Bühne für Spiridion Gopčević, Karl May und Otto Witte'' In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2006, Hansa Verlag Ingwert Paulsen jr., Husum&amp;amp;nbsp;2006 S.&amp;amp;nbsp;151 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; das 1881 erschienene Werk ''Oberalbanien und seine Liga'' von Spiridion Gopčević.&amp;lt;ref&amp;gt;Gopčević, Spiridion: ''Oberalbanien und seine Liga. Ethnographisch, politisch, historisch geschildert.'' Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig&amp;amp;nbsp;1881&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Beschreibungen Skutaris standen Karl May in mehreren Werken in [[Karl Mays Bibliothek|seiner Bibliothek]] zur Verfügung (Auswahl):&lt;br /&gt;
* Busch, Moritz: ''Lloyd's Illustrirte Reisebibliothek. 5. Band. Der Orient. II. Griechenland.'' Literarisch-Artistische Abtheilung des Oesterr. Lloyd, Triest&amp;amp;nbsp;1859 (Inventar-Nr. KM0703)&lt;br /&gt;
* Lindner, Friedrich Ludwig: ''Gemälde der Europäischen Türkei.'' Verlag des geografischen Instituts, Weimar&amp;amp;nbsp;1812 (Inventar-Nr. KM0187)&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist die einzige für den Orientzyklus verwendete Quelle, die May — wenn auch etwas verfremdet — angibt:&amp;lt;br&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 4, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Robert, Cyprien: ''Die Slawen der Türkei, nämlich: Serbier, Montenegriner, Bosniaken, Albanesen u. Bulgaren; oder Darstellung ihrer Hilfsquellen, ihrer Tendenzen und ihrer politischen Fortschritte. 4.-6. Theil'' Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart&amp;amp;nbsp;1844 (Inventar-Nr. KM0554)&lt;br /&gt;
* Schwarz, Bernhard: ''Montenegro.'' Paul Frohberg, Leipzig&amp;amp;nbsp;1883 (Inventar-Nr. KM0721)&lt;br /&gt;
* [[Amand von Schweiger-Lerchenfeld|von Schweiger-Lerchenfeld, Amand]]: ''Der Orient'' A. Hartleben, Wien / Pest / Leipzig&amp;amp;nbsp;1882 (Inventar-Nr. KM0472)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Orientzyklus]] bezeichnet May die Stadt meist als Skutari. Vereinzelt nennt er sie aber auch als '''Scutari'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 7. Jahrgang 1880/1881, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, Nr.&amp;amp;nbsp;22 S.&amp;amp;nbsp;346 und Nr.&amp;amp;nbsp;23 S.&amp;amp;nbsp;364.&amp;lt;/ref&amp;gt;, '''Schkodra'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Stambul.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 9. Jahrgang 1882/1883, Nr. 24, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;378.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder '''Iskenderiëh'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Stambul.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 9. Jahrgang 1882/1883, Nr. 22, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;347.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 11. Jahrgang 1884/1885, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, Nr.&amp;amp;nbsp;10, S.&amp;amp;nbsp;147 und Nr.&amp;amp;nbsp;11, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Alle diese Bezeichnungen waren Ende des 19. Jahrhunderts üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Shkodra Shkodra] in der Wikipedia. &lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Ura_e_Mesit Ura e Mesit] in der Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:reale Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Antivari&amp;diff=195012</id>
		<title>Antivari</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Antivari&amp;diff=195012"/>
		<updated>2022-10-25T15:48:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Infos zu Mays Quellen ergänzt, kleine Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Stari Bar''' (kyrillisch: Стари Бар, italienisch: Antivari Vecchia, albanisch: Tivar i Vjetër) bedeutet Alt-Bar. Es ist die alte Stadt Bar (kyrillisch: Бар, italienisch: Antivari, albanisch: Tivari / Tivar) in [[Montenegro]], die 1979 bei einem Erdbeben zerstört und aufgegeben wurde. Die Stadt lag etwa vier Kilometer von der Küste entfernt, besaß aber einen Hafen an der Adriaküste.&lt;br /&gt;
An diesem Hafen wurde die neue Stadt Bar gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Der Schut]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Route 06 Der Schut.jpg|mini|rechts|Reiseroute nach Antivari]]&lt;br /&gt;
Der Hafen von Antivari ist der Endpunkt der von May im [[Orientzyklus]] beschriebenen Reiseroute durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]], die rund 13.000 Kilometer zuvor im [[Dschebel Aures|Aurès]] begann und durch drei Kontinente führte. Hier besteigen [[Kara Ben Nemsi]], [[Hadschi Halef Omar]], [[Omar Ben Sadek]] und [[Sir David Lindsay]], von [[Skutari (Albanien)|Skutari]] kommend, das von Lindsay gemietete Dampschiff und fahren nach [[Jaffa]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Die Stadt Antivari, welche mit der Festung auf einem niedrigen Ausläufer des Gebirges liegt, wurde von uns nicht berührt, da wir gleich direkt an die Riva wollten. Dort waren vier Häuser an den Strand gebaut, ein Contumaz-Gebäude, das Agenturhaus des österreichischen Lloyd, ein Zollhaus und ein Wirthshaus. In letzterem kehrten wir ein. Es war fünf Uhr nachmittags, als wir da anlangten.&amp;lt;br&amp;gt;Die folgende Nacht blieben wir im Wirtshause; am andern Morgen schifften wir uns mit den Pferden ein, und dann entschwand die Küste des Skipetarenlandes sehr bald unsern Blicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 17, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;748-749.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Informationen über Antivari, wie den schlechten Zustand der Straße nach Skutari, standen Karl May in mehreren Werken [[Karl Mays Bibliothek|seiner Bibliothek]] zur Verfügung. Details fand er in der von ihm regelmäßig gelesenen und als Quelle verwendeten Zeitschrift [[Die Gartenlaube]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Die Stadt und Festung liegt auf einem niedrigen Vorberge der gewaltigen Gebirgskette. Sie blieb uns zur rechten Hand, denn wir eilten direct auf die Riva zu. Ein eigentlicher Weg war es nicht, dem wir folgten. Wir ritten zwischen Hecken, auf Fußpfaden, über Oedland, über kleinere Bäche, stets durch eine blühende Wildniß von Tamarisken, Granatbäumen, Berberitzen, Waldreben, Bryonien und verstrickenden Brombeerstauden, bis wir gegen vier Uhr Nachmittags, also nach elfstündigem Ritt, an dem Hafen Antivaris ankamen. Vier Häuser sind an dem Strande gebaut: das Zollhaus, ein Wirthshaus, ein Gebäude mit der Agentur des österreichischen Lloyd und ein Contumazgebäude.''&amp;lt;ref&amp;gt;v. C.: ''Unter den Montenegrinern und Muselmännern'' In: Die Gartenlaube, Jahrgang 1876 Nr. 38, Ernst Keil's Nachfolger, Leipzig, S.&amp;amp;nbsp;641.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://en.wikipedia.org/wiki/Stari_Bar Stari Bar in der englischen Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reale Handlungsorte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skutari_(Albanien)&amp;diff=195008</id>
