Penig

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Penig
Steckbrief

Penig ist ein kleiner Ort in Sachsen unweit von Chemnitz an der Zwickauer Mulde und gehörte zur Lehnsherrschaft der Grafen von Schönburg.

Karl May und Penig

Hier verübte Karl May 1864 sein erstes Betrugsdelikt: als Dr. med. Heilig aus Rochlitz ließ er sich am 9. Juli von einem ansässigen Schneider fünf Kleidungsstücke maßanfertigen (zwei Hosen, Winterüberzieher, Rock und Weste). Als er am 16. Juli die Sachen abholen wollte, wurde er gedrängt, einen jungen Mann ärztlich zu untersuchen. May tat das und stellte auch ein Rezept aus. Unter dem Vorwand weitere Instrumente zu holen, kehrte May – mitsamt den Kleidungsstücken im Wert von 39 Talern und neun Neugroschen – in den Gasthof zurück und verschwand von dort.

Ein Steckbrief wurde erstellt.

Der Gasthof sowie das Haus des Schneiders ließen sich bisher nicht ermitteln.

Amerika

Ein heutiger Ortsteil von Penig ist die frühere Industriesiedlung Amerika (Eingemeindung 1994). Ihren Namen bekam sie vermutlich, weil sich dort seit 1836 eine Kattundruckerei befand, die für die Arbeiter und Besucher nur mit Boot (Fähre mit Seilführung) über die Mulde zu erreichen war. Man wurde also "über den Teich" gezogen, dieser Ausdruck war damals schon für die Reise in die Vereinigten Staaten bekannt und so bürgerte sich der Begriff Amerika an der Mulde für die Fabrik und die Umgebung ein. Aber erst 1876 wurde der Güterbahnhof amtlich als Bahnstation Amerika eingetragen. Da Karl May sich in Penig aufhielt, war er möglicherweise tatsächlich in Amerika. Ob man das als Frühreise anerkennen mag, sei jedem selbst überlassen.

Literatur

Weblinks