Wette

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wetten spielen in Karl Mays Werk immer wieder eine Rolle. Sie sind oft dargestellt als eine als vordergründig liebenswerte Marotte der reichen englischen Lords, mit denen seine Protagonisten befreundet sind. So ist z.B. Sir David Lindsay nachgerade versessen aufs Wetten. Diese Engländer bieten in allen möglichen und unmöglichen Situationen Geldwetten an. In diesen Fällen dient das zur Auflockerung des Geschehens.

Old Shatterhand, Charley und Kara Ben Nemsi wetten selten oder nie.

Als handlungsbestimmendes und -vorantreibendes Motiv wird die Wette von May ebenfalls eingesetzt. In diesem Fall wird sie gern einem Yankee und / oder einem Bösewicht zugeschrieben. Sie kann für Beteiligte oder Außenstehende als Konsequenz zu Beleidigungen führen oder zur Gefahr für Leib und Leben.

Ein gewichtiges Handlungsmoment ist die Wette im Roman Und Friede auf Erden! Die beiden wettsüchtigen Engländer Sir John Raffley und sein Onkel, der Governor, haben eine Wette abgeschlossen, in der es um die Zukunft von Sir John und seiner Gattin Yin geht. Der Ich-Erzähler Karl May zwingt die beiden durch eine einzige von ihm angenommene Wette, auf die Leidenschaft des Wettens für immer zu verzichten. Und auch die Hauptwette wird dadurch illusorisch, dass sich der Onkel bei der Begegnung mit Yin freiwillig geschlagen gibt.