Makulatur

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Eine Makulatur (lat. maculatura "beflecktes Ding", von macula "Fleck") ist wertlos gewordenes bedrucktes Papier.

Insbesondere im Druckwesen wird der Ausdruck Makulatur verwendet, um schadhafte oder fehlerhafte Papierbogen zu bezeichnen, die nicht mehr zum Drucken benutzt werden können.

Überholte Bücher, Akten, die im Laufe der Zeit an Aktualität verloren haben und damit wertlos geworden sind, sind Makulatur. In Bibliotheken und Museen wird Makulatur, also überholte und beschädigte Bücher oder Sammlungsgegenstände, in regelmäßigen Abständen zur Bereinigung des Bestandes aussortiert ("Deakzession", von lat. de "weg von" und accedere "dazukommen").

bei Karl May

Im Manuskript In der Heimath erwähnt Karl May, dass das gesamte linguistische Werk des Professors von dessen Erben als Makulatur an eine Papiermühle verkauft wurde.

Möglicherweise spiegelt sich hier das Schicksal der Kompositionen des Ernstthaler Kantors Samuel Friedrich Strauch, von dem May in Mein Leben und Streben schreibt:

Als er gestorben war, hat sie [die Witwe] das alles als Makulatur an die Papiermühle verkauft, ohne daß ich dies verhindern konnte, denn ich war nicht daheim.[1]

Anmerkungen

  1. Karl May: Mein Leben und Streben. In: Karl Mays Werke, S. 70687 (vgl. KMW-VI.3, S. 49).

Weblinks