		<title>Skutari (Albanien)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Skutari_(Albanien)&amp;diff=195008"/>
		<updated>2022-10-22T08:32:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Infos zu Mays Quellen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Brücke von Mes.jpg|miniatur|210px|Brücke von Mes (Aufnahme von [[1906]])]]&lt;br /&gt;
'''Skutari''' (deutsch), '''Shkodra''' (albanisch, auch '''Shkodër'''), '''Scutari''' (italienisch), '''Скадар''' ('''Skadar''', serbisch), '''İşkodra''' (türkisch) ist eine Stadt in Nord-[[Albanien]] am Skutarisee nahe der Grenze zu [[Montenegro]]. Skutari ist stets das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum der Region gewesen. Sie hat derzeit rund 75.000 Einwohner ([[2011]]) und ist die fünftgrößte Stadt Albaniens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In der Antike trug Skutari den lateinisch/illyrischen Namen Scodra (erstmals erwähnt im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. ist die Stadt slawisch besiedelt. 1479 wurde Skutari von den [[Osmanisches Reich|Osmanen]] nach langer Belagerung erobert, entvölkert und verwüstet. Nach dem Wiederaufbau wurde sie Hauptstadt des gleichnamigen Vilâyets (osmanischer Verwaltungsbezirk). Um 1660 schildert der türkische Reisende Evliya Çelebi&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Evliya_%C3%87elebi Evliya Çelebi] in der Wikipedia.&amp;lt;/ref&amp;gt; sie als blühende Handelsstadt mit 1.800 Häusern (das entspricht etwa 9.000 Einwohnern, etwas mehr als [[Berlin]] in jener Zeit). Ein berühmtes osmanisches Bauwerk aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ist die ''Ura e Mesit'' (Brücke von Mes) 8&amp;amp;nbsp;km vor der Stadt. Im Jahre [[1860]] wurde von [[Österreich-Ungarn]] ein Jesuitenkolleg in Shkodra gegründet. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert lebten in der Stadt zu ihrer Hochblüte mehr als 40.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
{{Handlungsorte|1=[[Orientzyklus]]}}&lt;br /&gt;
Im [[Karl May]]s Orientzyklus ([[Karl May's gesammelte Reiseerzählungen|Reiseerzählungen]] Bd. 1–6) wird Skutari als Wohnort der Familie [[Galingré]] erwähnt. Der [[Kaufmann Galingré]] verschwindet spurlos in Nord[[afrika]], sein Neffe [[Paul Galingré]] sucht nach ihm und wird von [[Hamd el Amasat]] im [[Wadi Tarfaui]] ermordet. Pauls Vater [[Henri Galingré]] wird von Hamd el Amasat in die Gefangenschaft des [[Schut|„Schut” Kara Nirwan]] gebracht und von [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar]] befreit. Die restliche Familie – Henris [[Frau Galingré|Gattin]], ihre [[Tochter Galingré|Tochter]] und Pauls Gattin [[Emilie Galingré|Emilie]] – wird von Skutari fortgelockt und soll an der „Verräterspalte” beraubt und ermordet werden. Auch dies kann am Schluss des Bandes ''[[Der Schut]]'' durch Kara Ben Nemsi verhindert werden. Die letzten Tage der Reise verbringen die Gefährten in Skutari:&lt;br /&gt;
:''Wir stiegen im Gasthof des Anastasio Papanico ab, welcher allerdings nur zwei Fremdenzimmer hatte, die glücklicher Weise nicht besetzt waren. Hier konnten wir uns gründlich restauriren und das Gefühl, halbwilde Menschen geworden zu sein, von uns werfen.''&amp;lt;br&amp;gt;''Der Lord schickte sofort einen Expressen nach Antivari, um dem Kapitän seinen neuen Reiseplan mitzutheilen, und ich hatte nichts Eiligeres zu thun, als zu einem Barbier zu gehen und mich dann mit einem neuen Anzug und frischer Wäsche zu versorgen. Daß wir Alle ein sehr gründliches Bad nehmen mußten, verstand sich ganz von selbst.''&amp;lt;br&amp;gt;''Dann spielten wir die Herren und ließen uns auf dem Skutarisee, von welchem aus die Stadt einen wunderschönen Anblick bietet, spazieren fahren. Als wir nach Hause kamen, wartete ein Polizeibeamter, bei welchem sich drei roth gekleidete Khawassen befanden, auf uns; der Wirt hatte uns angemeldet. Als der Mann meine Pässe sah, zog er sich unter den ehrerbietigsten Verbeugungen zurück, wozu wohl das reiche Bakschisch, welches der Lord ihm gab, das Meiste beigetragen hatte.''&amp;lt;br&amp;gt;''Skutari trägt, obwohl es am adriatischen Meer liegt, einen durchaus orientalischen Charakter. Es liegt theils in einer fruchtbaren Ebene, theils auf einer Hügelgruppe, welche diese Ebene begrenzt und auf ihrem höchsten Punkt ein verfallenes Kastell trägt. Diese Stadt besteht eigentlich aus mehreren Dörfern, welche mit einander verbunden und deren Häuser fast ausschließlich aus Holz gebaut sind.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Durch das Land der Skipetaren.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 14. Jahrgang 1887/1888, Heft 17, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;748.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gasthof des Anastasio Papanico mit seinen zwei Fremdenzimmern und den dortigen Besuch der rot gekleideten Polizeibeamten fand May in der von ihm regelmäßig gelesenen und als Quelle verwendeten Zeitschrift ''[[Die Gartenlaube]]''.&amp;lt;ref&amp;gt;v. C.: ''Unter den Montenegrinern und Muselmännern'' In: Die Gartenlaube, Jahrgang 1876 Nr. 38, Ernst Keil's Nachfolger, Leipzig, S.&amp;amp;nbsp;640.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als weitere Quelle diente laut Michael Schmidt-Neke&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt-Neke, Michael: ''Pseudologia phantastica und Orientalismus — Albanien als imaginäre Bühne für Spiridion Gopčević, Karl May und Otto Witte'' In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2006, Hansa Verlag Ingwert Paulsen jr., Husum&amp;amp;nbsp;2006 S.&amp;amp;nbsp;151 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; das 1881 erschienene Werk ''Oberalbanien und seine Liga'' von Spiridion Gopčević.&amp;lt;ref&amp;gt;Gopčević, Spiridion: ''Oberalbanien und seine Liga. Ethnographisch, politisch, historisch geschildert.'' Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig&amp;amp;nbsp;1881&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Orientzyklus]] bezeichnet May die Stadt meist als Skutari. Vereinzelt nennt er sie aber auch als '''Scutari'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 7. Jahrgang 1880/1881, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, Nr.&amp;amp;nbsp;22 S.&amp;amp;nbsp;346 und Nr.&amp;amp;nbsp;23 S.&amp;amp;nbsp;364.&amp;lt;/ref&amp;gt;, '''Schkodra'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Stambul.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 9. Jahrgang 1882/1883, Nr. 24, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;378.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder '''Iskenderiëh'''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Stambul.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 9. Jahrgang 1882/1883, Nr. 22, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;347.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 11. Jahrgang 1884/1885, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, Nr.&amp;amp;nbsp;10, S.&amp;amp;nbsp;147 und Nr.&amp;amp;nbsp;11, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Alle diese Bezeichnungen waren Ende des 19. Jahrhunderts üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Shkodra Shkodra] in der Wikipedia. &lt;br /&gt;
