Wachau

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Aus Wachau schickte Karl May am 25. Oktober 1897 eine Ansichtskarte an die Familie Seyler.

Lokalisierungsversuch

Die Karte wird erstmals in dem Beitrag "Das zweite Ave Maria - Nachtrag zur Spätlese in Deidesheim" von Amand von Ozoroczy so beschrieben: "Ansichtskarte aus Wachau in Österreich (Bild: Burgruine Dürnstein und Aggstein)". Die Originalkarte, die mit "30 Verszeilen bepflastert"[1] ist, ist bisher unveröffentlicht.

Da Karl May nachweislich am 22. Oktober noch in Radebeul und am 26. Oktober schon in Birnai ist, wäre ein Aufenthalt in der österreichischen Wachau ein kaum erklärbarer Umweg. Außerdem müsste es dann eigentlich korrekt "...aus der Wachau..." heißen, da es sich um eine Donaulandschaft und nicht um einen Ort handelt. Joachim Biermann stellt zudem fest, dass Karl May noch am 25. Oktober auch Karten von Radebeul aus verschickt hat.

René Grießbach gibt dagegen zu bedenken, dass es auch in der Nähe von Dresden, bei Radeberg, einen Ort namens "Wachau" gibt. Das in Wachau bei Dresden befindliche populäre Kurbad, das dem Leipziger Apotheker Willmar Schwabe gehörte, wäre ein mögliches Ziel für einen Wochenendausflug gewesen. Ein zweiter sächsischer Ort dieses Namens liegt bei Markkleeberg, südlich von Leipzig.

Ob Karl May diese Karte aus der Donaulandschaft Wachau in Österreich oder aus einem der beiden Orte Wachau in Sachsen verschickt hat, ließe sich nur am Poststempel feststellen. Allerdings gilt die Karte als verschollen. Der Hinweis bei Ozoroczy auf die beiden Burgruinen, so dies stimmt, weist allerdings tatsächlich auf das österreichische Donautal hin.

Ein weiterer Ort mit dem Namen Wachau, dem späteren Salem in der Nähe des Canobie Lake in den USA, kommt dafür sicherlich nicht in Frage, da May diesen See erst 1908 auf seiner Amerikareise besuchte.

Anmerkungen

  1. Wobei nicht klar wird, ob die 30 Zeilen nicht über mehrere Karten verteilt sind...

Weblinks

Literatur