Zulp

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Zulp (Wilhelm Busch)

Der Zulp (Lutschbeutel) ist schlicht der Vorläufer des modernen Schnullers. Ein wenig Watte wird in ein Leinenläppchen gebunden und in Zuckerwasser oder Bier getaucht. In hartnäckigen Fällen konnten es auch Mohnkörner sein, die man drunter mischte.

Über Pro und Contra dieser Beruhigungsmaßnahme herrschte bereits damals Uneinigkeit, wie nachfolgender Dialog zwischen Schneffke und Marie Melac aus Die Liebe des Ulanen zeigt:

"An der Staffelei. Ich malte."
"Was denn?"
"Hm! So einen allerliebsten, quatschigen, kleinen Buben, der in der Wiege lag."
"Mit dem Zulp im Munde?" fragte sie lachend.
"Nein," antwortete er. "Einen Zulp würde ich als Vater niemals erlauben."[1]

Der Zulp wird bei Karl May einige Male erwähnt:

Anmerkungen

  1. Karl May: Die Liebe des Ulanen. In: Karl Mays Werke, S. 18228 (vgl. KMW-II.12, S. 1793).

Weblinks