Schreiberhau

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Wappen von Szklarska Poręba

Schreiberhau (poln. Szklarska Poręba) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien (poln. województwo dolnośląskie) und ein Touristenzentrum im Riesengebirge.

Allgemeines

Schreiberhau liegt zwischen dem Nordhang des Riesengebirges und den östlichen Ausläufern des Isergebirges. Einen Kilometer südlich befindet sich der Grenzübergang zwischen Polen und Tschechien. Die früher als Zackenbahn bezeichnete Bahnlinie, die von Jelenia Góra (dt. Hirschberg im Riesengebirge) kommt, hat einen Halt in Szklarska Poręba.

Schreiberhau wurde schon 1366 als Schribirshau erwähnt und 1372 als Schreibershow bezeichnet. Es gelangte 1368 an die Krone Böhmen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kamen zahlreiche Einwanderer aus Böhmen, wo sie wegen ihres evangelischen Glaubens verfolgt wurden. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Schreiberhau 1742 zusammen mit Schlesien an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem beliebten Erholungs- und Wintersportort. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Schreiberhau 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Szklarska Poręba umbenannt.

bei Karl May

Josephinenhütte bei Schreiberhau um 1900

Auf der Kurreise 1907 besuchten Karl und Klara May einige Orte in Schlesien und im Riesengebirge. Am 6. Juli kamen sie von Hohenelbe über Rochlitz und Josephinenhütte nach Schreiberhau, wo sie im "Hotel zum Reifträger" logierten. Sie machten Ausflüge von Schreiberhau zum Zackenfall, Agnetendorf (laut Klaras Tagebuch: [Gerhart] Hauptmanns Villa angesehen, ihn selber vermutlich nicht getroffen), Hermsdorf, Kynast, Warmbrunn und Hirschberg. Am 8. Juli erfolgte die Rückreise von Schreiberhau nach Radebeul.

Weblinks