Nottaufe

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Die Nottaufe (auch Taufe in der Not) ist in mehreren christlichen Konfessionen eine Taufe, die aufgrund eines Notfalls (Lebensgefahr des noch Ungetauften) abweichend von der üblichen Praxis nicht durch einen Geistlichen, sondern durch Laien gültig gespendet wird. Grundlage ist, dass ein ordentlicher Taufspender nicht rechtzeitig geholt werden kann. Die Nottaufe sollte - falls genug Zeit bleibt - tunlichst mit Wasser und dem Sprechen der Formel "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" durchgeführt werden.

bei Karl May

Ob oder ob nicht Winnetou vor seinem Tod in Winnetou III noch getauft wurde, beschäftigte einige Zeitgenossen Karl Mays.

Winnetou starb ja nach seiner Aussage als Christ, eine (Not-)Taufe wurde im Text Im "wilden Westen" Nordamerika's bzw. Buch Winnetou III aber nicht erwähnt.

Während May dieses Detail in Vorträgen oder Briefen gelegentlich ergänzte,[1] fügte Marion Ames Taggart die Nottaufe in ihrer Übersetzung Jack Hildreth among the Indians – The Treasure of Nugget Mountain einfach ein.[2]

Anmerkungen

  1. Erwähnt u.a. von Viktor Böhm: Karl May. Das Geheimnis seines Erfolgs, S. 219.
  2. Hansotto Hatzig: Winnetous Nottaufe bei Benziger Brothers. In: M-KMG Nr. 18/1973, S. 25. (Onlinefassung)

Literatur

Weblinks