* Eintrag [http://de.wikipedia.org/wiki/Ura_e_Mesit Ura e Mesit] in der Wikipedia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orientzyklus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsorte]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
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		<title>Haddedihn</title>
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		<updated>2022-08-15T20:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Erweiterung: echte Haddedihn, Karl Mays Quelle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Völker|1=[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Der Schut (GR6)|Der Schut]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Am Jenseits (GR25)|Am Jenseits]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Im Reiche des silbernen Löwen I (GR26)|Im Reiche des silbernen Löwen I]]}}&lt;br /&gt;
Die '''Hadidiyin''' (arabisch: حديديين) sind ein arabischer Stamm (''ashira''), dessen Mitglieder hauptsächlich zwischen den Städten Aleppo im Norden [[Syrien]]s und [[Mossul]] im Norden des Irak, zwischen den Städten Viranşehir und Mardin im Süden der Türkei sowie in As-Salt und Al Qweismeh in Jordanien leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Hadidiyin (auch Hadidyin oder Hadidiyun transkribiert) kann mit „Eisenleute” übersetzt werden, und so wird er von manchen darauf zurückgeführt, dass sie früh die Eisenschmelze beherrschten. Nach vorherrschender Meinung kommt der Stamm ursprünglich aus der Region Hedschas im Westen der [[Arabien|arabischen Halbinsel]] und geht auf die Quraisch&amp;lt;ref&amp;gt;Der Stamm, dem Mohammed angehörte; von Karl May Koreïschiten genannt&amp;lt;/ref&amp;gt;, genauer auf deren Clan der Haschemiten zurück. Gründungsvater soll Muhammad bin Najm Al-Din Al-Droubi gewesen sein, auf dessen Beinamen „Ajjan al-Hadid“ der Stammesname beruht. Muhammad bin Najm Al-Din Al-Droubi soll ein Enkel Husseins und damit ein Ururenkel [[Mohammed]]s gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens ab der Regierungszeit des osmanischen Sultans Mehmed IV (1648-1687) bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts lag das Stammesgebiet hauptsächlich nördlich des Dschabal Sindschar&amp;lt;ref&amp;gt;Von Karl May des öfteren als „Dschebel Sindschar” oder „der Sindschar” erwähnt.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Mesopotamien]]. Die Hadidiyin waren in dieser Zeit dem Stamm der Taï tributpflichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um etwa 1600 begann der mächtige Stamm der [[Schammar|Shammar]] von der arabischen Halbinsel aus nach Mesopotamien vorzudringen, und Anfang des 19. Jahrhunderts gewannen sie die Oberhand über die anderen Stämme. So wurden die Taï und damit auch die Hadidiyin den Shammar tributpflichtig. Mehrere Clans (''fukhdh'') der Hadidiyin wurden aus ihrem angestammten Gebiet verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze 19. Jahrhundert hindurch gibt es Berichte von europäischen — überwiegend englischen — Reisenden, die mit Hadidiyin zusammengetroffen sind. Diese Begegnungen fanden hauptsächlich zwischen Aleppo und Mossul, aber auch sehr weit südlich am [[Euphrat]] etwa mittig zwischen [[Basra]] und [[Hilla]] statt und verliefen ausnahmslos freundschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hadidiyin werden als ein friedliebender und wohlhabender Stamm geschildert, dessen Ehrlichkeit berühmt war. Im Winter vertrauten die Bewohner von Aleppo und von Mossul ihnen ihre Schafe an, die sie auf ihre Wanderungen mitnahmen und weideten. Dafür erhielten sie einen Teil der Wolle und der Milchprodukte. Die Hadidiyin führten aber zu dieser Zeit bereits keine rein nomadische Lebensweise mehr. Im Sommer und Herbst blieben sie, zumindest einige ihrer Clans, ortsfest und betrieben Ackerbau. Die bei Aleppo ansässigen Hadidiyin zogen dann im Herbst in die Gegend südwestlich von [[El Deïr|Deir ez-Zor]],&amp;lt;ref&amp;gt;In diesem Gebiet treffen [[Kara Ben Nemsi]] und [[Hadschi Halef Omar|Halef]] im dritten Band von Karl Mays Orientzyklus nach ihren Abenteuern in Kurdistan wieder auf die „Haddedihn”&amp;lt;/ref&amp;gt; um ihre und die ihnen anvertrauten Tiere dort zu weiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der [[Osmanisches Reich|türkischen Obrigkeit]] pflegten sie ein gutes Verhältnis und entrichteten ihr die verlangten Steuern, anders als manche anderen Beduinenstämme und zusätzlich zu dem Tribut an die Shammar. Es kam vor, dass sie den Türken Hilfstruppen im Kampf gegen andere Stämme stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== bei Karl May ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fig_IV_Eine_Schammararaberin_auf_einem_Kameele.jpg|mini|rechts|Eine Schammararaberin auf einem Kamel]]&lt;br /&gt;
Bei [[Karl May]] sind die '''Haddedihn''' ein [[Beduinen]]stamm, aber gleichzeitig auch eine Unterabteilung — also eigentlich ein Clan — des Stammes der Schammar. Zu Beginn des [[Orientzyklus]] ist [[Mohammed Emin]] deren [[Scheich|Scheik]]. Nach dessen Tod in den kurdischen Bergen wird die Führung des Stammes von seinem Sohn [[Amad el Ghandur]] übernommen. Nachdem dieser in der Folge der Ereignisse, die zu [[Rih]]s Tod führen, auf diese Würde verzichtet, wird für eine Übergangszeit der Stamm vom Oberhaupt der in den Stamm aufgenommenen [[Ateïbeh]], Scheik [[Malek]], geführt, bis schließlich [[Hadschi Halef Omar]], der Freund und Diener [[Kara Ben Nemsi]]s, zum Stammesführer gewählt wird und dies auch jahrelang bleibt. &lt;br /&gt;
:''Amad el Ghandur wurde mit Vorwürfen überhäuft. Er nahm sich das so zu Herzen, daß er seine Würde als Scheik freiwillig niederlegt; sie wurde einstimmig Malek, dem einstigen Scheik der Ateïbeh, dem Großvater [[Hanneh]]s, zuerkannt. Nach dessen Tode wird mein Hadschi Halef Omar Scheik der Haddedihn sein.''&amp;lt;ref&amp;gt;Karl May: ''Der Schut.'' Carl May's gesammelte Reiseromane, Band VI, [[Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld]], [[Freiburg i. Br.|Freiburg]] [[1892]], Anhang, S.&amp;amp;nbsp;644.