Torero

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Torero ist die Bezeichnung für alle am Stierkampf, der Corrida, in der Arena kämpfenden Personen, also für die Matadores, Banderillero und Picadores.

Der Banderillero eröffnet meist den Kampf, indem er dem Stier die banderillas (geschmückte kleines Spieße mit einer Widerhaken-Spitze) in den Nacken stößt und ihn so reizt, aber gleichzeitig durch den Blutverlust auch schwächt.

Der Picador (Lanzenreiter) sticht den Stier mit seiner pica (Reiterlanze) ebenfalls in den Nacken, auch hier ist der Blutverlust das Ziel, andrerseits senkt der verwundete Stier wegen der Muskelverletzungen den Kopf und bietet damit dem Matador die für diesen günstigste Position zum Todesstoß.

Der Matador (lateinisch: mactator ‚Mörder, Schlächter‘[1] ist der Hauptkämpfer in jeder Corrida, er ist es, der mit der muleta den Stier (dem roten Tuch) zuerst reizt und ihm dann mit der espada (dem Degen) den Todesstoß versetzt. Erfolgreiche Matadore sind bzw. waren oft so beliebt wie Rockstars und gelten als Inbegriff der "Männlichkeit".

Torero
im Werk Karl Mays
KM 19060520 klein.jpg

Das Vermächtnis des Inka


wichtige Mitglieder

Antonio Perillo
Crusada

bei Karl May

Am Beginn des Jugendromanes Das Vermächtnis des Inka von Karl May findet in der Stierkampfarena von Buenos Aires eine Corrida statt:

Toreadores oder Toreros werden die Stierfechter im allgemeinen genannt. Das Wort kommt von toro, der Stier, her. Sie gliedern sich in mehrere besondere Abteilungen, von denen jede ihre eigene, bestimmte Aufgabe zu lösen hat. Da sind zunächst die Picadores, welche, auf Pferden sitzend, den Stier mit ihren Lanzen zu reizen haben. Sodann die Chulos oder Banderilleros, denen es obliegt, falls ein Picador in Gefahr kommen sollte, die Aufmerksamkeit des Stieres durch bunte Schärpen von demselben ab- und auf sich zu lenken und ihm dünne, mit Widerhaken versehene Stäbe in den Nacken zu stecken. Endlich die Espadas, die eigentlichen Kämpfer, welche den Stier mit dem Degen zu erlegen haben. Sie haben ihren Namen von dem Worte espada, Degen, erhalten. Zu erwähnen sind noch die Matadores, nach dem Worte matar, schlachten, so genannt. Diese Schlächter gehören nicht zu den eigentlichen Stierkämpfern; sie sind Zirkusknechte und haben dem Stier, falls derselbe von dem Espada nicht tödlich getroffen wird, aber doch niederstürzt, den Gnadenstoß zu geben. (Karl May: Das Vermächtnis des Inka)[2]

Die Aufgabe des Matador wird von Karl May hier unrichtig beschrieben.

Anmerkungen

  1. Duden Herkunftswörterbuch, 3. Aufl. (2001), S. 513.
  2. Karl May: Das Vermächtnis des Inka. In: Karl Mays Werke, S. 38996 f. (vgl. KMW-III.5, S. 11).

Weblinks