Rudolfo Alsina

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Rudolfo Alsina
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Am Rio de la Plata
In den Cordilleren

Rudolfo Alsina ist in Karl Mays Doppelroman El Sendador ein argentinischer Oberst und berühmt als Indianerbezwinger. Als er auf gefährlicher Mission in der im Aufruhr befindlichen Provinz Entre Rios unterwegs ist, lernt ihn der Ich-Erzähler an Bord eines Flussdampfers kennen.

Er saß auf dem Hinterdecke in der Nähe des Steuermannes und hatte seinen Platz so gewählt, daß er das ganze Deck überblicken konnte, ohne selbst viel bemerkt oder gar belästigt zu werden. Es war, als ob er sich Mühe gebe, so wenig wie möglich Aufmerksamkeit zu erregen. Gekleidet war er sehr fein und nach französischem Schnitte. Den Bart trug er nach der hiesigen Mode. Seine Züge, sein dunkles, scharf blickendes Auge ließen auf ungewöhnliche Intelligenz und Willenskraft schließen. Die sonnverbrannte Farbe seines Gesichtes gab nicht zu, ihn für einen Salonhelden zu halten. Seine sitzende, zusammengebeugte Haltung erlaubte nicht, seine Gestalt zu beurteilen, doch war es mir, als ob ich in ihm einen Militär, einen Offizier, und zwar nicht einen subalternen erkennen müsse[1]

Gemeinsam gelingt es ihnen, einen größeren Trupp des aufständischen Lopez Jordan gefangenzunehmen.

in der Geschichte Argentiniens

Ein Adolfo Alsina (* 1829; † 1877) war Gouverneur von Buenos Aires vom 3. Mai 1866 bis 10. Oktober 1868. Ob Karl May durch dessen Familiennamen inspiriert wurde, seine Romanfigur ebenso zu benennen, oder ob es eine zufällige Gleichheit ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden.

Roland Schmid konstatierte - im Zusammenhang mit Problemen der Handlungszeit - knapp:

Da Alsina bei May eine völlig untergeordnete Rolle spielt, braucht hier nicht weiter über diesen im übrigen nicht unbedeutenden Mann berichtet werden.[2]

Ekkehard Koch nimmt die Gleichsetzung von Rudolfo und Adolfo als gegeben an:

Als Indianerbezwinger ist Alsina wohl auch in Deutschland bekanntgeworden - die Bemerkung genügte offenbar, dem Leser mitzuteilen, um wen es sich hier handelte. Daß Alsina zu der Zeit, da die Erzählung spielt, noch keine Indianer besiegt hatte, hat May allerdings nicht bedacht.[3]

Anmerkungen

  1. Karl May: Der Schatz der Inkas (El Sendador, Theil II), Deutscher Hausschatz, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1890/91, Jahrgang 17, Nummer 1, S. 14.
  2. Roland Schmid: Nachwort des Reprints
  3. E. Koch: Zwischen Rio de la Plata und Kordilleren, S. 151

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.


Weblinks