Riesengebirge

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Schneekoppe im Riesengebirge

Das Riesengebirge (tschech. Krkonoše, poln. Karkonosze, gebirgsschlesisch Riesageberge oder Riesegeberche) ist das höchste Gebirge Böhmens und Schlesiens.

Allgemeines

Der großteils in west-östlicher Richtung verlaufende Kamm des Riesengebirges liegt an der Grenze zwischen Polen und Tschechien und erreicht in der Schneekoppe eine Höhe von 1.602 m. Nahe am Kamm befindet sich in fast 1.400 m Höhe die Quelle der Elbe. Bis 1945 war das Riesengebirge das höchste deutsche Mittelgebirge. Seit 1959 (Polen) bzw. 1963 (Tschechoslowakei) steht das Riesengebirge als Nationalpark unter Naturschutz. Allgemein bekannt sind die Sagen und Märchen um den Berggeist Rübezahl (tschech. Krakonoš, poln. Liczyrzepa bzw. Duch Gór = Berggeist), der im Riesengebirge haust.

Gemälde von Caspar David Friedrich (vor 1835 enstanden)

Der Name Riesengebirge wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts durch den Riesengebirgsverein verbreitet. In älteren Urkunden wird das Gebiet meist als Gebirge, Schneegebirge oder Böhmisches Gebirge bezeichnet. Auf der Karte Schlesiens (1571) von Martin Hellweg wird der höchste Berg, die Schneekoppe, als Riesenberg bezeichnet. Ebenso in der Trautenauer Chronik (1549) von Simon Hüttel:

... bin ich Symon Hyttel mit eilf nachbarn von Trautenauw auf den Hrisberg zu öberst hinauf spaziert.

In der Chronik folgen dann auch Bezeichnungen für das die Schneekoppe umgebende Gebirge (Hrisengepirge, Hrisengebirge, Risengepirge, Hrisenpergisches Gebirge). Möglicherweise stammt der Name von Riesen, das sind rutschbahnartige hölzerne Rinnen zum Abtransport geschlagener Baumstämme aus steilen Gebirgstälern.

bei Karl May

Während der Kurreise 1907 machten Karl und Klara May im Frühjahr und Sommer 1907 eine Erholungsreise nach Schlesien und ins Riesengebirge. Ansichtskarten schrieben sie (u.a. von der Schneekoppe) an die befreundete Familie Barchewitz sowie die Brieffreunde Wilhelmine Bergmann und Pfarrer Josef Dengel.

Weblinks