Paul Heyse

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Paul Johann Ludwig von Heyse, seit 1910 von Heyse (* 15. März 1830 in Berlin; † 2. April 1914 in München), war ein deutscher Schriftsteller. Seine nach eigenem Modell geschriebenen Novellen machten ihn bekannt. 1910 wurde er als erster deutscher Autor belletristischer Werke mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Paul Heyse und Karl May

Erwähnungen in Karl Mays Werk

Ich kann und will und darf kein kunstvollendeter Paul Heyse sein, sondern meine Aufgabe ist, aus hochgelegen Marmor- und Alabasterbrüchen die Blöcke für spätere Kunstwerke zu brechen, deren Form ich höchstens andeuten kann, weil mir die Zeit zur Ausführung nicht zur Verfügung steht. (Karl May: Mein Leben und Streben)[1]

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Es ist bekannt, daß Maeterlinck in einem seiner Schauspiele drei Szenen von Paul Heyse rein abgeschrieben hat. Heyse verbat sich das; Maeterlinck aber lachte ihn aus und ließ das Stück ruhig unter seinem Namen erscheinen. (Karl May: Mein Leben und Streben)[2]

Es gab tatsächlich eine Klage Paul Heyses gegen Maeterlincks Drama "Marie-Madeleine" wegen Verletzung des Urheberrechts. Die Streitigkeiten darüber wurden in den Münchner Neuesten Nachrichten öffentlich ausgetragen (woran neben Paul Heyse auch Friedrich von Oppeln-Bronikowski mit offenen Briefen beteiligt war[3]).

Anmerkungen

  1. Karl May: Mein Leben und Streben. In: Karl Mays Werke, S. 70819 (vgl. KMW-VI.3, S. 151).
  2. Karl May: Mein Leben und Streben. In: Karl Mays Werke, S. 70912 (vgl. KMW-VI.3, S. 223).
  3. Dirk Strohmann: Die Rezeption Maurice Maeterlincks in den deutschsprachigen Ländern, 1891-1914, S. 169 f.

Weblinks