Thomas Schüler

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Thomas Schüler (* 1948; † 2015) war ein Schauspieler, der von 1976 bis 1980 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg mitwirkte.

Rollen

Er verkörperte in den Spielzeiten 1976 ("Winnetou I" und "Winnetou II", mit Raimund Harmstorf als Santer), 1977 ("Der schwarze Mustang", mit Charles Elkins als Old Shatterhand), 1979 ("Old Firehand", mit Raimund Harmstorf in der Titelrolle) und 1980 ("Im Tal des Todes", mit Claus Wilcke und Chris Howland) den Winnetou. 1978, beim letzten Segeberger Orient-Stück "Durchs wilde Kurdistan", spielte er den Kiamil.

Schülers Markenzeichen war, zuweilen mit freiem Oberkörper zu spielen. Wie sein Vorgänger und Nachfolger Klaus-Hagen Latwesen legte er die Rolle zudem sehr sportlich an und zeigte Action, insbesondere bei Ritten und Zweikämpfen mit dem Schauspielerkollegen Manfred Reddemann, der in den Stücken von Harry Walther meist den kriegerischen Gegenpart zu Winnetou gab.

Mitte/Ende der 1990er Jahre äußerte Thomas Schüler das Interesse, in Bad Segeberg die Intendanz zu übernehmen oder die Regie zu führen. Doch daraus wurde nichts. "Durch meine Offenheit habe ich mir hier auch sehr viele Feinde gemacht – ich bin eben kein Diplomat. Das muss man hier anscheinend sein", äußerte er sich 1998 in einem Interview für das Buch "Karl May am Kalkberg".

Schüler erhielt nach eigenen Angaben Mitte der 1990er Jahre ein Angebot der Landesbühnen Sachsen, auf der Felsenbühne Rathen in einer Karl-May-Inszenierung einen Bösewicht zu spielen. Er gehörte 2002 als Schurke Matto-Sih zu der Synchronsprecher-Riege der TV-Serie "WinneToons".

2010 hatte er schließlich ein Karl-May-Bühnencomeback als heimlicher Hauptbösewicht Dr. Jonathan Hartley in "Der Schatz im Silbersee" auf der Freilichtbühne Gföhl. Das Stück selbst wurde allerdings weitgehend verrissen.

Zitate

  • "Ich möchte mich als Schauspieler und als Regisseur nicht bedenkenlos verkaufen. Ich möchte hinter dem stehen, was ich mache." (aus: "Karl May am Kalkberg", S. 200)
  • "Wir haben Ende der 70er Jahre noch Phantasien bedient. Wir hatten wunderbare Szenen. [...] Wir hatten damals keinen drehbaren Saloon, keinen Bären, keinen Adler – wir haben den Adler gesehen. Wir haben gespielt, daß wir ihn sehen. [...] Man muß auf seine Phantasie vertrauen!" (s.o., S. 201)
  • "Die Kinder sind vom Winnetou begeistert, und denen ist es völlig wurscht, wer den spielt." (s.o., S. 197)

Literatur

Weblinks