Winold Reiss

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Fritz Winold Reiss (* 16. September 1886 in Karlsruhe; † 29. August 1953 in New York) war ein deutsch-amerikanischer Porträtmaler, Illustrator und Designer, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA wirkte.

Von ihm stammen mehrere hundert Indianerporträts, die schon 1927/28 in einer Wanderausstellung durch die USA gezeigt wurden. Unterstützt wurden seine Reisen zu den Schwarzfuß ab 1927 von der Great Northern Railway Co., die verkleinerte Reproduktionen seiner Gemälde (Format 28x20 cm) in Eisenbahnabteilen und Hotels aufhängte.

Nach seinem Tod wurde seine Asche von den Stammesältesten der Schwarzfuß in einer feierlichen Zeremonie verstreut.

Einige der Reproduktionen wurden vermutlich 1930 von Klara May auf ihrer Amerikareise gekauft und gehören heute zum Bestand des Karl-May-Museums in Radebeul.

Patty Frank bat Winold Reiss schriftlich um ein Original für das Museum. Reiss antwortete am 12. Januar 1934, dass er beim nächsten Besuch im Westen versuchen [wolle], einen Typus zu finden, der Winnetou charakterisiert. Leider gelang das offenbar nicht.

Bücher mit Reiss' Illustrationen

  • Das Indianer-Buch: Die roten Männer, wer sie sind, woher sie kamen, wie sie lebten, erzählt und gezeichnet von Holling C. Holling, 4 Farbtafeln nach Gemälden von W. Reiss, 1953.
  • Richard L. Neuberger: Quer durch Nordamerika: Die Expedition von Lewis und Clark, 1953.

Literatur

  • Wolfgang Seifert: Patty Frank – der Zirkus, die Indianer, das Karl-May-Museum, Karl-May-Verlag 1998.

Weblinks