Oskar Burkart

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Oskar Burkart (* 1842; † 1925) war Landschaftsoffizial (Vorsteher eines katholischen Kirchengerichts) in Salzburg und ein Leser, der über den Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld mit Karl May in Kontakt getreten war.

Oskar Burkart und Karl May

Am 14. Oktober 1897 antwortete May auf einen (nicht erhaltenen) Brief, den Burkart über Fehsenfeld an ihn geschrieben hatte. Darin hatte Oskar Burkhart vermutlich eine Komposition eines Bekannten zu Mays Gedicht Ave Maria erwähnt. Zunächst äußerte Karl May sich ausführlich über die zahlreichen Leserbriefe, die er in der Reihenfolge, wie sie eingegangen sind, zu beantworten pflegte. Weiterhin schrieb er:

Jetzt z. B. liegen über 6,000 Briefe hier, die ich alle beantworten soll! Wenn Sie mir Ihren ersten Brief im September schrieben, ist es also gar nicht möglich, daß Sie schon Antwort haben können. Uebrigens schreiben Sie nur Ihren Namen, nicht aber auch, was Sie sind, und wenn man mit Jemand geschäftliche Dinge besprechen soll, versteht es sich ganz von selbst, daß man wenigstens wissen muß, welchen Standes er ist. Uebrigens bitte ich, die Frage auszusprechen, warum der Herr Komponist sich nicht selbst und direct an mich wendet. Das würde doch wohl der bequemste und kürzeste Weg sein. Indem ich bemerke, daß ich mein Ave Maria selbst schon komponirt habe und diese Komposition auch schon in Salzburg in der Stiftskirche gesungen worden ist, sage ich Ihnen herzlichen dank für Ihre freundliche Zuschrift.[1]

Eine weitere Korrespondenz zwischen beiden ist nicht bekannt.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik II, S. 90.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.