Pater Hilario

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Pater Hilario
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Waldröschen

Hilario (l.) bekommt Besuch

Pater Hilario, eigentlich Ignaz Mandrillo, ein ehemaliger Priester und früherer Superior, ist Arzt im Kloster della Barbara in Santa Jaga.

Pater Hilario ist »ein kleines, hageres Männchen mit Kahlkopf. Sein vollständig glattrasirtes Gesicht zeigte jene Verbissenheit, welche man nicht bei Menschen, sondern nur bei Bulldoggen suchen möchte ... Er mochte im Anfange der siebziger Jahre stehen, schien aber noch ziemlich rüstig zu sein.«

Hilario ist ein gefährlicher und skrupelloser Intrigant, der unter verschiedenen Decknamen (Pater Hilarius, Pater Eusebio, Pater Lorenzo) operiert; er ist ein besonderer Feind von Benito Juárez, der ihn als Klosterleiter absetzte. Je nach dem Vorteil, den er sich ausrechnet, schließt er sich den verschiedenen politischen Richtungen an. Er unterhält geheime Verbindungen zu allen Anti-Juaristen. Unter seinem richtigen Namen, Ignaz Mandrillo, wurde er von Pablo Cortejo aus den Diensten Graf Ferdinando de Rodrigandas entlassen, weshalb er beide hasst.

Hilario beherbergt zeitweise Juarez' Spionin Emilia, deren Schönheit und Verführungskünsten er erliegt, so dass sie seine Geheimnisse auskundschaften und an Juarez übermitteln kann.

Pater Hilario – umgarnt von Emilia

In den unterirdischen Gewölben des Klosters gelingt es ihm, mit Gas nach und nach Karl Sternau, Mariano, Büffelstirn, Bärenherz, Anton Helmers, Steuermann Helmers und den kleinen André gefangen zu nehmen. Auch Ferdinando de Rodriganda, Pablo Cortejo, dessen Tochter Josefa, Gasparino Cortejo und Henrico Landola geraten in seine Gewalt. (Durch Kurt Helmers werden alle Gefangenen Hilarios befreit.) Hilario versucht, durch Gift sämtliche Bewohner der Hazienda del Erina zu töten, damit nach den Verschwundenen nicht geforscht werden kann, was jedoch misslingt. Einige Zeit vorher hatte er auch die Frau des Kaisers Maximilian, Charlotte, mit einem Pflanzengift wahnsinnig gemacht.

Im Auftrag seiner Organisation täuscht er erfolgreich durch falsche Berichte den Kaiser, um ihn so lange wie möglich im Lande zu halten, so dass Juarez keine Wahl bleibt, als den Kaiser erschießen zu lassen.

Kurt Helmers gelingt es, Pater Hilario gefangenzunehmen. Im Gefängnis erleidet Hilario einen Schlaganfall, als er von Kurt Helmers und Karl Sternau erfährt, dass all seine Geheimnisse verraten sind.

»Er wird keinen einzigen verständigen Laut mehr zu stammeln vermögen; aber sein Neffe wird gezwungen sein, zu reden. Dieser Pater wird langsam zur Hölle fahren. Die Zunge wird wie Blei so dick und schwer in seinem Munde liegen. Seine Eingeweide werden nach und nach den Dienst versagen und er wird, zur Strafe für das, was wir bei ihm erlitten haben, seine letzten Athemzüge zählen können und seinen letzten Pulsschlag fühlen. Komm. Laß uns gehen!«

Die Motive für seine Taten verrät er tatsächlich nicht mehr.

im Hörspiel

In der Maritim-Produktion "Trapper Geierschnabel" (1976) wird die Figur von Hans Mahlau gesprochen.

Sonstiges

In dem Fanfiction-Roman "Skorpione in Menschengestalt" der Autorin "Nscho-tschi" (i.e. Iris Wörner) fällt die Ich-Erzählerin Nscho-tschi in die Hände Pater Hilarios.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.