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch mehrere, dank Kara Ben Nemsi glücklich verlaufene kriegerische Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn haben die Haddedihn so etwas wie eine lokale Vorherrschaft errungen. Ihre Bewaffnung ist durch Tributzahlungen der umliegenden Beduinenstämme für die lokalen Verhältnisse gut bis vorzüglich. Sie sind Züchter hervorragender Pferde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren sind die Haddedihn bei May ein mutiges, aber gastfreundliches und offenes Volk. Nicht nur die Ausgestoßenen um Malek werden aufgenommen, auch die keineswegs mit weltlichen Gütern gesegneten Halef und [[Omar Ben Sadek]] werden vom Stamm akzeptiert und integriert. Diese beiden sind durch ihr langes Zusammensein mit Kara Ben Nemsi sozusagen kontaminiert worden und neigen dem [[Christentum]] zu (ohne dass May klar stellen würde, ob sie nun regelrecht konvertieren). In ihrem Gefolge wiederum nehmen es auch die übrigen Haddedihn mit den Vorschriften des [[Islam]] nicht mehr ganz so ernst, wie es Hanneh in ''&amp;quot;[[Am Jenseits (GR25)|Am Jenseits]]&amp;quot;'' ausdrückt. Dennoch zieht in dieser Erzählung eine Gruppe Haddedihn los, um die [[Hadsch|Wallfahrt]] nach [[Mekka]] zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ungewöhnliche Schreibweise ''Haddedihn'' gibt einen Hinweis auf Karl Mays Quelle. Sie stammt von Nikolaus Napoleon Wilhelm Meißner, der Werke des englischen Reisenden und Forschers [[Austen Henry Layard]]s ins Deutsche übersetzt hat und kommt sonst nirgends vor. Im englischen Original heißt es ''Haddedeen''. Layard war auf dem Weg von Mossul nach Hatra&amp;lt;ref&amp;gt;Die Ruinen von Hatra waren im 19. Jahrhundert das Ziel mehrerer Forschungsreisender, und May erwähnt sie als 'El Hather' im Orientzyklus&amp;lt;br&amp;gt;Karl May: ''Von Bagdad nach Stambul'' Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg&amp;amp;nbsp;1892, S.&amp;amp;nbsp;354.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf eine Gruppe Haddidiyin getroffen und erwähnt ihr gutes Verhältnis zu den Schammar.&amp;lt;ref&amp;gt;Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854, S.&amp;amp;nbsp;52-53.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche von Layards sehr lebendigen und detaillierten Beschreibungen der Schammar übernimmt May für die Haddedihn — die bei ihm ja zu den Schammar gehören — , so das Bild des wandernden Beduinenstammes und der seltsamen Traggestelle, in denen die Frauen auf den Kamelen sitzen,&amp;lt;ref&amp;gt;Layard: ''Niniveh und seine Ueberreste'', S.&amp;amp;nbsp;54.&amp;lt;br&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: [[Deutscher Hausschatz|Deutscher Hausschatz in Wort und Bild]], 7. Jahrgang 1880/1881, Nr. 31, [[Verlag Friedrich Pustet]], Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;494&amp;lt;/ref&amp;gt; Kara Ben Nemsis Besuch im Frauenzelt&amp;lt;ref&amp;gt;Layard: ''Niniveh und seine Ueberreste'', S.&amp;amp;nbsp;59-60.&amp;lt;br&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: Deutscher Hausschatz in Wort und Bild, 7. Jahrgang 1880/1881, Nr. 31, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;496&amp;lt;/ref&amp;gt; (den in Wirklichkeit eine Frau aus Layards Gruppe machte) oder die Geschichte des Bruchs der Gastfreundschaft durch den Scheik Sofuk.&amp;lt;ref&amp;gt;Layard: ''Niniveh und seine Ueberreste'', S.&amp;amp;nbsp;65-66.&amp;lt;br&amp;gt;Karl May: ''Giölgeda padiśhanün. Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche.'' In: Deutscher Hausschatz in Wort und Bild, 7. Jahrgang 1880/1881, Nr. 31, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, S.&amp;amp;nbsp;495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolff, Joseph: ''Missionary Journal Vol. II'', James Duncan / L. B. Seeles and Sons / R. B. Seeley and Burnside, London&amp;amp;nbsp;1828.&lt;br /&gt;
* Layard, Austen Henry: ''Niniveh ans Its Remains Vol. I,'' Seventh Thousand, John Murray, London&amp;amp;nbsp;1849.&lt;br /&gt;
* William F. Ainsworth: ''Travels and Researches in Asia Minor, Mesopotamia, Chaldea, and Armenia Vol. II'', John W. Parker, London&amp;amp;nbsp;1852.&lt;br /&gt;
* Smyth, Warington Wilkinson: ''A Year with the Turks'', Redfield, New York&amp;amp;nbsp;1854.&lt;br /&gt;
* Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in [[Karl Mays Bibliothek]].&lt;br /&gt;
* Anonym: ''Rambles in the Deserts of Syria and among the Turkomans and Bdaweens.'', John Murray, London&amp;amp;nbsp;1864.&lt;br /&gt;
* Petermann, Julius Heinrich: ''Reisen im Orient, 2. Band, 2. Ausgabe.'', Veit &amp;amp; Comp., Leipzig&amp;amp;nbsp;1865.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0522 in Karl Mays Bibliothek.&lt;br /&gt;
* Blunt, Anne: ''Bedouin Tribes of the Euphrates'', Harper &amp;amp; Brothers, New York&amp;amp;nbsp;1879.&lt;br /&gt;
* ''Le Correspondant, Tome Cent Vingt-quatrième'', Bureaux du Correspondant, Paris&amp;amp;nbsp;1881.&lt;br /&gt;
* Haut-Commissariat de la République française en Syrie et au Liban (Hrsg.): ''Les Tribus Arabes de Syrie, Édition provisoire'', Beyrouth&amp;amp;nbsp;1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beduinen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
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		<title>Datei:Fig IV Eine Schammararaberin auf einem Kameele.jpg</title>
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		<updated>2022-08-15T20:09:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: Layard, Austen Henry: Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe, Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig 1854&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Layard, Austen Henry: Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe, Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig 1854&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://www.karl-may-wiki.de/index.php?title=Claudius_James_Rich&amp;diff=194757</id>
		<title>Claudius James Rich</title>
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		<updated>2022-08-06T13:33:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MartinZ: unbedeutende inhaltliche Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Claudius_James_Rich.jpg|mini|rechts|Claudius James Rich]]&lt;br /&gt;
'''Claudius James Rich''' (* 28. März 1786 oder 1787 bei Dijon (Département Côte d’Or) in [[Frankreich]]; † 5. Oktober 1821 in [[Schiras]] ([[Persien]])) war ein Beamter der British East India Company, der durch seine privaten Forschungen in [[Mesopotamien]], [[Persien]] und [[Kurdistan]], vor allem archäologischer und geografischer Natur, bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über seine Herkunft gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Als sein Vater gilt der schottische Adlige Sir James Cockburn (1723-1809); zumindest erkannte dieser die Vaterschaft an. Es gibt zwei unterschiedliche Angaben über Richs Geburtsjahr, und weder seine Mutter noch sein genauer Geburtsort sind bekannt. Sicher ist, dass die Ehefrau seines Vaters, Laetitia Cockburn, nicht seine Mutter war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familiennamen erhielt er den Geburtsnamen der Mutter seines Vaters, Martha Rich († 1756), und wurde kurz nach seiner Geburt nach Bristol in [[England]] gebracht, wo er bei einer Schwester seines Vaters aufwuchs. Zu seinem Vater, der nur wenige Kilometer von Bristol entfernt lebte, behielt er bis zu dessen Tod einen losen Kontakt, nicht jedoch zu seinen vier Halbgeschwistern. Die irische Herkunft seiner Großmutter, deren Namen er trug, nahm Rich zum Anlass, sich zeitlebens als Iren zu bezeichnen, obwohl er keinerlei tatsächliche Beziehungen zu Irland hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Kindesalter zeigte sich eine ganz außergewöhnliche Begabung für Fremdsprachen, als er von einem Verwandten Latein und Griechisch lernte. Durch sein Interesse für fremde Länder und Sprachen lernte er den Buchhändler, Autor und Kenner der persischen Sprache Charles Fox kennen. Bei ihm stieß er neben persischen Schriften auch auf solche in arabischer, hebräischer, türkischer und syrischer Sprache; und bereits als Jugendlicher beherrschte er diese Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ausgeprägt waren auch seine Fähigkeit, Menschen für sich zu gewinnen, sowie sein Selbstbewusstsein. Als er erkannte, dass seine einzige Möglichkeit, in den Orient zu gelangen, eine Anstellung bei der British East India Company war, konnte er auf einflussreiche Fürsprache und Unterstützung zählen. So wurde er dort im Jahr 1803 mit 16 oder 17 Jahren als Kadett aufgenommen. Als sein Förderer sein Bedauern äußerte, dass er nichts besseres für ihn erreichen konnte, rief er aus: „Let me but get to India, leave the rest to me.”