Rudolf Jäger

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Hermann Rudolf Jäger (* 1853; † 21. Juli 1900 in Dresden) war Prokurist des Münchmeyer-Verlags und Leiter der Niederlassung in Berlin in der Ruppiner Straße 44, die Karl May - vermutlich - 1875 besuchte..

Er heiratete am 1. Dezember 1883 in der Dresdner Annenkirche die älteste der Münchmeyer-Töchter, Anna Marie.[1] Am 15. September 1898 wird ihnen ein Sohn, Heinrich Rudolf Jäger, geboren.[2] In ihrem Tagebuch kolportiert Klara May später Gerüchte über die schlechte Ehe.[3] Ein bestimmtes Dienstmädchen, Emma Bartha Gorsch, das 1894 im Haushalt der Jägers, im Jagdweg 13 II arbeitete, wurde im Rahmen der verschiedenen Prozesse May ./. Münchmeyer 1910 als Zeugin gesucht.[4]

Er unterstützte seine Schwiegermutter beim Verkauf des Erbes und wurde von Karl May wie folgt charakterisiert:

Der gehirnkranke und als solcher in eine Trinkerheilstätte versetzte Schwiegersohn, Prokurist und Buchhalter Jäger war bemüht, gute Jahresabschlüsse, Berichte und Auszüge aus den Büchern vorlegen zu können. [5]

Jäger starb im Städtischen Irren- und Siechenhaus an Herzschwäche und fortgeschrittener Hirnlähmung.[6] Er wird am 24. Juli auf dem Annenfriedhof in Löbtau beigesetzt; 1908 wird sein Leichnam in die Familienerbstelle auf dem Tolkewitzer Johannisfriedhof überführt.[7]

Schacht und Hütte

Rudolph Jäger in Berlin wird ein Leser der von Karl May im Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer redaktionell betreuten Zeitschrift Schacht und Hütte genannt, der in Nummer 28 als Einsender einer richtigen Lösung zu einem Rätsel aufgeführt wird. Dabei handelt es sich vermutlich um Hermann Rudolf Jäger.

Anmerkungen

  1. Karl-May-Chronik I, S. 300
  2. Karl-May-Chronik III, S. 208
  3. Karl-May-Chronik III, S. 208
  4. Karl-May-Chronik V, S. 37f.
  5. Karl May: Ein Schundverlag, S. 383
  6. Karl-May-Chronik II, S. 393
  7. Karl-May-Chronik IV, S. 442

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.