Pandur: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Panduren spielen bei Karl May nur in ''Pandur und Grenadier'' eine Rolle, wo sie in ein Dorf einfallen wie eine besoffene Rotte Schwarzkittel in ein Maisfeld – und wie eine Naturkatastrophe werden sie auch von der Bevölkerung angesehen. May hält sich da weitgehend an das, was von dieser unmenschlich grausamen und raffgierigen recht- und gesetzlosen Horde überliefert ist, ohne dabei das zu (be)schreiben, was zu schreiben sich die Feder sträubt.
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Letztlich aber werden sie von der Liebe eines Paares und dem Witz des Alten Dessauers und seiner Soldaten überwunden: die rohe muß der überlegten Gewalt weichen, die Hinterlist wird mit List überwunden.
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Version vom 16. März 2013, 22:46 Uhr

Pandur (ung. pandúr) bezeichnete bewaffnete Leibwächter kroatischer Edelleute im 17. und 18. Jahrhundert in der kroatischen historischen Region Slawonien und eine österreichische Militäreinheit in den schlesischen Kriegen.

Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert wurden im Habsburgerreich Soldaten von der Militärgrenze gegen das Osmanische Reich, zumeist Kroaten, Rumänen, Ungarn und Serben, als Panduren bezeichnet.

Aus diesen wurde unter Franz Freiherr von der Trenck eine wegen ihrer Gräueltaten berüchtigte österreichische Freischar in den schlesischen Kriegen zusammengestellt. In Ungarn-Kroatien wurden sie auch als Polizeitruppen verwandt.

Franz Freiherr von der Trenck stellte seine Truppe vorwiegend aus Bewohnern der Ortschaften zusammen, in denen er seine Güter hatte (in den kroatischen Orten Pakrac, Nuštar, Brestovac und den Gebieten um Osijek). Da dieser Teil Kroatiens erst wenige Jahre zuvor in das Reich der Habsburger eingegliedert worden war und bis dahin über einen Zeitraum von 150 Jahren unter türkischer Herrschaft stand, war die lokale Bevölkerung der türkischen Militärkultur entsprechend gekleidet und ausgestattet.

Die Panduren trugen türkische Flinten, Säbel, verschiedene Arten von Pistolen und lange, "Jatagan" genannte, Messer. Baron von der Trenck sah in dieser ungewöhnliche Ausrüstung einen Vorteil, weil nach seiner Ansicht dieses fremdländische Aussehen eine entsprechende psychische Wirkung auf die Gegner hatte. Wegen ihrer roten Mäntel nannte man die Panduren auch gelegentlich „Rotmäntler“ oder „Rote Kapuziner".

Im Jahr 1756 ging diese militärische Einheit in ein Regiment der ungarischen Infanterie des stehenden Heeres über. In der darauf folgenden Zeit wurde das Erscheinungsbild und die Ausrüstung der Soldaten denen der österreichisch-ungarischen Streitkräfte angepasst. Unter der letzten Bezeichnung k.u.k. Infanterieregiment Nr. 53 (Dankl) bestand diese Einheit bis 1918 mit einer Garnison in Agram (heute Zagreb).

Panduren bei Karl May

Die Panduren spielen bei Karl May nur in Pandur und Grenadier eine Rolle, wo sie in ein Dorf einfallen wie eine besoffene Rotte Schwarzkittel in ein Maisfeld – und wie eine Naturkatastrophe werden sie auch von der Bevölkerung angesehen. May hält sich da weitgehend an das, was von dieser unmenschlich grausamen und raffgierigen recht- und gesetzlosen Horde überliefert ist, ohne dabei das zu (be)schreiben, was zu schreiben sich die Feder sträubt.

Letztlich aber werden sie von der Liebe eines Paares und dem Witz des Alten Dessauers und seiner Soldaten überwunden: die rohe muß der überlegten Gewalt weichen, die Hinterlist wird mit List überwunden.

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