The wind (Schiff)

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Stehendes Gut (Rigg) einer Bark[1]

The wind ist bei Karl May der Name eines oder eventuell verschiedener Schiffe, die alle von Kapitän Frick Turnerstick kommandiert werden.

Rechts von uns lag eine Reihe von Seeschiffen, welche durch die breitere Einfahrt Zugang gefunden hatten. Der Bau des einen kam mir bekannt vor, obgleich der Rumpf allein zu sehen und alles Segelwerk beschlagen war. Droben in den Wanten hing ein Mann, der diesen hohen Punkt gewählt zu haben schien, um besser nach der Stadt lugen zu können. Er trug einen mexikanischen Sombrero auf dem Kopfe, und dieser Rohrfaserhut hatte eine breite Krempe von so außerordentlicher Breite, als ob eine ganze Familie wimmelnder Peccaris darunter Schutz zu suchen hätte. Eine so ungeheuere Krempe wurde sicherlich nur auf besondere Bestellung hergestellt, und zu einer solchen Bestellung war nur ein einziger fähig, nämlich der sehr wackere und ehrenwerte Master Frick Turnerstick, mit dessen Barke ich vor etwelcher Zeit von Galvestone nach Buenos-Ayres gefahren war.[2]
  • In der zeitlich direkt anschließenden Erzählung "Der Kiang-lu" gerät die Bark auf der Reise nach China vor den Bonin-Inseln in einen Taifun, den sie nur mit Mühe abwettern kann.
"Halte aus, mein guter >Wind<, halte aus!" waren meine Gedanken, und das brave Schiff gehorchte augenblicklich diesem Wunsche. Er erhob den vorn tief niedergestoßenen Bug und stieg aus der schwarzen, brüllenden Tiefe empor. Aber dieser eine Moment hatte der See ein vollständig verändertes Aussehen gegeben. Die Wogen wälzten sich scheinbar bergeshoch und von allen Seiten auf uns ein und schlugen haushoch über das Deck; noch rollte der Schwanz der einen über mich hinweg, so hatte mich bereits der Rachen der andern erreicht, und kaum blieb mir Zeit, den nötigen Atem zu erlangen.[3]
"Grad so, wie mein "The wind" in das Loch gekommen ist, was sie da unten in Buenos Ayres einen Hafen nennen - ohne meine eigene Absicht. War nach Bahia in Ballast gekommen und erhielt Ladung nach Buenos Ayres - schlechter Hafen, dieser Froschteich! Wollte neue Ladung nehmen, wußte aber nicht, was. Hörte da von den Produkten von Rio Grande do Sul, welche auf dem Uruguay verschifft werden, [...]"[4]

Anmerkungen

  1. Eintrag Takelage einer Bark in der Wikipedia.
  2. Karl May: Der Ehri. Ein Abenteuer auf den Gesellschaftsinseln von Karl May. In: Deutscher Hausschatz. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1879/80, S. 38 f.
  3. Karl May: Der Kiang-lu. Ein Abenteuer in China von Karl May. Deutscher Hausschatz, S. 82.
  4. Karl May: El Sendador. Deutscher Hausschatz, S. 116.