Vorwärts

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Disambig-dark.png Begriffsklärung: Diese Seite behandelt die Zeitung, das Gedicht von Karl May wird auf der Seite Vorwärts! (Gedicht) beschrieben.

Der Vorwärts ist eine 1876 als Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie gegründete Zeitung.

Geschichte

Die erste Ausgabe der in Leipzig als Zentralorgan der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands gegründeten Zeitung Vorwärts (Untertitel: Central-Organ der Sozialdemokratie Deutschlands) erschien ab dem 1. Oktober 1876 zunächst dreimal in der Woche. 1878 musste das Erscheinen vorläufig eingestellt werden.

Am 1. Januar 1891, im Jahr nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes, wurde die Zeitung in Berlin erneut gegründet und diente jetzt als Zentralorgan der SPD, in die die Sozialistische Arbeiterpartei 1890 umbenannt worden war. Der Vorwärts erschien nun als Tageszeitung.

Der Vorwärts und Karl May

Rudolf Lebius war seinerzeit Sozialdemokrat und von Dresden aus Mitarbeiter (= Korrespondent) des Vorwärts. Später wandte sich der Journalist von der SPD ab und den Gelben Gewerkschaften, einer Streikbrecherorganisation, zu.

Als der Vorwärts in seiner Ausgabe vom 26. Juli 1907 erklärte, Rudolf Lebius hätte sich in einem seiner Artikel nicht als Ehrenmann gezeigt, wurde Carl Wermuth als zuständiger Redakteur von Lebius verklagt.

Wermuth versuchte daraufhin, Beweismaterial für Lebius' "Unehrenhaftigkeit" zu sammeln und wandte sich dazu auch an Karl May. Obwohl May Wermuth nicht unterstützte, wurde er von dem Redakteur als Zeuge angegeben.

In erster Instanz wurde der Vorwärts zu einer Geldstrafe von 100 Mark verurteilt, ging jedoch in Berufung und nannte erneut May als Zeugen. Daraufhin verfasste May – dem Drängen Wermuths nachgebend – den Text Lebius, der "Ehrenmann", woraufhin Lebius begann, Mays Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Wilhelm Fronemann fasste später zusammen:

Dieser Karl May war doch Marxist und Mitarbeiter des "Vorwärts", Pazifist und begeisterter Anhänger der Bertha von Suttner, er befürwortete jede Rassenmischung [...][1]

Anmerkungen

  1. Schreiben vom 16. November 1933 an die Jugendschriftenstelle des Nationalsozialistischen Lehrerbundes; zitiert nach Erich Heinemann: "Karl May paßt zum Nationalsozialismus wie die Faust aufs Auge." In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1982, S. 237. (Onlinefassung)

Literatur

Weblinks