Schwarzenberg

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Schwarzenberg ist heute eine Große Kreisstadt im sächsischen Erzgebirgskreis.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert als Befestigungsanlage zum Schutz eines Handelsweges angelegt, entwickelte sich die kleine Bergstadt zum Zentrum der gleichnamigen Herrschaft und des späteren Amtes Schwarzenberg.

Bei einem Stadtbrand 1824 wurde ein Großteil der zumeist in Fachwerkbauweise gebauten Häuser zerstört. Die Stadt wurde in ihrer heutigen Gestalt, zumeist mit dem Granit des Rockelmann-Steinbruchs wiederaufgebaut. Im ganzen Königreich Sachsen wurde zur Unterstützung der "abgebrannten" Schwarzenberger gesammelt.

Die Zeit nach dem Stadtbrand war geprägt von der Modernisierung und Erweiterung der städtischen Wirtschaft und Infrastruktur. 1825 legte man einen neuen Friedhof außerhalb der alten Stadtmauern an, 1834 wurde eine Likörfabrik, 1836 ein Zainhammerwerk und 1839 eine Glasfabrik gegründet. 1849 wurde eine Selektenschule am unteren Markt als Vorgänger des heutigen Gymnasiums eingeweiht. 1858 wurde die Eisenbahnstrecke Zwickau–Schwarzenberg eröffnet. Im Jahr darauf wurde auf dem Bahnhofsgelände eine Postexpedition mit 16 Postillionen und fünf bis sechs Postschaffnern und -zugbegleitern eingerichtet. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden ein Turnverein, eine Freiwillige Feuerwehr und weitere Fabriken, u. a. die Schwarzenberger Hütte, gegründet. 1875 entstand das Königlich Sächsische Amtsgericht zu Schwarzenberg. Für die 1883 eingeweihte Eisenbahnstrecke nach Johanngeorgenstadt wurde ein Tunnel durch den Schlossfelsen getrieben. 1889 wurde die Eisenbahnlinie nach Annaberg fertiggestellt. Zur Steigerung der Effizienz des Klöppelwesens errichtete man in der Stadt und den umliegenden Dörfern Klöppelschulen. In der 1884 gegründeten Obererzgebirgischen Frauen- und Haushaltungsschule Schwarzenberg wurden Mädchen zu Hausfrauen erzogen.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Stadt zu einem Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum für die nähere Umgebung entwickelt. Schwarzenberg war Sitz von Amtshauptmannschaft, Amtsgericht und verschiedener Ämter und Inspektionen. 1898 waren 16 Vereine in der Stadt aktiv, drei Schulen sorgten für die Bildung der Schüler, vier Ärzte und eine Apotheke standen für die medizinische Versorgung zur Verfügung. Eine große Zahl Handwerker, Dienstleister, Händler und Fabriken bildeten das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt.

Karl May und Schwarzenberg

In Schwarzenberg war Auguste Gräßler als Dienstmädchen angestellt. Karl May besuchte diese seine Freundin mehrfach, letztmalig am 16. und 17. Mai 1869. Bei ihr findet er in seiner zweiten Vagantenzeit Unterschlupf, während die Polizei ihn steckbrieflich sucht. Nachdem er anderweitig festgenommen wurde, erlebt Auguste am 10. Juli 1869 eine Haussuchung und ein Verhör wegen ihrer Bekanntschaft mit May.

In Schwarzenberg begegnet Karl May nach seinen Angaben auch den Amerikanern Burton, die er in ihre Heimat begleiten will.

Literatur

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.