Wilhelm Gleißner

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Friedrich Wilhelm Gleißner (* 13. Juli 1827 in Mühlau bei Chemnitz; † 19. Dezember 1891 in Dresden) war ein Drucker im Verlag H. G. Münchmeyer.

Ursprünglich war er ab 1863 selbstständiger Drucker in Plauen. 1870 zog er nach Dresden und stellte seine Druckerei in den Dienst des Münchmeyer-Verlags. Nach Angaben der "Oesterreichischen Buchdrucker-Zeitung" war er stiller Teilhaber Münchmeyers.[1] Im "Verlag von F. W. Gleissner" erschien 1876 "Der Familienarzt. Beschreibung aller Krankheiten des menschlichen Körpers und seiner Organe".[2]

Spätestens 1878 wurde er - nach Plaul - (wieder) selbstständig.[3] Joachim Biermann setzt die Trennung dagegen für das Jahr 1877 an.[4] Gleißner arbeitete spätestens nach der Trennung von Münchmeyer auch für dessen Konkurrenten Otto Freitag.

Er hinterließ bei seinem Tod eine Frau und sechs Kinder. Seine Tochter "Em. M. Gleißner" wurde als Schriftsetzerin ab 1879 unter der Adresse ihres Vaters gemeldet.[5]

Wilhelm Gleißner und Karl May

Er war laut Karl May die Seele des Geschäfts [und] die eigentliche treibende Kraft des Verlegers.[6]
Mit Gleißner konnte May gut zusammenarbeiten.

In der Rubrik Allerlei in Nummer 29 der von Karl May bei Münchmeyer redaktionell betreuten Zeitschrift Schacht und Hütte wurde ein Wilhelm Gleißner als Einsender einer richtigen Lösung genannt.

Anmerkungen

  1. Biermann: Ein Blick in die Dresdner Druckerei-Szene, S. 5
  2. Andreas Graf: Lektüre und Onanie. Das Beispiel des jungen Karl May, sein Aufenthalt auf dem Seminar in Plauen (1860/61) - und die Früchte der Phantasie. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1998, S. 139. (Onlinefassung)
  3. Plaul: Redakteur auf Zeit, S. 312, Anm. 216
  4. Biermann: Ein Blick in die Dresdner Druckerei-Szene, S. 5
  5. Biermann: Nachtrag, S. 5
  6. Karl May: Ein Schundverlag. Ein Schundverlag und seine Helfershelfer. Prozeßschriften Bd. 2. Hrsg. von Roland Schmid. Bamberg 1982, S. 285 f.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.