New Orleans

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New Orleans
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Auf der See gefangen
Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling
Ein Dichter/Der Pfahlmann
Die Liebe des Ulanen
Deutsche Herzen - Deutsche Helden
Der Schatz im Silbersee
Winnetou II
Satan und Ischariot II
Satan und Ischariot III
Der Scout
nur erwähnt in:
Ein Self-man
Die Juweleninsel
Waldröschen
Der verlorne Sohn
Der Geist des Llano estakado
Der Ölprinz
Winnetou III
Old Surehand II
Die Gum
Im "wilden Westen" Nordamerika's

Historische Karte (um 1888)

Geschichte

Während der Kolonialzeit wurde New Orleans unter dem französischen Namen La Nouvelle-Orléans gegründet. Sie wurde 1722 die Hauptstadt von Louisiana. 1803 verkaufte Napoleon im so genannten Louisiana Purchase mit Louisiana das gesamte Gebiet westlich des Mississippi für 15 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Die Stadt wurde von Frankreich am 20. Dezember 1803 den USA übergeben. Zu dieser Zeit hatte New Orleans ca. 10.000 Einwohner.

Von seinen frühen Tagen an war New Orleans bekannt für seine kosmopolitische und polyglotte Bevölkerung und die zahlreichen Kulturen, die dort existierten. Die Stadt wuchs schnell mit Einflüssen aus Frankreich, Amerika und der kreolischen Karibik. Die Stadtbevölkerung verdoppelte sich in den 1830ern und 1840ern, und New Orleans wurde die größte Stadt im amerikanischen Süden und außerhalb des "Atlantic Seaboards". Bis 1849 war New Orleans die Hauptstadt des Staates Louisiana, später wieder von 1865 bis 1882. Der Hafen war vor allem für den Sklavenhandel wichtig, obwohl New Orleans gleichzeitig die Stadt mit den meisten farbigen Personen Nordamerikas war.

Im Amerikanischen Bürgerkrieg wurde New Orleans sehr früh von der Union kampflos erobert, wodurch ein Großteil der historischen Gebäude erhalten blieb.

New Orleans bei Karl May

New Orleans hat einen ganz entschieden südlichen Charakter, besonders in seinen älteren Teilen. Da gibt es schmutzige, enge Straßen mit Häusern, die mit Laubenvorbauten und Balkons versehen sind. Dorthin zieht sich dasjenige Leben zurück, welches das Licht des Tages zu scheuen hat. Da sind alle möglichen Gesichtsfarben vom krankhaften gelblichen Weiß bis zum tiefsten Negerschwarz vertreten. Leierkastenmänner, ambulante Sänger und Gitarrespieler produzieren ihre ohrenzerreißenden Leistungen. Männer schreien, Frauen kreischen; hier zerrt ein zorniger Matrose einen scheltenden Chinesen am Zopfe hinter sich her; dort balgen sich zwei Neger, von einem Kreise lachender Zuschauer umgeben. An jener Ecke prallen zwei Packträger zusammen, werfen sofort ihre Lasten ab und schlagen wütend aufeinander los. Ein dritter kommt dazu, will Frieden stiften und bekommt nun von beiden die Hiebe, welche ursprünglich nicht für ihn bestimmt waren.
Einen bessern Eindruck machen die vielen kleinen Vorstädtchen, welche aus netten Landhäusern bestehen, die sämtlich von sauberen Gärten umfriedet sind, in denen Rosen, Stechpalmen, Oleander, Birnen, Feigen, Pfirsiche, Orangen und Zitronen wachsen. Dort findet der Bewohner die ersehnte Ruhe und Beschaulichkeit, nachdem ihn der Lärm der Stadt umtobt hat.
Am Hafen geht es natürlich am regsten zu. Da wimmelt es förmlich von Schiffen und Fahrzeugen aller Arten und Größen. Da hegen riesige Wollballen und Fässer aufgestapelt, zwischen denen sich Hunderte von Arbeitern bewegen. Man könnte sich auf einen der Baumwollenmärkte Ostindiens versetzt denken. (K. May in Winnetou II)

In der "schönen breiten Common-Street" befindet sich eine deutsche Bierstube.

Weblinks