&amp;lt;ref&amp;gt;„Lasst mich nur erst nach Indien kommen, und überlasst den Rest mir.”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bevor er die militärische Laufbahn beginnen konnte, wurde er aufgrund der Einflussnahme weiterer Fürsprecher für die zivile Laufbahn vorgesehen und sollte eine Stelle in der Niederlassung in Bombay bekommen, die aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht frei war. In der Zwischenzeit sollte er eine Stelle als Sekretär des am 26. Dezember 1803 neu ernannten Generalkonsuls in Ägypten, Charles Lock, antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Schiff, das ihn nach Ägypten bringen sollte, brach vor der Küste Kataloniens durch Selbstentzündung auf Hanf ausgelaufenen Leinöls ein Feuer aus. Dem Kapitän gelang  es noch, das Schiff nahe der Küste auf Grund zu setzen und fast alle Personen an Bord wurden gerettet, aber Rich verlor seine gesamte Habe. Durch die Hilfe eines aus seiner Heimatstadt Bristol stammenden Händlers, der dort ansässig war, wurde es ihm ermöglicht, nach Neapel zu reisen, wo er nun mit Charles Lock, der vorläufig noch dortiger Generalkonsul war, zusammentreffen sollte. Drei Monate, in denen er fließend italienisch lernte, wartete Rich auf Lock, bevor er nach Malta beordert wurde, um nunmehr dort auf Lock zu treffen. Noch vor Richs Ankunft starb Lock am 12. September 1804 auf Malta am Gelbfieber, so dass Rich seine Stelle vorerst nicht antreten musste. Er erbat und erhielt die Erlaubnis, von [[Konstantinopel]] aus auf dem Landweg nach Ägypten zu reisen, um unterwegs seine Türkisch- und Arabischkenntnisse zu perfektionieren. Es kam aber nur zu einem kurzen Aufenthalt in Konstantinopel und einem langen in [[Izmir|Smyrna]], bevor er zum neu ernannten Generalkonsul, Edward Misset, mit dem Schiff nach [[Kairo]] reisen musste. In seiner Zeit in Kairo vervollkommnete er nicht nur sein Hocharabisch, sondern lernte auch mehrere arabische Dialekte und den Umgang mit den dort üblichen Waffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gut zwei Jahren wurde die ursprünglich für Rich vorgesehene Stelle in Bombay frei und Rich wurde dorthin beordert. Auch jetzt wählte er wieder nicht den direkten Weg, sondern reiste über Syrien, Mossul, Bagdad, Basra und den Persischen Golf. Unterwegs gab er sich erfolgreich als [[Mameluken|Mameluk]] aus und konnte so die Omajjadenmoschee in [[Damaskus]] besuchen, während sich dort die Mekkapilger sammelten; ein Wagnis, das sicher seinen Tod bedeutet hätte, wäre er als Europäer erkannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1807 traf er in Bombay ein und wohnte im Haus des Obersten Richters, Sir James Mackintosh. Nur sechs bis sieben Monate blieb er in Bombay, bevor er, nur 21 oder 22 Jahre alt, zum Residenten&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Stellung ähnlich der eines Konsuls, aber etwas höherrangig&amp;lt;/ref&amp;gt; im Paschalik [[Bagdad]] ernannt wurde. Seine Zeit in Bombay reichte aber aus, um um Mary Mackintosh (1789-1876), die älteste Tochter seines Gastgebers, zu werben und sie zu heiraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit wandelte sich sein großes Selbstbewusstsein zu einer gewissen Arroganz. Als Samuel Manesty, seit 1784 mit kurzen Unterbrechungen Resident in [[Basra]], den sehr jungen und in seiner Stellung unerfahrenen Rich unter seine Fittiche nehmen wollte, schrieb dieser an seinen Schwiegervater: „This, though all very well for an acting Resident, will of course not do for me”;&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa: „Das mag für einen Residenten in Ordnung sein, für mich kommt es aber natürlich nicht in Frage”&amp;lt;/ref&amp;gt; und stolz auf seine für einen Engländer ganz ungewöhnlichen Sprachkenntnisse, die es ihm erlaubten, auf den Dolmetscher zu verzichten oder diesen zumindest zu kontrollieren, sagte er: „I am certainly not going to allow a mongrel native of Constantinople to conduct my business with the pasha.”&amp;lt;ref&amp;gt;„Ich werde einem aus Konstantinopel stammenden Mischling ganz sicher nicht erlauben, meine Angelegenheiten mit dem Pascha zu regeln.”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richs aus diesen Worten hervorscheinende Geringschätzung der Menschen, die in den Regionen lebten, für die er sich so brennend interessierte und in deren Sprachen er Experte war, tritt bei einer anderen Gelegenheit noch deutlicher zu Tage. Samuel Manesty, der Resident in Basra, lud Rich zu einem Diner ein und schlug vor, dass Mary Rich bei dieser Gelegenheit seine Frau, die Tochter eines einheimischen armenischen Händlers, kennenlernen sollte. Rich lehnte das mit unverhohlener Verachtung ab. Seinem Schwiegervater schrieb er über diesen Vorfall: „I was much irritated by his presuming to mention Mrs Manesty, and to expect that I would permit Mrs Rich to associate with a dirty Armenian drαb.”&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa: „Ich war sehr verärgert über seine Anmaßung, seine Frau zu erwähnen und anzunehmen, ich würde meiner Frau erlauben, sich mit einer dreckigen armenischen Hυre gemein zu machen”, wobei er mit der Bezeichnung „drαb” wohl auch auf ihren dunkleren Teint anspielen wollte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mary Rich teilte diese Einstellung ihres Mannes, wie aus ihren eigenen Briefen hervorgeht; ihre Eltern jedoch äußerten sich schockiert darüber. Weitere Folgen für Rich hatte das aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Residenten in Bagdad war eine wichtige und eine schwierige. Um den langen und gefährlichen Seeweg um [[Afrika]] und das [[Kap der Guten Hoffnung]] zu vermeiden, wurde ein großer Teil des Warenstroms von [[Indien]] nach [[Europa]] durch den Persischen Golf nach Basra, von dort mittels [[Karawane]]n auf dem Landweg an das [[Mittelmeer]] und schließlich wieder auf dem Seeweg nach Europa geführt. Die Sicherung der Landroute durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] mit möglichst geringen Zollabgaben war die wichtigste Aufgabe der Residenten in den Paschaliks Basra, Bagdad, [[Mossul]] und anderen. Daneben sollten sie dem wachsenden französischen