Paschen

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Paschen heißt in der Gaunersprache des 19. Jahrhunderts (und ist von dort auch als Regionalismus z.B. in die Umgangssprache der erzgebirgischen Bevölkerung eingedrungen) soviel wie schmuggeln, Schleichhandel treiben. (Ursprünglich wohl vom frz. "passer" oder ital. "passare" = überschreiten [nämlich die Grenze] abgeleitet.)

Das Erzgebirge, das die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen bildet, war – wie die meisten Grenzregionen – traditionelles Schmuggel- und Wilddiebgelände (siehe auch Karl Stülpner). Karl May schildert die "kleinen" Pascher in seinem Werk ohne Verurteilung und bringt Hinweise auf die große Not der Leute, die oft durch diese zum Schmuggel getrieben wurden. Negativ gezeichnet werden allenfalls die Anführer der nahezu gewerbsmäßig agierenden Schmuggelbanden, die oft durch den Schmuggel sehr wohlhabend geworden sind.

Erzählungen Mays[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Mehnert: Vom Paschen und anderen Grenzübertretungen. In: Elke Mehnert (Hrsg), Grenzpfade. Materialien zum 6. Deutsch-Tschechischen Begegnungsseminar Gute Nachbarn – Schlechte Nachbarn?, Verlag Peter Lang, 2004, S. 193 ff.
  • Thomas Stahl: "Geboren im tiefsten Ardistan." Karl Mays Bild der erzgebirgischen Heimat. In: Mehnert, Elke (Hrsg.), Erzgebirge – Heimat und domov. Materialienband zum 8. Deutsch-Tschechischen Begegnungsseminar Gute Nachbarn – Schlechte Nachbarn?, Verlag Peter Lang, 2006, S. 178 ff.