Cäsar Krause: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Cäsar Krause''' (* [[1860]]; † ?) war zunächst Autor beim [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Verlag H. G. Münchmeyer]] und später (von [[Februar]] [[1908]] bis Ende [[1911]]) Redakteur des ''[[Radebeuler Tageblatt]]s''.
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'''Carl Isidor Edgard Adolar Cäsar Krause''' (* [[28. Mai]] [[1860]]; † [[28. Oktober]] [[1935]] in [[Dresden]]) war zunächst Autor beim [[Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer|Verlag H. G. Münchmeyer]] und später (von [[Februar]] [[1908]] bis Ende [[1911]]) Redakteur des ''[[Radebeuler Tageblatt]]s''. Er war mehrmals verheiratet.
  
 
== Cäsar Krause und Karl May ==
 
== Cäsar Krause und Karl May ==

Aktuelle Version vom 19. Januar 2019, 13:50 Uhr

Carl Isidor Edgard Adolar Cäsar Krause (* 28. Mai 1860; † 28. Oktober 1935 in Dresden) war zunächst Autor beim Verlag H. G. Münchmeyer und später (von Februar 1908 bis Ende 1911) Redakteur des Radebeuler Tageblatts. Er war mehrmals verheiratet.

Cäsar Krause und Karl May

Krause kannte Karl May vermutlich bereits in den 1880er Jahren, möglicherweise durch Heinrich Gotthold Münchmeyer. In einem Gespräch, das May und Krause um 1884 in einem Restaurant führten, ging es um allerlei Lebensprobleme sowie um die größere oder mindere Festigkeit des Lebenswillens, der [...] durch äußere Einwirkung geweckt bzw. gestärkt werden könne. Über dieser Gespräch äußerte sich Cäsar Krause in einem Brief an den Karl-May-Verleger Euchar Albrecht Schmid vom 30. Mai 1931:

Karl Mays erste Frau [Emma] hatte s[einer] Z[eit] todeskrank darnieder gelegen, glaubte mit voller Gewißlichkeit an ihr nahes Ende und hatte jede leise Hoffnung auf Genesung aufgegeben. Eines Tages hatte ihr Leiden wohl den Höhepunkt erreicht, die Kranke bereitete sich auf den nahen Tod innerlich vor. Da wurde Karl May von einer seltsamen Stimmung erfaßt, der er nachgeben mußte: Er fuhr [...] nach der Stadt, nachdem er sich von der Kranken in herzlicher Weise verabschiedet und ihr noch Mut zugesprochen hatte und kaufte Kleider und Mantel, wohl auch Hut. K[arl] M[ay] schleunigst nach Hause und seiner Gattin all die schönen modernen Sachen auf dem Bett ausgebreitet! Und die Folge? Frau M[ay] fand Gefallen an den Kleidungsstücken, [...] rankte sich gewissermaßen auf zu neuem Leben und – ward gesund.[1]

Am 3. August 1909 kündigte Cäsar Krause brieflich seinen Besuch bei Karl May bezüglich einer lediglich mich berührenden Angelegenheit.[2] Ob es zu dem Besuch kam, ist ungewiss.

In der Redakteurszeit Krauses beim Radebeuler Tageblatt erschienen in dieser Zeitung nur sehr wenige Artikel über May, der zu den stillen Teilhabern des Blattes gehörte.[3] Krauses Nachfolger beim Tageblatt wurde 1912 Alfred Hans Deininger.[4]

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 307.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 550.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 550.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 605.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.