Einfluss auf das Osmanische Reich entgegenwirken; hier stand die Sorge im Vordergrund, Frankreich unter Napoleon könnte seine Hand nach Indien ausstrecken und dazu Truppen über Mesopotamien führen. Schwierig war die Aufgabe wegen der Schwäche der Zentralgewalt des Osmanischen Reichs in diesen entfernten Gebieten. Der Sultan in Konstantinopel konnte Eigenmächtigkeiten der Paschas nicht verhindern, sondern nur immer wieder neue Paschas einsetzen. In dieser Zeit herrschten in Bagdad Chaos, Intrige und Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Entschlossenheit, seinen Mut und seine tiefen Einblicke in die Denkweise seiner Verhandlungspartner meisterte Rich seine Aufgaben mit Bravour. In den immer wieder auftretenden, teils gefährlichen Konflikten mit den wechselnden Paschas von Bagdad setzte er sich regelmäßig durch und wurde schnell als der nach dem Pascha mächtigste Mann Bagdads anerkannt. Nach Meinung einiger richtete sich sogar mancher Pascha mehr nach den Vorschlägen und Ratschlägen Richs als nach denen seiner eigenen Ratgeber. Bis zur Hohen Pforte drang sein Ruf als „Wunder der Integrität und Gerechtigkeit”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Ehefrau hatte Rich eine ebenbürtige Partnerin gefunden, die ihm auch an Abenteuerlust nicht nachstand. Auch sie sprach mehrere Sprachen fließend, und schnell lernte sie türkisch. So konnte sie in Bagdad ein Netzwerk von Frauen aufbauen, zu dem auch die Ehefrauen der Paschas gehörten. Der auf diesem Weg ausgeübte Einfluss trug nicht unwesentlich zum Erfolg ihres Mannes bei. Auch seine Passion für die Geschichte Mesopotamiens teilte sie, eignete sich auch auf diesem Gebiet profunde Kenntnisse an und begleitete seine archäologischen Exkursionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen privaten Leidenschaften widmete Rich neben seiner diplomatischen Tätigkeit viel Zeit. Er war der erste, der nennenswerte Ausgrabungen und Vermessungen in den Ruinen von [[Babylon]] und, in geringerem Umfang, in Ninive bei Mossul vornahm. Seine Veröffentlichungen erregten großes Interesse in seinem Heimatland und lockten zahlreiche weitere Besucher und Forscher an, unter ihnen [[Austen Henry Layard]].&lt;br /&gt;
Daneben baute er — mit Hilfe eines eigens dafür angestellten christlichen Syrers namens Samman — Sammlungen von Antiquitäten und Münzen auf. Besondere Bedeutung hatte seine Sammlung orientalischer Manuskripte. Rich erwies sich als kundiger und wählerischer Sammler. Obwohl seine Sammlung am Ende 850 Manuskripte umfasste, enthielt sie fast nur seltene, künstlerisch herausragende oder historisch bedeutsame Stücke. Die meisten seiner Manuskripte befinden sich heute im British Museum; einige sind jedoch verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus erforschte er die Geschichte und Geografie des Paschaliks Bagdad, erstellte mit Hilfe einfacher Instrumente Karten, die sich später als erstaunlich wenig ungenau herausstellten, sammelte Daten für Statistiken und erfasste meteorologische und astronomische Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren besonders heißen Sommern und durch das generell belastende Klima Bagdads war seine Gesundheit 1813 so angegriffen, dass er um Urlaub für eine Luftveränderung nachsuchte. Ihm wurde ein dreimonatiger Urlaub grundsätzlich gewährt, jedoch ohne konkreten Termin. Im Oktober brach er mit seiner als männlichen Jugendlichen verkleideten Frau und einigen bewaffneten Männern in Richtung Konstantinopel auf. Die Gruppe reiste nach Norden, über Kirkuk nach Mossul, durchquerte Kurdistan und das von der Pest heimgesuchte Anatolien und kam am Neujahrstag 1814 in der britischen Botschaft in Konstantinopel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1814 und 1815 unternahm das Ehepaar Rich von Konstantinopel aus eine Rundreise durch etliche europäische Hauptstädte. In Paris erreichte ihn die Entlassung aus dem Dienst der East India Company. Ihm wurden mehrere schwere Dienstvergehen vorgeworfen. So hatte er Bagdad verlassen, ohne die konkrete Erlaubnis für diesen Zeitpunkt zu haben, hatte es nicht für nötig gehalten, ein ärztliches Attest beizubringen, hatte in Konstantinopel die außergewöhnlich hohe Summe von 40.000 Piastern zu Lasten der East India Company abgehoben — angeblich für Geschenke an den Pascha von Bagdad —, hatte seinen Urlaub um siebzehn Monate überzogen (wobei zu seinen Gunsten nur die Zeit in Europa angerechnet wurde, aber nicht die rund zwölf Monate, die er sich nicht in Bagdad, aber im Osmanischen Reich aufgehalten hatte) und hatte sich eigenmächtig außerhalb des Kontrollbereichs der East India Company begeben, womit insbesondere sein Aufenthalt in Wien gemeint war. Seine Frau konnte aber durch die Beziehungen ihrer Familie eine Rücknahme dieser Entlassung erreichen, wobei sein Verhalten jedoch noch einmal ausdrücklich gerügt wurde und deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass seinen Rechtfertigungsversuchen, wie dem Verweis auf seine angegriffene Gesundheit,&amp;lt;ref&amp;gt;Richs Tagebucheinträge, die Briefe seiner Frau an ihre Schwester sowie auch die Schilderungen anderer Personen, die ihn kennenlernten, bestätigen jedoch die Fragilität seiner Gesundheit.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass er in Europa auch dienstliche Aufgaben wahrgenommen habe und dass die 40.000 Piaster für den Pascha verwendet worden seien, nicht der geringste Glauben geschenkt wurde. Für die in Europa verbrachte Zeit — also von seiner Abreise aus Konstantinopel am 13. April 1814 bis zu seiner Rückkehr dorthin am 20. September 1815 — wurde ihm das Gehalt gestrichen, und die in Konstantinopel abgehobene Summe musste er insoweit zurückerstatten, als er keine Belege für ihre ordnungsgemäße Verwendung liefern konnte. Seine letzten Jahre in Bagdad waren daraufhin auch von finanziellen Schwierigkeiten geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer vom Hinweg leicht abweichenden Route kehrten die Richs nach Bagdad zurück und Claudius James Rich füllte sein Amt ab dem Frühjahr 1816 wieder aus und nahm auch seine privaten, vor allem die archäologischen Studien wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1817 war Daud Pascha der Pascha von Bagdad. Zunächst war sein Verhältnis zu Rich gut. Dann aber machten sich Richs lange Abwesenheiten auf Exkursionen bemerkbar und ihr Verhältnis verschlechterte sich ab Mitte 1819 spürbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem brach Rich am 18. März 1820, begleitet von seiner Frau, zu einer einjährigen geografischen Forschungsreise auf, von Bagdad aus den [[Djalah|Diyala]] aufwärts nach Persien und durch Kurdistan. Aus diesem Gebiet waren seit Jahrhunderten keine geografischen Informationen nach Europa gelangt, und so konnten aufgrund Richs detaillierter Aufzeichnungen, die jedoch erst nach seinem Tod durch seine Witwe veröffentlicht werden konnten, die ersten halbwegs brauchbaren Karten dieser Region erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr am 12. März 1821 stellte Rich fest, dass Daud Pascha inzwischen die Abgaben auf britische Waren erhöht und die Rechte von Europäern beschnitten hatte. Daud Pascha beschuldigte Rich, mit den Persern und den Kurden gegen ihn zu intrigieren, und noch im März wurde die Lage für Rich bedrohlich. Der Pascha belagerte seine Residenz und forderte von Rich die Zusage, Bagdad nicht zu verlassen, bis ihre Differenzen beigelegt seien. Rich jedoch weigerte sich, unter dem Druck der Belagerung Gespräche aufzunehmen, und so dauerte es viele Wochen, bis der Pascha Rich erlaubte, am 11. Mai mit einer Yacht der East India Company nach Basra abzureisen. In Richs Tagebuch, das etliche Jahre später von seiner Witwe herausgegeben wurde, fehlt der gesamte Zeitabschnitt zwischen dem 12. März und dem 11. Mai 1821.