Saint Louis

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Saint Louis
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Winnetou I
Der Scout/Winnetou II
Old Surehand II
"Weihnacht!"
nur erwähnt in:
Die Gum
Waldröschen
Deutsche Herzen - Deutsche Helden
Der verlorne Sohn
Der Sohn des Bärenjägers
Im "wilden Westen" Nordamerika's/Winnetou III
Satan und Ischariot III

Saint Louis ist eine Stadt im US-Bundesstaat Missouri am westlichen Ufer des Mississippi mit 320.000 Einwohnern (2010).

Geschichte

Der französische Händler Pierre Laclède Liguest und sein aus New Orleans stammender Stiefsohn Auguste Chouteau gründeten Saint Louis 1763 als einen Handelsposten. Die eigentliche Stadtgründung fand am 15. Februar 1764 statt. Nach dem French and Indian War (1754–63) war St. Louis unter spanischer Kontrolle, wurde jedoch – zusammen mit dem Rest von Louisiana – im napoleonischen Krieg an Frankreich zurückgegeben.

Die Vereinigten Staaten erwarben die Stadt im Jahre 1803 unter Präsident Thomas Jefferson im Rahmen des Louisiana Purchase. Später wurde Saint Louis der Ausgangspunkt vieler Expeditionen in den Westen, z. B. für die Entdecker Lewis and Clark oder für Felljäger. Auch viele Siedler starteten von St. Louis gen Westen.

Bau der Eads Bridge über den Mississippi vor 1874

Im 19. Jahrhundert war die Stadt ein Schwerpunkt für deutsche Migration. Der deutsche Anteil an der Bevölkerung von St. Louis betrug 1860 ca. 60.000 von etwa 170.000 Einwohnern.

1904 war Saint Louis sowohl Gastgeber der Olympischen Spiele als auch der internationalen Weltausstellung.

Der Fortzug der Menschen aus der Altstadt in das Umland macht sich besonders in dem Gebiet um St. Louis Place Park und um die ehemals mondäne St. Louis Avenue, auf der 1875 schon Pferdebahnen liefen, bemerkbar. Vollständige historische Häuserblocks wurden dort seit den 1950er Jahren abgebrochen oder zeugen, größtenteils als verwahrloste Ruinen, von der einstigen schmucken Pracht dieses seit den 1880er Jahren aufstrebenden Viertels, das besonders bei den deutschen Zuwanderern beliebt war, gab es doch nicht nur deutsche Gemeinden aller Konfessionen, sondern auch Schulen, in denen auf Deutsch unterrichtet wurde. Den St. Louis Place Park schmückt als letzter Bote dieser Zeit bis heute eine Schiller-Statue des 19. Jahrhunderts.

Saint Louis bei Karl May

Saint Louis (Karl May schreibt "St. Louis") ist Ausgangspunkt bei Winnetou I, als das junge Greenhorn Charley aus seiner Hauslehrerstelle verabschiedet wird und als Surveyor gen Westen zieht, nachdem es über das Vermessungsbüro der Atlantic and Pacific Company auf Betreiben von Mr. Henry bei dieser Eisenbahngesellschaft angestellt wurde. St. Louis ist auch Ausgangspunkt der von der Gesellschaft geplanten Bahn zur Pacific-Küste.

Mr. Henry, der Büchsenmacher, lebt und arbeitet in der Stadt und wird auch später noch von Old Shatterhand und Winnetou besucht. Von Jim Korner, einem ansässigen Pferdehändler, erhält Charley einen Rotschimmel.

Hier hat das "Privat-Detektive-Korps von Dr. Sumter" seinen Sitz, in dessen Auftrag Fred Walker unterwegs ist.

Trapper Geierschnabel stammt auch aus St. Louis.

In der Erzählung Die Gum wird ein "Bärentödter"; gekauft in Front-Sreet, St. Louis[1] erwähnt. Auch in anderen Erzählungen Mays gilt die Front-Street als erste Adresse für gute Handfeuerwaffen.

Anmerkungen

  1. Abbildung einer Lithographie von 1840, welche die Straßenszene als Fresco darstellt.

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.