Wilhelm Hané

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Wilhelm Hané, auch Wilhelm Hanné, Pseudonym Hans Guckdichum (* 28. Juli 1880 in Ludwigshafen; † 6. September 1950),[1] war ein Redakteur und Schriftsteller in Ludwigshafen.

Wilhelm Hané war mit Helena oder Helene geb. Deigentasch (* 1883; † ?) verheiratet, mit der er einen Sohn namens Karl Theodor (* 8. Juni 1908; † ?) hatte.

Wilhelm Hané, Karl und Klara May

Am 19. April 1902 erschien in der Speyerer Pfälzer Zeitung Josef Dengels Artikel Zur Ehrenrettung von Karl May. Wilhelm Hané sandte diesen Artikel in einem Brief an Karl May. Angeblich dankte May dem Leser mit einen Brief aus Hamburg, wo er sich allerdings erst im August 1902 aufhielt.[2]

Vermutlich im Advent 1907 hatte das Ehepaar Hané an Karl May – eventuell einen Weihnachtsgruß – geschrieben, worauf Mays Frau Klara am 22. Dezember antwortete:

Im Namen meines guten Mannes – der jetzt arg in der Arbeit steckt – danke ich Ihnen und Ihrem lieben Frauchen innig.[3]

Zum Nachwuchs gratulierten die Mays den Hanés am 14. Juni 1908. Klara May schrieb:

Dem lieben Elternpaare herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres Söhnchens. Jeden Tag habe ich Ihrer gedacht. [Zusatz Karl Mays:] Herzlichen Glückwunsch![4]

Am 12. August veröffentlichte Wilhelm Hané im Neuen Mannheimer Volksblatt unter dem Titel Im Kampfe gegen die Schundliteratur eine Rezension zu Franz Weigls Broschüre Karl Mays pädagogische Bedeutung. Diesen Artikel sandte er auch an Karl May.[5] Klara May antwortete am 21. August im Berliner Elite-Hotel darauf:

Die Gabe freut uns sehr! Von unserer großen Reise hoffe ich Ihnen öfter einige Grüße zu senden.[6]

Aus London schrieb Karl May jedenfalls am 1. Dezember eine Postkarte an Wilhelm Hané, ob es noch weitere Grüße gab, ist ungewiss.[7]

Eine von Klara geschriebene und von Karl May unterzeichnete Postkarte ging am 12. April 1909 an Wilhelm Hané:

Spät, aber nicht minder herzlich danken wir Ihnen für Ihre lieben Wünsche zum 25. Februar.[8] Um uns stürmt es noch immer. Wie geht es bei Ihnen? Was macht Ihr liebes Frauchen und das Kleinchen?[9]

Von Düsseldorf aus schrieb Klara May am 26. April 1910 an Wilhelm Hané, Bezug nehmend auf die Zeugenvernehmungen, denen sie und ihr Mann dort beiwohnten:

Die Gemeinheiten sind so groß, daß einem die Sprache mangelt.[10]

Am 26. Juli 1911 schrieb Klara May aus Lindau, das Mays auf einer Kurreise besuchten, eine Ansichtskarte an den Redakteur Hané:

Auf der Heimreise hier. Leider geht es nicht gut.[11]

Das letzte bekannte Schreiben zwischen Mays und Hanés ist eine Postkarte Klara Mays vom 15. September aus Ueberlingen. Darin heißt es:

Wir sind hier in Überlingen zur Zeugenvernehmung und gedenken Ihrer, da Sie sich so ganz in der Nähe [nämlich in Ludwigshafen] befinden.[12]

Anmerkungen

  1. Lebensdaten nach Volker Griese: Personen in seinem Leben. In der Karl-May-Chronik III, S. 49, ist 1880–1949 zu lesen.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 48 f.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 335.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 398.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 419.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 421.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 456.
  8. An diesem Tag feierte Karl May seinen 67. Geburtstag.
  9. Serden: Grußkarten, S. 22.
  10. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 112.
  11. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 480.
  12. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 490.

Werke

  • De Altpörtelgucker. Pfälzer Humor in Poesie und Prosa. 1929.
  • Pälzer Brevier: Gereimter Ernscht unn Scherz for`s Pälzer Herz. 1947.

Veröffentlichungen zu Karl May

  • Im Kampfe gegen die Schundliteratur. In: Neues Mannheimer Volksblatt. 12. August 1908.
  • Franz Ernst/Wilhelm Hané/Lisbeth Barchewitz: Karl Mays Einfluß auf unser Leben. Drei Skizzen. In: Karl-May-Jahrbuch (KMJb) 1920, S. 297–317.
  • Am heimischen Herd. Gedicht. In: KMJb 1925, S. 187.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.