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Richs Stellung im Machtbereich Daud Paschas unhaltbar geworden war, wurde ihm eine noch bedeutendere Stelle als Ratsmitglied bei der Regierung in Bombay, verbunden mit einer erheblichen Gehaltssteigerung, angeboten. Im Juni verließen die Richs und einige einheimische Angestellte, die sich den Unmut des Paschas zugezogen hatten, auch Basra und fuhren in die persische Hafenstadt Buschehr. Während Rich hier auf weitere Instruktionen bezüglich der Stelle in Bombay warten musste, fuhr seine Frau schon voraus, um den heißen Monaten im Persischen Golf zu entkommen. Bald wurde auch Rich die Hitze unerträglich, auch wegen seiner angegriffenen Gesundheit. Nachdem wieder einmal ein Schiff aus Indien ohne die ersehnten Nachrichten in Buschehr gelandet war, reiste er am 24. Juli mit zwei Freunden in das kühlere Landesinnere nach [[Schiras]], wo er am 2. August ankam und, wie alle englischen Reisenden zu dieser Zeit, Unterkunft im Jahan-Nama-Garten fand, einem königlichen Garten in unmittelbarer Nähe des Grabs des persischen Dichters [[Hafis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 15. bis zum 30. August unternahm er einen Ausflug in das rund 50 Kilometer nordöstlich liegende Persepolis und zu anderen in der Nähe liegenden antiken Stätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Rückkehr nach Schiras trafen Nachrichten über das Ausbrechen der Cholera in Buschehr ein, wo ihr sehr viele Menschen zum Opfer fielen. Zunächst wähnte sich Rich in Schiras noch in Sicherheit, aber am 14. September erreichte die Epidemie auch Schiras und wirkte rund zwei Wochen lang verheerend. Viele Menschen verließen Schiras, um der Cholera zu entkommen, aber angesichts der Tatsache, dass sie auch in der gesamten Umgebung wütete, hielt Rich es für sicherer, an Ort und Stelle zu bleiben. Außerdem waren, wie er selbst an seine Frau schrieb, keine Maultiere für den Transport mehr zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Epidemie Anfang Oktober so gut wie beendet war, steckte sich Rich als einer der letzten noch an und starb am 5. Oktober 1821 morgens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sollte in der armenischen Kirche in Schiras bestattet werden. Dieser Plan scheiterte daran, dass sein Sterbeort, der Jahan-Nama-Garten, gerade außerhalb der Stadttore lag und kein Leichnam in das Stadtinnere gebracht werden durfte. Ein Angebot des Gouverneurs, ihn auf dem Gelände des Hafis-Grabs beizusetzen, wurde aus praktischen Erwägungen verworfen, und so wurde er schließlich im Jahan-Nama-Garten beigesetzt. Im darauffolgenden Jahr fand der britische Resident in Buschehr, William Bruce, das Grab durch die winterlichen Witterungseinflüsse stark beschädigt vor und ließ ein Grabmal aus Marmor errichten. Im Jahr 1826 wurden Richs Überreste nach Isfahan überführt und in der dortigen armenischen Kathedrale beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richs Nachfolger als Resident in Bagdad wurde Robert Taylor, der seit 1819 Resident in Basra gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften Claudius James Richs ==&lt;br /&gt;
* ''Memoir on the Ruins of Babylon'', Longman, Hurst, Rees, Orme, and Brown, and J. Murray, Second Edition, London 1816 (zuerst erschienen in der Zeitschrift ‘’Mines de l’Orient’’, Wien) [https://books.google.fr/books?id=cP1b7gj6buwC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false lesen]&lt;br /&gt;
* ''Second Memoir on Babylon'', Longman, Hurst, Rees, Orme, and Brown, and J. Murray, London 1818 [https://books.google.fr/books?id=-UYzAQAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false lesen]&lt;br /&gt;
* ''Narrative of a Residence in Koordistan and on the Site of ancient Nineveh. With Journal of a Voyage down the Tigris to Bagdad and an Account of a Visit to Shirauz and Persepolis'', 2 Bände, James Duncan, London 1836 (posthum herausgegeben durch seine Witwe) [https://www.qdl.qa/en/archive/81055/vdc_100023552991.0x000001 Band 1 lesen] [https://www.qdl.qa/en/archive/81055/vdc_100023553416.0x000001 Band 2 lesen]&lt;br /&gt;
* ''Reise nach Kurdistan und dem alten Ninive, nebst dem Bericht einer Reise den Tigris entlang nach Bagdad, und eines Besuchs von Schiras und Persepolis. In: Lewald, August (Hrg.): Atlas zur Kunde fremder Welttheile. Vierter Band.'' J. Scheible's Verlags-Expedition, Leipzig und Stuttgart&amp;amp;nbsp;1836 (gekürzte Übersetzung des ersten Bandes der ''Narrative of a Residence in Koordistan ...'')&lt;br /&gt;
* ''Reise nach Kurdistan und dem alten Ninive, nebst dem Bericht einer Reise den Tigris entlang nach Bagdad, und eines Besuchs von Schiras und Persepolis. II. Abtheilung. In: Lewald, August (Hrg.): Atlas zur Kunde fremder Welttheile. Fünfter Band.'' Literatur-Comptoir, Stuttgart&amp;amp;nbsp;1837 (gekürzte Übersetzung des zweiten Bandes der ''Narrative of a Residence in Koordistan ...'') [https://books.google.fr/books?id=KDpgAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false lesen]&lt;br /&gt;
* ''Narrative of a Journey to the Site of Babylon'', Duncan and Malcolm, London 1839  (posthum herausgegeben durch seine Witwe) [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10257506?page=8,9 lesen]&lt;br /&gt;
Die deutsche Übersetzung im „''Atlas zur Kunde fremder Welttheile''“ ist sehr stark, teils sinnentstellend gekürzt. Im vierten Band finden sich fast auf jeder Seite kleinere oder größere Ungenauigkeiten, wie die Übersetzung von ''Devil's Valley'' durch ''Höllental'' oder die Bezeichnung eines Versorgungsschiffs der britischen Kriegsmarine namens ''Hindostan'' als ''hindostanisches Kauffahrteischiff''; und sehr zahlreich sind die Passagen, in denen der deutsche Text etwas vollkommen anderes aussagt als das englische Original, teils sogar das genaue Gegenteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Beschreibungen des Dorfs Jumeila (Narrative Bd. 1 S. 41 / Atlas Bd. 4 S. 23). Dieses ist auch ein Beleg für den generellen Mangel an Sachverstand, mit dem die Übersetzung erfolgte. Bei dem Namen des Dorfs handelt es sich um das arabische Wort جميلة (das Hübsche); er hätte also nach den damaligen Konventionen in der deutschen Übersetzung mit Dschamila wiedergegeben werden müssen, anstatt die Schreibweise des Engländers zu übernehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im fünften Band ist die Zahl der Fehler geringer, aber auch hier finden sich neben den Übersetzungsfehlern Absonderlichkeiten wie die Bezeichnung des Klosters ''Rabban Hormuzd''&amp;lt;ref&amp;gt;Rabban Hormuzd (heute i.d.R. ''Rabban Hormizd'' transkribiert) kommt an zwei Stellen in Karl Mays „''Orientzyklus''“ vor. Sowohl bei der historischen als auch der geografischen Einordnung stützt May sich dabei offensichtlich auf Layards Bericht bzw. Karte.&amp;lt;/ref&amp;gt; als ''Babban Horrinufd''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Claudius James Rich und Karl May ==&lt;br /&gt;
In [[Karl Mays Bibliothek]] befinden sich der vierte und der fünfte Band des „''Atlas zur Kunde fremder Welttheile''“, die beide Teile der deutschen Übersetzung von Richs „''Narrative of a Residence in Koordistan and on the Site of ancient Nineveh''“ enthalten; jeweils mit einer Karte des Reisewegs. Diese deutsche Ausgabe von Richs Reisetagebuch wurde als eine der wichtigen Quellen Mays für den in Mesopotamien und Kurdistan spielenden Teil des „''[[Orientzyklus]]''“ identifiziert, neben der Hauptquelle „''Niniveh und seine Ueberreste''“ von [[Austen Henry Layard]].&amp;lt;ref&amp;gt;Layard, Austen Henry: ''Niniveh und seine Ueberreste, Neue wohlfeile Ausgabe'' Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1854.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0689 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über weite Teile des „''Orientzyklus''“, vom Ende des ersten Bandes „''[[Durch die Wüste (GR1)|Durch die Wüste]]''“ über den gesamten zweiten Band „''[[Durchs wilde Kurdistan (GR2)|Durchs wilde Kurdistan]]''“ bis zu den ersten Seiten des dritten Bandes „''[[Von Bagdad nach Stambul (GR3)|Von Bagdad nach Stambul]]''“ übernimmt May die Reiseroute Layards und kann sich damit, was die Geografie angeht, auf diesen stützen. Nur am Anfang, auf dem Weg von den [[Stromschnellen von Chelab]] bis [[Baadri]], überschneiden sich Richs und Layards Wege, so dass May hier auch bei Rich fündig wurde. So stammt beispielsweise die Bezeichnung ''Stromschnellen von Chelab'' aus Layards Werk, dagegen die von May an anderer Stelle für denselben Ort verwendete Bezeichnung ''Wirbel Kelab'' von Rich. Zu Beginn des dritten Bandes wenden sich Mays Helden vom [[Großer Zab|Großen Zab]] nach Südosten und verlassen damit die von Layards Beschreibung und Karte abgedeckte Region. Von hier aus bis nach Bagdad ist dann Rich als Quelle vorherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten stammt von Rich eine Vielzahl  allgemeiner Informationen, zum Beispiel über die arabischen und kurdischen Stämme, ihre Beziehungen untereinander oder ihre Kleidung und Bewaffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Karl Mays Angaben über seine Figur des [[Mir Scheik Khan]], des geistlichen Oberhaupts der [[Jesiden|Dschesidi]], stimmen fast wörtlich mit den Angaben über Mir Scheik Khan, den „Pabst der Jeziden“ überein, die er im fünften Band des „''Atlas zur Kunde fremder Welttheile''“ fand. An dieser Stelle liegt jedoch einer der Mängel der deutschen Übersetzung vor. Im Original schreibt Rich, dass der von ihm so genannte Papst der Jesiden Saleh Bey hieß; Mir Sheikhkhan war sein Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Person von Claudius James Rich, dessen Biographie dem ersten Teil der deutschen Ausgabe vorangestellt ist, fand May einen Beleg dafür, dass es einem „Franken“ möglich war, innerhalb kürzester Zeit die türkische Sprache, mehrere arabische Dialekte, orientalische Gebräuche und den Gebrauch der entsprechenden Waffen so zu erlernen, dass er allein von Kairo über Damaskus, Mossul  und Bagdad nach Basra reisen konnte, ohne als Fremder aufzufallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Mays [[Marienkalendergeschichte]] „''[[Mater dolorosa]]''“ handelt von zwei miteinander verfeindeten Stämmen von Khosnaf-Kurden, den [[Mir Mahmalli]] und den [[Mir Yussufi]], deren Gebiete nur durch einen kleinen Fluss getrennt sind. Diese Situation entspricht genau der von Rich im Jahr 1820 geschilderten Realität.&amp;lt;ref&amp;gt;Rich, Claudius James: ''Reise nach Kurdistan und dem alten Ninive, nebst dem Bericht einer Reise den Tigris entlang nach Bagdad, und eines Besuchs von Schiras und Persepolis. In: Lewald, August (Hrg.): Atlas zur Kunde fremder Welttheile. Vierter Band.'' J. Scheible's Verlags-Expedition, Leipzig und Stuttgart&amp;amp;nbsp;1836, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0477 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist jedoch nicht sicher, ob Rich hier eine unmittelbare Quelle Mays war. Richs Angaben wurden von Moritz Wagner übernommen, dessen Werk „''Reise nach Persien und dem Lande der Kurden''“ sich ebenfalls in Mays Bibliothek befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wagner, Moritz: ''Reise nach Persien und dem Lande der Kurden. Zweiter Band.'' Arnoldische Buchhandlung, Leipzig&amp;amp;nbsp;1852, S.&amp;amp;nbsp;227.&amp;lt;br&amp;gt;Inventar-Nr. KM0550 in [[Karl Mays Bibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin hat May die betreffende Passage mit dem Wort „Sujet” markiert, und auch die Schreibweise der Namen deutet auf Wagner als unmittelbare Quelle hin.&amp;lt;ref&amp;gt;May hat aber jedenfalls auch Richs Schilderung gelesen; dessen ''Meer Mahmalli'' haben als ''Mer Mamalli'' einen kurzen Auftritt im „''Orientzyklus''“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Memorial from Mrs Rich'', British Library: India Office Records and Private Papers, IOR/F/4/747/20396, in der Qatar Digital Library&lt;br /&gt;
* ''The Bristol Memorialist'' William Tyson, Bristol&amp;amp;nbsp;1823&lt;br /&gt;
* Buckingham, John Silk: ''Travels in Mesopotamia. Vol. II.'' Henry Colburn, London&amp;amp;nbsp;1827&lt;br /&gt;
* Fraser, James Baillie: ''Reise nach und in Khorasan in den Jahren 1821 bis 1822, Erster Theil'' Gr. H. S. pr. Landes-Industrie-Comptoir, Weimar&amp;amp;nbsp;1828&lt;br /&gt;
* Arbuthnott, Hugh; Clark, Terence &amp;amp; Muir, Richard: ''British Missions around the Gulf, 1575-2005 - Iran, Iraq, Kuwait, Oman'' Global Oriental Ltd., Folkestone&amp;amp;nbsp;2008&lt;br /&gt;
* [[Franz Kandolf|Kandolf, Franz]]: ''Kara Ben Nemsi auf den Spuren Layards (Ein Blick in die Werkstätte eines Schriftstellers).'' In: Dieter Sudhoff/Hartmut Vollmer (Hsg.): ''Karl Mays Orientzyklus.'' Igel Verlag Wissenschaft, Paderborn [[1991]], ISBN 3-927104-19-1, S.&amp;amp;nbsp;195-201&lt;br /&gt;
* [[Christoph Blau|Blau, Christoph]]: ''Claudius James Richs „Reise nach Kurdistan“'', in: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft Nr. 169, Radebeul&amp;amp;nbsp;2011, S.&amp;amp;nbsp;17-30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_James_Rich Claudius James Rich in der Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen|Rich, Claudius James]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientzyklus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MartinZ</name></author>
		
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